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feine Biere, wo und wie wir sie am liebsten haben

altmühlfranken, Der starke Süden

 Zur Zeit gibt es im Handel ein Sortiment mit Vertretern der Brauereien unserer Heimatregion, ganz im Süden Frankens. Biertechnisch sicher nicht so berühmt wie andere fränkische Regionen, aber man sollte sie und die Brauereien trotzdem nicht übersehen. Wir haben uns daher ein paar Kartons besorgt und stellen euch hier so nach und nach die Brauereien bzw. ihre Biere daraus hier vor. 

 Drin sind neben einem hübschen 0,3l-Glas und einem Flyer, der alle Biere vorstellt, 7 Biere aus den 7 Brauereien der Region:

Das Wettelsheimer Märzen der Brauerei Strauß haben wir hier schon oft gelobt, für uns ist es eines der besten Märzen überhaupt! 

Auch das Landbier Dunkel vom Hechtbräu trinken wir immer wieder gern. Es ist ein klasse Vertreter seiner Art und hat uns seinerzeit überhaupt auf Bernhard Hecht und seine wunderbaren Sude aufmerksam gemacht.

 Von der Schloßbrauerei Fürst Carl, auch eine von uns sehr geliebte Braustätte, ist zwar nicht unser Lieblingsbier dabei (es soll ja kein nur saisonal zu bekommendes sein), aber das Export Schlossgold haben wir auch schon mal vorgestellt. Ergänzend sei hier nur gesagt, trinkt es nicht zu kalt, dann zeigt es eine schöne Cremigkeit und Weichheit, trotz reichlich Kohlensäure. 

 Vom Felsenbräu ist das Original 1516 dabei, ein Helles, das vermutlich auch erst seit letztem Jahr so heißt. Es leuchtet schön rotgold, leider hält sich der tolle Schaum nicht so lang.
Ich finde es nett malzig, nicht süßlich, eher würzig und durchaus süffig. Es passt allerdings nicht so recht zu meiner Brotzeit, dafür ist es zu eigen. Aber statt einer Brotzeit, das isses! 

 Die Brauerei Wurm, die ja sogar eine eigene Mälzerei hat, ist mit ihrem Hefeweizen vertreten. Es perlt stark beim Einschenken, hat einen interessanten, großporigen Schaum, und einen wunderbar fruchtigen Duft! In der Flasche ist nicht sehr viel Hefe drin, gerade so, dass es nicht mehr als Kristall durchgehen kann, finde ich. Da ich nicht sehr oft Weizen trinke, kann ich es nun nicht so sehr mit anderen fränkischen Weißbieren vergleichen, aber ich mag seine Spritzigkeit, die überwiegend zitrusfruchtigen Noten (nicht immer diese Banane, das macht so satt), und überhaupt, die Leichtigkeit ohne leer zu wirken. Doch, das taugt mir als Sommerbier sehr!

Die Ritter St. Georgen Brauerei nennt ihr Helles stolz „Der Ritter„, das klingt gut und das blaue Etikett ist auch irgendwie auffällig. Heut paßt mir das Versprechen nach einem mild gehopften Hellen.
Es ist schön goldgelb im Glas, aber perlt recht stark, und ist auch so treibend beim Schlucken, das finde ich etwas schwierig. Gleichzeitig ist es aber auch schön cremig und hat einen malzigen Körper. Es ist wirklich mild gehopft, jedenfalls nicht bitter und auch so wirken die Malzaromen viel deutlicher. Mir ist es aber einfach zu viel Kohlensäure, ich kann den Geschmack damit gar nicht richtig genießen.

Aus der Kreisstadt Weißenburg ist die Brauerei Sigwart mit ihrem Hellen vertreten. Das Kirchweihfestbier hatte ich ja schon mal besprochen, und irgendwie paßt das Helle recht gut dazu: die goldgelbe Farbe (besonders im Vergleich zum Ritter gestern) schon etwas mehr ins bernsteinfarbene gehend, der Schaum leider schnell zerfallend und nur eine sehr zarte Duftnote nach Bier und Getreide. Im Antrunk dominieren eindeutig die Malzaromen, weich und getreidig. Es perlt gerade genug, um erfrischend zu sein, im Abgang klingt der kräftige Körper ebenfalls eher mit Getreide-Aromen aus als mit Hopfen. Süffig, und irgendwie „urig“ – es erinnert mich daran, wie ein Helles früher, also in den 80er und frühen 90er Jahren, bei uns in der Gegend schmeckte. Mir gefällt’s!

Fazit:

Eine Craftbeer-Selektion ist das nicht, aber einen Querschnitt durch die südliche fränkische Landbier-Landschaft, das bekommt man mit dem Paket, und merkt daran, wie unterschiedlich sogar ganz traditionelle fränkische Landbiere schmecken können. Wer also die Brauereien noch nicht kennt, sollte das Paket als Ersatz für eine Rundfahrt mit 7 Einkehrschwüngen durchaus in Betracht ziehen. Und danach doch noch die Rundfahrt planen, denn die Gegend lohnt sich und jede der Brauereien hat ja auch noch ganz andere Sachen auf Lager!

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Donnerstag, 1. Juni 2017 und wurde abgelegt unter "benhur, Franken, Privatbrauerei". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen. Pingen ist zur Zeit nicht erlaubt.

1 Kommentar

  1. Hans sagt:

    Schöner Artikel über kleinere Braukunst. Diese Biersets sind mittlerweile ein Riesenmarkt geworden 😀 Auch wenn Craft Beer ja eher klein ausgelegt ist…

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