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feine Biere, wo und wie wir sie am liebsten haben

Archiv: Juni 2010

fasspichen_buttenheim_38 Wenn ich im Urlaub in Oberfranken bin, fahre ich auch immer gern nach Buttenheim zum Löwenbräu. Vor allem natürlich wegen des ungespundeten Kellerbieres. Als ich diesmal ankam, roch es im ganzen Dorf so, als ob irgendwo jemand eine altersschwache Heizung betreiben würde. Aber es war Juni. Wer heizt denn da? Und hoppla, da ziehen doch sogar dicke Rauchschwaden durch die Marktstraße. Man hätte meinen können, es brennt. Oder räuchert jemand Fisch? Kann auch nicht sein. Bei dem Gestank ist der Fisch sicher nicht mehr genießbar. Aber die Sache hat sich schnell aufgeklärt. Man muss sich eigentlich nur so wie ich beim Löwenbräu an einen Tisch mit Einheimischen setzen und schnell ist man im Bilde über das, was sich im Dorf so tut. Und das war an diesem Tag der Testlauf der alten Fasspichanlage der Löwenbrauerei, mit der am nächsten Tag der “Verein zur Förderung der Fränkischen Bierkultur” (“VFFB”) eine Demonstration des Fasspichens veranstalten wollte, und dabei auch die Fässer aus dem Vereinsfundus pflegen. Fasspichen, dass heißt nämlich Holzfässer mit heißem Pech abdichten. weiterlesen… »

ralf, 12.06.2010, 18:56 | Abgelegt unter: Allgemeines,ralf | RSS 2.0 | TB | 2 Kommentare
ayingerliebhardskellerbier

Schon lange wollte ich auch dieses Bier der von uns wohlgeschätzten Braurei probieren, hat es doch den Ruf eines Klassikers. In den einschlägigen Münchner Gaststätten ist es aber bei weitem nicht so verbreitet wie man meinen sollte. Aber nun hatte ich endlich wenigstens mal eine Flaschenabfüllung stehen sehen.

Für ein Kellerbier ist es recht hell, es hat auch kaum Satz in der Flasche, doch eingeschenkt ist’s schon schön trüb. Der großporige Schaum zerfällt recht schnell. Der Geruch erinnert mich an “Brauerei”, also an Hefe, die arbeitet. So weit ist also alles gut, wie schmeckt’s? Erster Eindruck ist ganz deutlich: es fehlt das Spritzige, Erfrischende, stattdessen schmeckt’s ein bischen abgestanden. Ansonsten aber sehr typisch für ein Kellerbier: Ausgewogenheit der Zutaten, eine runde Milde, nichts, das sich hervortut.

Nicht schlecht, dieser Klassiker, aber die hohen Erwartungen erfüllt er nicht, und ich würde in der Wirtschaft jederzeit das Jahrhundertbier oder das Frühlingsbier (sollte es dieses Wunderwerk mal wieder geben) vorziehen.

Ich habe gerade die volle Ladung einer Erkältung abbekommen. Die Tipps und Sprüche meiner Kollegen waren immer die gleichen: “Trink a warms Bier, und gut!” weiterlesen… »

oliverxt77, 23.06.2010, 18:37 | Abgelegt unter: Allgemeines,oliverxt77 | RSS 2.0 | TB | 4 Kommentare
ustersbacher

Bei meinem gewagten Testeinkauf nach dem Motto “Was gibts hier Neues und Unbekanntes?” im Getränkemarkt fand ich keinen Grund, ausgerechnet diese Flasche nicht mit zu nehmen. Dann allerdings stand sie lange herum, ich konnte mich nicht motivieren, irgendwie sah das doch recht nach Billigbier aus. Die Brauerei Ustersbacher liegt in Augsburgs Westlichen Wäldern, das Bier ist ein Export mit 5,5% alc. – also los, “trau dich”!

Eigentlich ist doch auch alles ganz in Ordnung für ein Export: hell-goldgelbe Farbe, spriztig einzuschenken, allerdings zerfällt der Schaum recht schnell. Ein leichter Hopfengeruch entströmt dem Glas. Im Gaumen ist es erstaunlich weich und cremig, wirklich voll im Geschmack, mit einer leichten, aber nicht zu starken Hopfenbittere.

Gar nicht schlecht! Ein gutes Sommerbier, würde ich sagen.

benhur, 29.06.2010, 22:42 | Abgelegt unter: benhur,Flaschenbier,Schwaben | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Auch wenns schon ein bischen spät ist für dieses Saison-Bier – die Giesinger Biermanufaktur braut in so kleinen Mengen, wenn ein Bier aus ist, gibts einfach mal wieder ein anderes … Neulich hatten sie doch tatsächlich noch einen Maibock! Der ist aber mal eine Erfahrung:

Beim Einschenken hat der Bock eine Optik wie Ananas-Saft: sehr trübe, hellgold, und ist sehr sehr spritzig. Der Geruch erinnert stark an Weissbier, dieses “bananige”, obwohl der Bock untergärig ist. Auch der Geschmack hat so ein bischen was “weissbieriges”, sehr erfrischend, jung, fruchtig. Insgesamt kein Hopfen-, kaum Malz-, vor allem Hefe-Geschmack.

Fazit: paßt vielleicht nicht zu jeder Gelegenheit, aber als sommerlicher Nachtisch hervorragend!

benhur, 30.06.2010, 23:17 | Abgelegt unter: benhur,Maibock,Oberbayern,Privatbrauerei | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare
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