Archiv: Januar 2011
Ich bin immer wieder erstaunt, wie leicht sich in den USA die Kronkorkenverschlüsse öffnen lassen: Einfach aufdrehen, ganz ohne Flaschenöffner – fertig! Vollkommen unspektakulär, nur mit einem leichten Zisch. Aber nun gut, so ist das halt. Und wenn man’s bedenkt auch gar nicht so unpraktisch. Auch für den Hersteller sicher einfacher und billiger als etwa die flaschenöffnerfreie Ploppverschlussvariante.
“Unfiltered Wheat Ale” steht da auf dem Etikett. Also ein unfiltriertes Weizen-Ale. Bei genauerer Betrachtung entdecke ich dann rechts auf dem klein geschriebenen Teil des Etiketts die Worte
MALT BEVERAGE WITH NATURAL FLAVOR
gefolgt von der “Government Warning” zur Gesundheitsschädlichkeit etc. Gestern beim Thunderhead I.P.A. war nur diese Warnung aufgedruckt. Offenbar wird auch in den USA zwischen reinen Bieren und gemixten bierhaltigen Getränken unterschieden. Ich nehme also dann den vorangestellten Getränkehinweis ebenfalls als Warnung mit und öffne den Drehkronkorkenverschluss der Flasche. weiterlesen… »
Die beste Informationsquelle für besuchenswerte Brauereien sind in jeder Gegend die Einheimischen. Diese “locals” habe ich natürlich auch hier in Südkalifornien gleich befragt. Die erste Brauerei, die sie mir darauf genannt hatten, war eine in Escondido CA mit Namen “Stone Brewing Co.” . Lustigerweise kam fast gleichzeitig auch hier im Blog per Kommentar eine Empfehlung für genau diese Brauerei von unserem Leser Barm. Und als ob das nicht schon genug Zufall gewesen wäre, liegt diese Brauerei auch noch von allen mir genannten am kürzesten von meiner Unterkunft entfernt. Also ließ ich mich am frühen Nachmittag von meinem Gastgeber vor der Brauerei in Escondido aussetzen. Er hatte noch einiges privates zu erledigen und meinte, ich würde schon ein paar Stunden lang dort Spaß haben können, bevor er mich wieder aufsammeln kommt. Das würde mein erster Besuch in einer US-Brauerei sein, wusste also nicht so recht, was da auf mich zukommen würde, und so ließ ich es einfach mal geschehen… weiterlesen… »
Nachdem beim Thunderhead I.P.A und beim Apricot Ale von Pyramid Breweries schon klar war, dass diese Biere eher nicht so doll sind, haben wir die letzen beiden aus unserem 12 Pack einfach in das Proviantpaket für unser Camping Wochenende in Las Vegas mit eingepackt, hauptsächlich, um die Biere zu “entsorgen”. Sie testen und darüber berichten wollte ich aber schon. weiterlesen… »
Nach dem Reinfall mit dem 12 Pack von Pyramid Breweries sind wir etwas vorsichtiger geworden und haben für die Heimverkostungen nur noch ein 6 Pack gekauft. Mir ist bei meinen Besuch bei der Stone Brewery in Escondido sowie beim Studium der diversen Kühlregale in den Liquor Stores schon aufgefallen, dass hier in den USA sehr viel mit Aromahopfen gespielt wird. In Reinform habe ich diese noch nicht kennengelernt, sehr wohl aber schon einige Namen, und davon sind laut Etikett im Ranger IPA die Sorten Simcoe, Cascade und Chinook enthalten. Cascade kenne ich doch schon ein wenig, denn dieser Aromahopfen soll im Schneider Tap 5 – “Meine Hopfenweisse” verwendet werden. Und genau dies war dann der Grund, warum wir zum New Belgium 6 Pack gegriffen haben. Und diesmal war es auch tatsächlich nicht der Griff in die Porzellanschüssel.
