Archiv: April 2010
| Jun ’10 | Jun |
| 2 | 6 |
Im Burggraben der Kaiserburg findet heuer bereits zu 13. ten mal das Fränkische Bierfest statt. Es gibt bestimmt wieder ein Riesenangebot an Spitzenbieren zum gemütlichen testen. Anfahrt empfiehlt sich mit dem Fahrrad oder den Öffentlichen!
Als ich letztes Jahr den Braumeister Peter Lang in der Schlossbrauerei Eichhofen besucht hatte, versprach er mir für unser nächstes Treffen eine ganz exklusive Führung in der Weißbierbrauerei Schneider in Kelheim. Zu dieser hat er nämlich seit seiner Lehrzeit prima Beziehungen. Heuer am Freitag nach Fronleichnam war es dann so weit. Peter hatte noch zwei Freunde aus München eingeladen, natürlich ebensolche Bierliebhaber wie wir Blogger ums Bier, und noch ein paar große Bierfans direkt aus Kelheim. Wir trafen uns um halb Elf direkt vorm Weissen Bräuhaus am offiziellen Sammelpunkt für die Brauereiführungen. Peter verschwand erst mal im Gebäude der Produktionsleitung, von wo er etwas später in Begleitung von Braumeister und Produktionsleier Günter Uhl zurück kam. Damit waren wir vollzählig, und los gings zur lang erwarteten exklusiven Führung. Peter hatte nicht zu viel versprochen, denn uns wurde dann wirklich so manche Tür geöffnet, die Besuchergruppen normalerweise nicht passieren dürfen. Es ist halt schon was Feines, wenn man in Begleitung eines (einschlägig bekannten
) Braumeisters zu einer Brauereiführung kommen darf. weiterlesen… »
Die Bierverkostung im Biergarten
Wir durften im Anschluss an unsere Brauereiführung natürlich auch alle sieben normalen Biersorten verkosten, inklusive einer – nicht nur optisch – perfekten Brotzeit. “Normale Biere”, weil der Eisbock nicht dabei war. Der Eisbock ist ja auch nicht wirklich Bier, eher schon ein Gerstenwein. Und naja, das leichte Weissbier fehlte auch, dafür war das alkoholfreie dabei. Zur Beschreibung der Biere lasse ich ganz faul einfach ich die Brauerei Schneider selbst sprechen, nämlich mit den Texten auf dem hübsch gestalteten Probierdeckel. Diese Beschreibungen sind meiner Meinung nach und vor allem auch nach meiner Erfahrung
alle höchst zutreffend. Nur der Text zur Hopfenweissen unten rechts ist zu unscharf geworden. Da zitiere ich dann die Getränkekarte von Schneiders Weissem Bräuhaus im Tal in München. weiterlesen… »
Ich bin mit Superlativen ja eher zurückhaltend. Schränke sie auch meist auf meine persönliche Erfahrung ein, wenn es z.B. um das “Beste Bier” geht oder den “Schönsten Biergarten”. Beim Ausflugslokal “Frauenhäusl”, idyllisch im Wald nordöstlich von Kelheim gelegen, kann ich aber getrost eine Ausnahme machen. Muss ich sogar. Diese Gaststätte hat nämlich wirklich eine objektive Einzigartigkeit zu bieten: Sie ist die letzte Gaststätte Bayerns, die vollkommen ohne Strom ausgestattet ist. Die Küche, und vor allem die Beleuchtung
arbeiten rein mit Gas. Mich hat seit langem keine Gaststätte mehr so beeindruckt.
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München, Erding, Kelheim, Haag in Oberbayern – an was denkt der Bierfreund da? – Ja, richtig! Weißbier! Seit ich heuer im März mit meinem Freund Tom in Passau war, muss ich dieser Reihe aber einen weiteren Städtenamen hinzufügen: Passau. Genauer den Ortsteil Ries auf der Erhebung über der Donau, gleich hinter der Veste Oberhaus. Dort gäbe es eine kleine Weißbierbrauerei, Andorfer heisse sie, erzählte mir Tom. Und die wollte er mir zeigen. Das musste er auch, mich mit der Nase direkt darauf stoßen. Denn wenn man als Normaltourist in Passau unterwegs ist, hält man sich in der Regel unten in der Stadt auf und bewundert den Zusammenfluss von Donau und Inn. Und man geht vielleicht noch den Berg hinauf zur Veste, von wo aus man hinunter blickt auf die Dreiflüssestadt und Fotos macht. Ahnungslos, dass man nur ein paar Meter weiter in Richtung Hinterland wandern müsste, um eine wahre Weißbieroffenbarung zu erleben. Danke, Tom!
