Archiv: Sonntag, 30. November 2008
Diese Woche war ich am “Kalbskopftag” mal wieder in München im Weissen Bräuhaus im Tal. Freitags steht immer Kalbskopf auf der Kronfleisch-Wochenkarte. Das Weisse Bräuhaus ist stets gut besucht, und so bekam ich auch an diesem Freitag gerade noch einen einzelnen Platz an einem der voll besetzten Tische. Das Weisse Bräuhaus ist halt ein mal ein sehr beliebtes Wirtshaus. Es hat sogar einen Kultstatus, und dies aus zwei Gründen: Erstens der Aventinus Weizenbock vom Fass, mit 8,2% Vol. Alc. einer der stärksten seiner Art, zum anderen wegen der legendären Kronfleischküche – im Artikel über das Kuheuter habe ich bereits davon berichtet. Nun, die “Variationen vom Kalbskopf mit gemischtem Salat” machten dem guten Ruf des Wirtshauses alle Ehre, und der Aventinus tat seinen Teil dazu. Als ich meinen Teller gerade geleert hatte, wurde der Nachbartisch frei. Wie bei Parkplätzen in der Münchner Innenstadt sollte dieser Leerraum nicht lange bestehen, und nach weniger als drei Minuten nahm eine Gruppe von fünf kräfitigen Burschen mit fremd klingender Sprache, aber doch noch mitteleuropäisch anmutenden, wenngleich etwas rauh wirkenden Mienen dort Platz. Einer von ihnen war der deutschen Sprache halbwegs mächtig und übersetzte seinen Kollegen die Speisekarte. Offenbar Touristen. Aber woher? Das vermochte ich nicht zu erraten.