Archiv: April 2009
Aus der kleinen Giesinger Hausbrauerei hatte ich ja bereits über das Kellerbier berichtet, nun stand das Rauchbier zum Test an. Dazu unbedingt die Vorbemerkung, daß ich eigentlich kein Rauchbier mag, jedenfalls nicht, wenn es allzudeutlich rauchig schmeckt; trotzdem hatte ich mir damals eine Flasche mitgenommen, denn ich wollte schon alle beiden verfügbaren Sorten probieren. So ging ich durchaus mit Skepsis an diese Aufgabe, aber auch mit Spannung und Vorfreude, denn das Kellerbier war ja eine regelrechte Erleuchtung, äh, Erhellung!
| Apr ’09 |
| 4 |
| 17:15 |
Auch wenn sich diese Reportage im Fernsehprogramm etwas versteckt, lohnt bestimmt ein Blick in die Glotze!
Die klassische Starkbierzeit in Bayern, die sog. “Fünfte Jahreszeit” findet jährlich zwischen Aschermittwoch und dem Beginn der Karwoche am Palmsonntag statt. In dieser Periode veranstalten viele Brauereien ein Fest zum Bockbieranstich für ihr eigenes Bier. Wir bereichteten hier im BLOG-UMS-BIER über eine kleine Auswahl:
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Das Wochenende verbrachten auch oliverxt77 und ich in Franken, und zwar im schönen Steigerwald. Die Lokation war lange vorher ausgewählt: die Gaststätte zur Brauerei Seelmann in Zettmannsdorf. Sowohl Brauerei als auch Gaststätte hatten in den letzten Jahren einiges mitgemacht, aber seit Februar war immerhin die Gaststätte wieder geöffnet. weiterlesen… »
Als ich diese Woche nach meiner Erkundungsreise aus dem Urlaub zurück zur Arbeit kam, fragte mich einer meiner Kollegen, ob ich denn wieder “exotische Biere” getestet hätte. Man kennt mich halt schon
. Ich konnte dies auch nicht wirklich verneinen, wusste ich doch, wie er das gemeint hat. Ich berichtigte ihn aber dann ein bischen dahingehend, dass die Biere wie sie hier im Blog vorgestellt werden ja doch eigentlich die “echten” Biere sind. Biere, die einen eigenen Charakter haben und die jedes für sich durch ihre handwerkliche Herstellung einzigartig sind.
Wir behandeln diese Biere auch so, wie Weinkenner die Weine ihrer kleinen Weingüter. Und genau das ist auch unsere Botschaft: Biere als Sinneserfahrung und Genuss. Und die echten exotischen Biere sind dann die Löwenbräus, Beck’se, Radebergers, Paulaners, Heinekens, Krombachers, Bitse, Tuchers und wie sie sonst noch alle heißen mögen.
Nachdem ich nun ja etwas das Vertrauen ins norddeutsche Bier verloren hatte (siehe Kommentar zum Astra-Artikel) und die süddeutsche Auswahl im Supermarkt auch nicht besser ist (neben Öttinger auch Paulaner oder Löwenbräu, Pest oder Cholera?) wandte ich mich den “Ausländern” zu: Tschechien ist doch berühmt für sein Bier! So fand das importierte Staropramen aus Prag seinen Weg in mein Hotelzimmer. Die grüne Flasche paßt zwar zum Label, wird von mir aber als deutliches Qualitätsmanko empfunden. Beim Öffnen roch das Bier kräftig nach Pils, und zwar nicht nach bitter-herbem norddeutschen, sondern nach würzig-herben Tschechischen, sehr vielversprechend. Beim Eingiessen jedoch wurde ich wieder enttäuscht: sehr hell, farblos, künstlich wirkender Schaum, der auch schnell zerfiel, und, tja, der Geruch war weg. Und schließlich, beim Trinken: der Geschmack war wohl nie da! Nein, von dem Bier hatte ich mir mehr erwartet, das wird auch nicht mehr gekauft!
Auf meiner Entdeckungsreise im fränkischen Bierreich letzte Woche habe ich auch in Vierzehnheiligen wieder etwas neues dazugelernt. Zum ersten dass es dort auch ein Klosterstüberl gibt, in dem man sein Bier und eine Brotzeit einnehmen kann. Und zum zweiten, dass die Brauerei dort auch Spezialbiere ausschenkt, wie z.B. das naturtrübe Lagerbier.
Sogar noch ein drittes habe ich gelernt: Dass man an Werktagen bequem mit dem Auto den Berg hinauf bis zur Brauerei fahren kann. Der Berg ist nur an Samstagen von 12 bis 18 Uhr und an Sonn- und Feiertagen bis 19 Uhr für Autos gesperrt. Alkoholsperre ist freilich rund um die Uhr – für den Fahrer!
Heute will ich euch mal vom Braunbier der Brauerei Schinner berichten. Beim recherieren für diesen Artikel merkte ich, das dieses Bier etwas besonderes ist oder war. Aber schaut doch selbst mal: Braunbier
Fünf Jahre ist es her, dass ich zum ersten mal vom alten Brauchtum des Kommunbrauens gehört hatte. Ich hatte mich damals gerade für meine Frankenradtour vorbereitet. Ulla, Bedienung beim Nürnberger Landbierparadies, hatte mich dabei kräftig unterstützt. Sie hatte mir unter anderem auch einige gute Adresstipps gegeben, darunter den Ort Neuhaus an der Pegnitz. In dieser Zeit hatte ich auch mein Biertagebuch begonnen, und in dem steht auf Seite Eins:
Neuhaus/Pegnitz: Kommunbrauhaus!!!
Vier bis fünf Leute im Ort haben das Braurecht; brauen ihr “Kontingent”
→ suche den “Braustern”
Seither habe ich mich viel mit dem Brauwesen in Bayern, vorzugsweise in Franken beschäftigt, bin aber nie bis nach Neuhaus gekommen. Heuer habe ich zu Ohren bekommen, dass aus den “vier bis fünf” Leuten schon nur noch drei geworden sind. Höchste Zeit also, nach Neuhaus an der Pegnitz zu fahren, um dort mal nach dem Rechten zu sehen.