Beim Andorfer hatte es mir so gut gefallen, und vor allem so gut geschmeckt, dass ich gleich die nächste Gelegenheit nützen musste, um wieder her zu kommen, und um mich von der Richtigkeit meiner Erinnerung an die hohe Qualität der Andorfer-Weissbiere zu überzeugen.
Auf meiner Niederbayerntour hatte mir ein Insider die Telefonnummer von Markus Kampf, dem Braumeister der Hutthurmer Brauerei in Hutthurm bei Passau zugesteckt. Also nicht einfach die offizielle Nummer, die man auch auf der Hutthurmer Homepage einsehen kann, sondern seine Handynummer, die Nummer für Notfälle. In Not war ich nicht, aber es ist halt doch besser, sich vorher auch für eine Ein-Personen-Führung anzumelden, als einfach so in eine Brauerei rein zu schneien. Es ist ja auch in den heutigen modernen Brauereien nicht so, dass ein Braumeister einfach nur herumsitzen und warten kann, bis der Sud fertig gesiedet hat. Ich habe Herrn Kampf dann am Montag Morgen aber sogar an der offiziellen Leitung erwischt und für nachmittags um Drei einen Termin vereinbart. Da hatte er zwischen Produktionsende und einer Brauereivorstandssitzung noch ein paar Minuten für mich frei machen können. weiterlesen… »
Nachdem ich am Nachmittag bei meiner Blitzbesichtigung der Brauerei Hutthurm von Braumeister Markus Kampf persönlich mit mehreren Maibockflaschen beglückt worden war, konnte ich einfach nicht warten, diese auch umgehend zu verkosten. Vor allem, weil ja auch die optischen Eindrücke aus der Brauerei noch so frisch waren, und mir der Duft von Sudhaus und Gärkeller fast noch in der Nase lag.
Das “Kupfer Spezial” von der Brauerei Winkler in Lengenfeld im Nürnberger Hinterland am Eingang zur Oberpfalz gehört zu den Bieren, die Insider oft als ein Kultbier nennen, das man unbedingt mal probiert haben sollte. Nicht ganz so kultig wie das berühmt-berüchtigte Schlenkerla Rauchbier aus Bamberg, aber so ungefähr in dieser Klasse wird es oft mit aufgezählt. So habe ich immer, wenn ich im Raum Nürnberg unterwegs war, auch an Lengenfeld gedacht. Weil man da aber öffentlich so schlecht hin kommt, musste es dann schon das Auto sein. Und wenn schon mit Auto zum Bier, dann besser gleich mit Übernachtung. Und da ist Lengenfeld eigentlich keine schlechte Adresse, weil bei der Brauerei ein Gasthof mit dabei ist. So habe ich es jedenfalls beim Googeln nach “Kupfer Spezial” ermittelt. Gasthof, dachte ich, so mit Fremdenzimmern à la “Zimmer frei”, und bin ganz unbedarft nach Lengenfeld gefahren. weiterlesen… »
Ich geb’s zu, die Flasche habe ich mir ausschliessliche wegen dem tollen Namen gekauft! Diese Bier der Brauerei (? vielmehr ein Getränke-Logistiker!) Hubauer in Gräfelfing wollte ich probiert haben. Die Farben und das Design passen schön zum schlichten, klassisch-bairischen Flair, den dieses Helle wohl verströmen soll. Auch eingeschenkt macht es einen guten Eindruck: klar, hell, frisch mit einem ordentlichen Schaum. Und dann dieser tolle Geruch nach Münchner Biergarten! Der erste Schluck gibt mir – aus dem kühlen Hamburg kommend – sofort das Gefühl: Sommer! Nach einigen Schlucken relativiert sich die Euphorie allerdings und mir fällt auf, dass es doch ein recht einfaches Bier ist, immerhin aber vielleicht das beste “Billigbier” (denn es war deutlich billiger als was ich mir sonst so aus dem Getränkemarkt mitnehme). Ich finde es schliesslich auch als Radler gut geeignet, aber bitte nicht mit Adelholzner Limo, denn das ist viel zu geschmacklich (und auch zu süß), damit hat ein Bier nicht mal mit 2:1 ne Chance.
| Jun ’10 |
| 12 |
| 16:00 |
Brauerei Pyras lädt zum Brauereifest! 2 Tage lang, der genaue Ablauf kann auf der Brauerei-Seite eingesehen werden. Übernachtungsmöglichkeiten vorhanden.