Archiv: Januar 2011
Heute soll ein großes Experiment starten – und ihr könnt live dabei sein!
Man kann sich vorstellen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, wann jemand, der sich so gerne mit Bier und Brauen beschäftigt, plötzlich auf den Gedanken kommt, auch einmal Bier zu brauen. Dieser Gedanke durch verschiedene Stadien gegangen, immer schwankend von “das konnte früher jede Hausfrau” einerseits und “was für eine hohe Kunst!”, und so haben wir uns zunächst nur theoretisch mit dem Bierbrauen beschäftigt: jede Gelegenheit einer Brauereiführung (-> bei Paulaner und bei Kitzmann) wird begeistert genutzt, insbesondere die der Kommunbrauer, das öffentliche Brauen der Uni Erlangen in der Langen Nacht der Wissenschaften, einige Bekannte, die Hausbrauen und uns immer wieder ermutigen, es ruhig mal zu versuchen. Wir schmökern im Internet und in Papierbüchern, z. B. “Gutes Bier selbst brauen” von Hubert Hanghofer. Der letzte Anstoss aber ist Jean Pütz‘ Hobbythek. Wer kann sich noch an diese Popwissenschaftliche Bastelsendung aus den frühen 80ern erinnern? Und oliverxt77 hat tatsächlich Band 7 aufgetan, in dem wunderschön beschrieben wird, wie man mit haushaltsüblichen Mitteln kleine Mengen Bier selbst brauen kann. Und das wollen wir heute “nachbasteln”! weiterlesen… »
Zur Zeit gibts im Giesinger Bierlaboratorium neben der immer gebrauten Erhellung noch Weißbier. Nun bin ich zwar nicht so der große Weißbier-Fan, aber probieren muss ich dieses Bier dann doch, bisher waren ja noch aller Biere dieser kleinen feinen Brauerei ausgezeichnet. Und dann standen da noch ungelabelte “Weihnflaschen” (0,75l), was da denn drin sei, fragte ich. “Weizenbock!” bekam ich zur Antwort. Ja dann, dann nehm ich doch auch welche mit …
Nachdem wir unseren Brauversuch vorgestern wegen fehlender Utensilien abbrechen mussten, kann’s heute endlich weiter gehen. Sofort nach Öffnen der Läden rennen wir in einen Haushaltswarenladen und besorgen uns ein Thermometer. Leider gibt es keine Einmachthermometer mehr, so muss es ein Bratenthermometer tun… weiterlesen… »
Wo wir heute den ganzen Tag Bier gekocht haben, haben wir damit gleich weiter gemacht und zum Abendessen mal dieses Rezept für Altbayerische Biersuppe ausprobiert. Wir haben dazu ein Helles genommen, und zwar ein Tegernseer Helles und eine Untergiesinger Erhellung. Das wird aufgekocht mit Zucker und Zimt, einem Spritzer Zirone und einer Prise Salz, und anschliessend damit eine Mehlschwitze aufgegossen. Darin noch einen Becher Sahne mit einem Eigelb einrühren – fertig. Das Resultat ist eine dick-cremige Speise mit einem erstaunlich intensiven, eher süßlich-herben Geschmack, durchaus vielschichtig und edel. Als Hauptspeise ist sie uns zu süß, aber als “Aperitiv” in einem mehrgängigen Festbankett könnte sie die Schau sein.
| Jan ’11 |
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Am 6. Januar findet auch 2011 wieder das traditionelle Stärk antrinken in Mürsbach nördlich von Bamberg beim Sonnenbräu statt. Nix für Bierwarmtrinker und Stubenhocker!
Ein Teil unseres Blogteams wird sicher wieder dabei sein!
Unser Einkauf führte uns heute zufällig in einen gut sortierten Getränkehandel in der Nähe von Barthelmessaurach – was für ein herrlicher Name! Und so mussten wir die lokale Brauerei Gundel mit den vertretenen beiden Bieren natürlich probetrinken: zunächst ein Zwickelt’s und später zum Essen den Weihnachts-Bock.