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Las Vegas – auch hier gibt es inzwischen diverse Microbreweries, bzw. deren Biere. Nicht alle Microbreweries, die man über Google unter “Microbrewery Las Vegas” findet, brauen auch in Las Vegas. Die erste, die ich mir ausgesucht hatte, Gordon Biersch, braut z.B. in San Diego. Aber eine, die “Las Vegas based” sein soll, ist die Sin City Brewing Co. Also haben wir uns von unserem Campingplatz aus auf die Suche nach einem “Brauereiausschank” gemacht, “Bar” heisst das dann in Vegas. Unser Navi hat uns den “Strip” entlang bis zum namhaften Casino “Flamingo” geführt. Innen mussten wir uns erst an den Spieltischen entlang durchfragen, bis wir durch das Casino durch waren und hinten in einem Gang mit allerlei Shops schließlich an der Bar der Sin City Brewing Co. angelangten. Vier Biersorten waren da an einer Tafel angeschrieben. Der Barkeeper hat uns aber vor der Bestellung umsichtig noch auf das fünfte “Seasonal Beer” aufmerksam gemacht, das wir auch sofort bestellten. Fünf Biere an einem Abend in Vegas, das sollte sich schon machen lassen. weiterlesen… »
| Jan ’11 |
| 25 |
| 17:15 |
Im ZDFneo kommt um 17.15 Uhr ein 15 minütiger Bericht übers Bierbrauen in Kamerun: Begeisterung für Deutsches Bier. Bestimmt sehr unterhaltsam! Allerdings gibts wenig Vorabinfo.
Die US-Biere habe ich bisher als sehr geschmacksintensiv kennengelernt. In erster Linie auf der Seite des Hopfenaromas, aber auch mit dem Malz wird hier nicht gegeizt. Weil gerade so stark gehopfte Biere in Deutschland noch nicht sehr verbreitet sind, genieße ich das Hopfenabenteuer sehr. Ein local von hier meinte, dass gerade die Microbreweries sehr intensiv hopfen, “they tend to over-hop their beers, and they are trying to be ‘artists of hops’”. Und ich kann das nur bestätigen, im positiven Sinn. Gerade die IPAs mit ihren extrastarken Hopfengaben können ein wahres Erlebnis sein. In Escondido bei Stone Brewing hat mir ein local die Brauerei “Green Flash” ans Herz gelegt, speziell das “Double Stout”. In einem Liquor Store in Ramona, CA haben wir einige Sorten von Green Flash entdeckt. Ich habe mich allerdings statt für das Stout für das WEST COAST IPA entschieden, weil das sagenhafte 95 IBU Hopfengabe enthält, und ich noch ein bisschen in den Hopfenkunstwerken schnuppern und schmecken möchte, bevor ich über die dunklen Ales und Stouts herfalle.
Muss bei einer Reise nach USA auch erwähnt werden.
Bei Bud geht es weniger ums Bier als um das drum herum. Das passte bei den Monster Jam Trucks im Angel Stadium in Anaheim. Das wäre dann auch schon alles, was es hierzu zu sagen gibt. Vielleicht sollte ich aber noch auf die Preise des “Edel”wassers aufmerksam machen: siehe Foto unten
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Während meines Aufenthalts hier in den Staaten hat mir benhur von zuhause per Kommentar einen Forschungsauftrag mitgegeben: Ich solle das Anchor Steam Beer aus San Francisco testen, falls es dieses Bier noch gibt. Und tatsächlich hatte ich keine große Mühe, mir ein paar Probefläschchen zu beschaffen, denn das Bier ist offenbar noch sehr verbreitet. Jedenfalls war es in jedem Liquor Store, den ich besuchte, in ausreichender Menge vorhanden. Seltener in Einzelflaschen als gleich im Viererpack oder noch größer. Wir haben bei der nächsten Gelegenheit also gleich so ein Gebinde mitgenommen, das dann aber ob der sagenhaften Biervielfalt in den Staaten erst ein paar Tage im Kühlschrank auf mein tasting warten musste.