Archiv: Januar 2010
Ein hübsches, altmodisches Ettikett ziert die (NRW-)Flasche des Altdrossenfelder Bieres. Obwohl unterhalb des weißen Ziegenbocks ganz deutlich “alc. 8% vol.” steht, was mir als Warnung dient, hernach nicht mehr viel weiteren Alkohol zu trinken, hab ich Lust auf dieses Bier als Begleiter zum Dinner – und zwar schon beim Kochen!
Beim Öffnen entströmt der Flasche ein lange nicht mehr gerochener Duft nach Brauerei und zwar aus der Nähe der Würzpfanne, nämlich nach Hopfenverarbeitung. Mit schöner Bernsteinfarbe fließt der Inhalt ins Glas, erzeugt aber kaum Schaum. Passend zur Optik ist die Empfindung im Gaumen eine sehr geschmeidige, weiche, der man die Stärke nicht anmerkt, ausgewogen, ohne besondere Auffälligkeiten. Insgesamt ein gutes Bier zum Essen, das aber nicht ganz die obere Genußklasse erreicht.
Zum Weihnachts- und Silvestertreff der zentralfränkischen Delegation des Blog-ums-Bier-Teams habe ich wieder einmal ein paar ganz besondere Spezialitäten eingekauft. Angeregt durch meinen Besuch im Landbierparadies Fürth habe ich mich auf die Suche nach diesem leicht rauchigem “Schlückla” gemacht. Fündig wurde ich natürlich gleich bei meinem Getränkeladen um die Ecke… weiterlesen… »
| Jan |
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Ein in Oberfranken – meinem Bekannten aber vor allem aus Mürsbach – bekannter Brauch ist das Stärk’ antrinken zum neuen Jahr. Da das in meine üblichen Terminplanungen zwischen Neujahr und Epiphanias paßt, möcht ich das jetzt auch gern mal mitmachen, vielleicht hilfts ja?
Wo? Z.B. in Kulmbach am Vorabend… In Mürsbach (ca 7km von Ebern) ist das eher ein tagsüber-Ereignis (am 6.).
Ralf mußte nicht lange reden, um mich heute zum Ayinger am Platzl zu locken, obwohl das schon eine sehr touristische Location ist:
Natürlich bekommen Sie auch ein ordentliches Bier aus der zur Familie gehörenden Brauerei in Aying. Sechs frische Biere gibt es täglich vom Fass.
Und eins davon ist der Winterbock, den ich so lange schon versuchen wollte! Noch dazu aus dem Holzfaß!
Am Dreikönigstag konnte ich endlich das legendäre oberfränkische Bier-Brauchtum “Stärk´ antrinken” live miterleben! Für Bier-Liebhaber verbindet sich da die Brauchtumspflege, das “Event” und der Genuss von leckerem Bier traditioneller Kleinbrauereien auf das vortrefflichste. Damit unrustikale “Weichwürste” von dieser Tradition ferngehalten werden, findet das Ereigniss in der Regel im Freien statt. Dies begrenzt auch die Menge an Bier, die (bevor sie im Krug festfriert) dabei eingenommen werden kann. Ich habe diesem Brauch nun im idyllischen Mürsbach bei Bamberg beigewohnt, im “Biergarten” der Privatbrauerei Zur Sonne der Familie Schmitt. weiterlesen… »
Die Weihnachtszeit (“staade Zeit”) hält viele schöne, ruhige (Abend-)Stunden bereit, in denen man gerne auch einmal ein etwas stärkeres Bier geniessen kann. Als Weizenbier-Trinker greife ich dann zum Gutmann Weizenbock. Er hat mit 7,2% Alkohol nicht allzuviel “Umdrehungen” (kein Vergleich z.B. zu den berüchtigten Doppelbock-Spezialitäten wie Schneiders Aventinus), ist aber deutlich mehr “Essen” als “Trinken”. Für den Durst absolut die falsche Wahl, aber als Nachtisch schlägt er das Tiramisu um Längen! weiterlesen… »
Ich trinke Bier ja am liebsten in guter Gesellschaft, am besten an der Quelle, d.h. in der Brauerei oder, wenn vorhanden, in deren Bräustüberl oder auf dem Bierkeller. Daher habe ich so gut wie nie ein Bier zuhause. Ausnahmen bilden – erfreulicherweise – gelegentliche Leserspenden. Weil sich da inzwischen diverse Biere angestaut haben, ist es jetzt für mich langsam wieder an der Zeit für einen kleine Serie mit Flaschenbierverkostungen. Den Auftakt macht heute das “Papstbier” von der Brauerei Weideneder im niederbayrischen Tann.
Heute brachte mir ein Freund ein Fläschchen Bier mit, welches er in seinem Heimatort in Niedersachsen im Getränkemarkt fandt – weil die Flasche so schön bunt sei
Zumindest ist es etwas ausgefallenes: polnisches Bier. Die Brauerei Zywiec ist nach dem Ort in den Beskiden am nördlichen Rand der Karpaten benannt; das Bier ist wohl ein Pils mit 5.6% alc. aus 12,5 % Stammwürze, mehr gibt mein polnisch leider nicht her. weiterlesen… »
Als zweites Bier aus meiner winterlichen Flaschenbierprobenserie gab es heute ein von weit her angereistes Bier: Moritz Fiege Pils aus Bochum. Es kommt in einer braunen Bügelverschlussflasche mit in dunklem Grün gehaltenem, relativ schlichtem und gar nicht marktschreierisch gestaltetem Etikett daher. Auf der Rückseite ist in auffällig roter Schrift ein Servierhinweis aufgedruckt:
Ideale Trinktemperatur 6° – 8°C
Bis ich nach der Entnahme aus dem Kühlschrank meine Fotoausrüstung fertig hatte und das Biertagebuch vorbereitet war, dürfte dies einigermaßen gepasst haben. Das Trinkerlebnis, das mir während der Probe beschert wurde, schien dies jedenfalls zu bestätigen.
Südoberschlesisch, d.h. ein polnisches Bier. In kurzer Zeit nach benhurs Test des Zywiec jetzt schon das zweite Bier aus Polen in unserem Blog. Damit wären dann die beiden angeblich bekanntesten Biere Polens bei uns vertreten. Auch meine Flasche war ein Geschenk, eine Leserspende. Es scheint so, als ob dies nicht die einzigen Gemeinsamkeiten dieser beiden Vertreter Polens sind, und das, obwohl sie aus verschiedenen Teilen des Landes und damit auch aus zwei verschiedenen Brauereien bzw. Braukonzernen kommen: Die Stadtbrauerei von Żywiec gehört heute zum Heineken-Konzern, die Brauerei Tyskie im südoberschlesischen Tychy gehört zum polnischen Konzern Kompania Piwowarska, welcher wiederum Teil von SAB Miller ist.