Archiv: Dezember 2008
Hallo, heute muß ich Euch mal ein Bier von einer vielleicht nicht ganz so bekannten Brauerei aus Neumarkt vorstellen. Neumarkt – klar, da denkt man wohl zuerst an Lammsbraeu. weiterlesen… »
Gestern las ich in meiner Tageszeitung von der Kürung des Jugendwort des Jahres. Auf Platz 3 kam der Ausdruck “unterhopft sein” für den Zustand, noch nicht besoffen genug für eine Feier zu sein. Das find ich witzig, aber mir kommt es ja gar nicht auf die Menge des Biergenusses an, sondern auf die Qualität. Also adaptiere ich mir dieses preisgekrönten Ausdruck und fühle mich in Zukunft ziemlich “enthopft”, wenn ich wieder mal das Bedürfnis auf einen bierischen Hochgenuss verspüre!
Kaum ist die Zeit der Bockbieranstiche vorrüber, kann man in der Advents- und Weihnachtszeit schon wieder spezielle saisonale Leckereien geniessen. Die Brauerei Löwenbräu im fränkischen Buttenheim macht ja nun sowieso immer ein sehr, sehr leckeres Bier, da muß doch ganz dringend überprüft werden, ob ihr Weihnachstbier das hohe Niveau halten kann.
Die Farbe ist wunderbar golden, der Schaum nicht zu üppig aber sehr haltbar und mit unregelmäßigen Bläschen sehr natürlich, es riecht nur ganz zart aber ausgewogen zwischen Hopfen und Malz, perlt sehr lange schön frisch, und schmeckt – ja: phantastisch, kann ich nur sagen!
Mit 5% Alkohol muß man sich auch nicht sonderlich zurückhalten – viel zu schnell wird die Festbierzeit wieder vorbei sein…
Gratulation, Familie Modschiedler, wieder ein außerordentlich gelungenes Bier!
Richtiger müsste ich sagen: Zwei Biere, ein “Hell Export” und ein “Export hell”. Eigentlich trinke ich ein Bier am liebsten am Ort seiner Entstehung, möglichst kellerfrisch. Das zweitliebste ist ein Bier aus dem (Holz)Fass, möglichst ohne Kohlensäuredruck, rein mit Gravitationskraft gezapft. Und als dritte Möglichkeit dann auch mal aus einer gut eingestellten Zapfanlage. Mir sind genügend solcher Orte bekannt, und ich habe ja auch bisher fast ausschließlich davon berichtet (mal meinen Beitrag über ein norddeutsches bierähnliches Getränk aus grünen Essigflaschen außer Acht gelassen). Zuhause habe ich daher so gut wie nie ein Bier im Kühlschrank. In letzter Zeit habe ich aber von Freunden und Kollegen einige Flaschenproben mitbekommen, um diese auch mal hier im Blog vorzustellen. Da trifft es sich ganz günstig, dass ich derzeit mal wieder mehr in Hotels unterwegs bin. Die Abende in den Hotelzimmern bieten sich hervorragend dazu an, die mir anvertrauten Schätze gebührend und in Ruhe durchzutesten.
Also da muß man doch echt regelmäßig zum Getränkehändler gehen. Und dann wirklich genau schauen. Fast wäre mir nämlich dieses Winterbier nicht aufgefallen. Zu ähnlich sind sich die Flaschen.
Unsere Sternfahrt ging ja heuer zur Brauerei und zum Kloster. Auf der Homepage hatte ich ja schon vom Doppelbock gelesen, aber nicht ständig dran gedacht.
Beim öffnen der Flasche kommt einem ein kräftiger, typisch “dunkler” Geruch entgegen. Schmecken tut es nach Schokoladenlebkuchen-Brot-Malz. Aber irgendwie fehlt mir was. Genau! Da müsste noch ein Rauchbiergeschmack dazu. Dann wäre dieses Bier noch vollkommerner.
Jetzt muß ich nur noch herausbekommen was es mit diesem Hopfazupfabier auf sich hat!!!
Nachtrag
Beim trinken der zweiten Flasche ist mir dann noch aufgefallen das der Doppelbock wohl nicht in Nürnberg, sondern in Scheyern abgefüllt wird:
Da fällt es sicher manchem Blogger leichter sich diesem Bier zu nähern!
Neulich war ich mal wieder verzweifelt beim (Lebensmittel-)Einkaufen in München, sodaß ich mich auf einen zufällig am Wegesrand liegenden Getränkemarkt einliess. Als der gleich im Eingangsbereich ein fränkisches Bier (Veldensteiner) hatte, trat ich voller Hoffnung ein. Aber leider, leider hatten sie sonst keine fränkischen Biere. Das Einzige, das mir noch auffiel, weil ich es gar nicht kannte, war Wildbräu aus Grafing, also auch noch lokal. Ob das nicht eine Entdeckung werden würde? Also hab ich zu dem bekannten Veldensteiner (sicherheitshalber) auch noch die beiden Grafinger Sorten Bayrisch Hell und Meistersud gepackt.
Nachdem ich heute Ralfs Kommentar auf mein Bier-Desaster von Vorgestern gelesen hatte (das Verfallsdatum ist in einem guten halben Jahr!), hatte ich beim Brotzeitrichten tatsächlich Lust bekommen, das zweite Grafinger Wildbräu, den Meistersud, zu versuchen. Also flugs – bevor ich mich nochmal besinne – die Flasche geöffnet und scharf beobachtet.
Heute stell ich mal das Wolfshöher Festbier vor. Nicht das Weihnachts Festbier, das habe ich nicht bekommen.
Aber ich denke sie sind sich schon ähnlich.
Beim Einschenken riecht es sehr ausgewogen nach Hopfen/ Malz.
Schmeckt sehr frisch. Ist wohl noch etwas jung. Aber mir kommt es doch bekannt vor. Häufig trinke ich zum Abendessen das Helle von Wolfshöher. Leider bekomme ich hier nicht alle Biere der Brauerei.
Obwohl mann die Brauerei sehr schön von der Autobahn sieht, habe ich es noch nicht zu einem längeren Stopp gebracht. Das muß ich 2009 mal angehen…
Prost!
Da hat mir doch gestern ein Freund aus Bamberg dieses Bier mitgebracht:
Ich habe das natürlich gleich mal getestet. Beim Öffnen kommt ein fruchtig-frischer Hopfenduft aus der Flasche. Im Glas sieht man die schöne Farbe:
Auffällig ist der feine Schaum und das es noch ziemlich perlt.
Schmeckt auch noch sehr jung, fast zu frisch. Aber es hat schon den vollen Landbiergeschmack!
Leider hatte ich nur diese ein Flasche. Wer weiß wann ich wieder mal in die Ehre von so einem Zwickl komme.
Bis bald.
Die Greif-Bräu Brauerei aus aus Forchheim hat neben ihren etwas bekannterem Hellem zur Zeit auch ein Weihnachts-Festbier im Angebot. Klar, das ich dieses in der heurigen Weihnachtsbiervorstellung dabei habe:
Es hat einen tollen, feinen Schaum und einen angenehmen Hopfengeruch. Im Vergleich mit meinen zuvor getrunkenen Weihnachtsbieren fällt sofort die doch etwas dunkle Farbe auf.
Ich hatte mich auf ein eher kräftiges Bier eingestellt, doch beim ersten Schluck kamm es mir etwas dünn vor.
Der zweite Schluck war aber sehr angenehm. Ich werde diesen leicht dunklen Geschmack im Sommer-halbjahr vermissen.
Bis bald.