Während einer Spazierfahrt durch das immer noch sehr winterliche Umland Mittelfrankens sind mir wieder einmal ein paar außergewöhnliche Flaschenbiere untergekommen. Als Mitbringsel für mich selbst natürlich. Aus der gleichen Lieferung hat ja benur schon übers Gundel berichtet.
Neulich im Getränkemarkt entflammte wieder einmal die Diskussion, daß ich mich doch nun endlich auch an Weizenbiere wagen sollte, wo mir doch in letzter Zeit so viele so gut schmeckten. Also lies ich mich überreden, dieses dunkle Weißbier der Oberpfälzer Bio-Brauerei einzupacken. Da es schwierig sein würde, ein Folgebier zu finden, sowohl für den Fall, daß mir das Weißbier schmeckt, als auch für den gegenteiligen Fall, mußte ich eine Situation abpassen, bei der das Essen zum Dunklen Obergärigen passen würde UND ich bestimmt auch nur 1 Bier trinken wollte. Heute wars auch schon soweit… weiterlesen… »
Was bisher geschah: Wir haben geschrotet, gemaischt, gefiltert, gehopft, gekocht, Hefe gepäppelt und angestellt wie die Weltmeister. Von den angepeilten 4l Würze blieben geschätzte 3l für die Hefe, die 2 Tage lang auch fraß und arbeitete. Dann aber sah unsere persönliche Urlaubsplanung eine Ortsverlagerung vor, und weil wir ja erst 2 Tage später angefangen hatten, mußten die beiden Gärbehältnisse eben mitkommen. Bis wir sie am neuen Ort mit idealer Temperatur abstellen konnten, war der ganze Hefeschaum verschwunden. Ob das “normal” im Zeitverlauf ist, durch die Erschütterung oder Temperaturschwankungen kam – wir wissen es nicht. Wir lagerten die Töpfe noch weitere 4 Tage, aber es sah nicht aus, als würde sich noch etwas tun. Immerhin entwickelte sich langsam ein Geruch, der (entfernt) an Bier erinnert. Die Flüssigkeit wurde immer klarer oben, unten lag der Hefeschlamm. Da es ja normal ist, dass sich nach etwa 6 Tagen die Hefe unten absetzt, entschieden wir uns, heute abzuschlauchen. weiterlesen… »
Auch in den USA gibt es Bier. Sein Ruf ist allerdings nicht gerade so wie der von Deutschen Bieren, oder vielleicht der vom Original Coca Cola aus Atlanta. Da muss ich mich erst mal ganz schön zusammennehmen, dass ich vorurteilsfrei an die Sache ran gehen kann. Und so habe ich dann im Supermarkt beim Anblick der Budweiser-, Miller- oder Michelobkartons eben nicht vom Kühlregal abgewendet und mir die ganze Reihe ganz genau angeschaut. Und da war dann schon ziemlich weit links doch plötzlich ein Karton, der für mich recht interessant und testenswert aussah: “Winter Variety” von “Pyramid Breweries“. Das ist eine Zusammenstellung von vier Bieren für die Winterzeit: einem Hefeweizen, zwei mehr oder weniger normalen Ales, und einem sog. I.P.A, einem India Pale Ale. Wir haben diesen “Seasonal 12 Pack” am 17. Januar erworben. Das passt zeitlich eigenlich ganz gut, weil man da in der Regel an Winter denkt. Ich sage “eigentlich”, weil an meinem derzeitigen Aufenthaltsort in SoCal (Southern California) es nie wirklich Winter wird. Nur der frühe Sonnenuntergang um kurz nach 17 Uhr und die relative Kühle von knapp über 10°C nachts erinnern an das im Jahresverlauf recht frühe Datum. Ich werde die nächsten Abende nach Sonnenuntergang also jeweils mit einem winterlichen Bier vor mir an die Heimat denken und hier einen entsprechenden Bericht geben.