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Giesinger: Federweisse

Was soll das denn sein, muss ich das probieren? dachte ich mir, als ich zum ersten mal von der Federweissen las. Aber klar, es handelt sich nicht um ein Traubenprodukt, bei Giesinger gibt’s BIER! Also habe ich mich sehr gefreut, die Einladung zur Vorabverkostung des neuen Collaboration-Suds zu bekommen. Denn dieses Bier ist wieder ein Produkt für die Lange Nacht der Brauereien und daher auch unter Mitwirkung von mehr oder weniger allen Beteiligten entstanden. Verderben nun viele Köche den Brei oder wird’s durch Teamwork erst richtig gut? 

Der neue Stehausschank war schon fast fertig: die Bar, die Empore, schön auch die rohen Mauern und die langen Fenster, „Stehtische“ mit hohen Hockern, Platz auf der Bühne (die etwa 2x wöchentlich bespielt werden soll), … und das geilste: zwei 1500l-Tanks mit Direktverbindung zum Zapfhahn! Das macht echt was her und sorgt für Durchsatz, also ich freu mich auf die Eröffnung. Zumal man hier nicht wird reservieren können, also immer die Chance auf einen Platz bekommt. Und es 8 Zapfhähne gibt, wo auch immer was von befreundeten Brauern mit drauf sein soll.

Aber zum Bier, denn eigentlich sollte ja das und nicht der Raum vorgestellt werden:

Der Name verrät eigentlich, dass es sich um ein „leichtes Weizen“ handelt – aber natürlich nicht einfach klassisch bayrisch. Ein Session-Bier, mit 3 Malzen (Pilsner, Cara-Amber, dunkles Weizen) wird 3,1% alc. erreicht; reichlich Hallertauer Tradition im Heißbereich und eine späte Gabe im Whirlpool von Mandarina Bavaria und Callista zu gleichen Teilen sorgen für den ungewöhnlichen Geschmack. Mit der WB-06 wurde eine normale obergärige Hefe verwendet, die ordentliche Trübung produziert. Produktionsleiter Martin empfahl unbedingt, dieses Bier gut gekühlt zu trinken und servierte es bei ca. 5 Grad!

Schön orange leuchtend und dabei durch und durch trübe erinnert es eher an ein NEIPA als an ein Dunkles Weißbier. Der Schaum ist  wunderbar türmend, spritzig perlt die Kohlensäure. Trotz dichtem Schaum riecht man frische, hefige Aromen, fruchtig auch, irgendwie ziemlich roh und direkt. Später, wenn es nur ein klein wenig wärmer wird, kommt hier noch viel mehr Fruchtaroma durch, und auch Malz-Düfte sind dann gut erkennbar. So kalt aber finde ich den Antrunk etwas irritierend: kalt und trocken nämlich, ein bisschen so als würde man an kaltem Metall lecken. 38 IBU sind ja auch ein wenig mehr als das durchschnittliche Weizen.

Ich warte einfach ein ganz kleines Weilchen und merke dann bei jedem Schluck mehr Fruchtigkeit, mehr Malzaromen, aber auch mehr Bittere – und niemals auch nur eine Spur von Süße, trotz des deutlichen Malzes. Niemals aber hat man das Gefühl, hier ein dünnes Bier im Gaumen zu haben, nur am Ende des Abends merkt man, mehr vertragen zu haben als erwartet 😉

Fazit: Anders, überraschend, und richtig was zum Entdecken! Ich mag das Spiel mit der Temperatur, das kräftige Mundgefühl ganz ohne kräftigen Alkohol. An die Bittere muss man sich gewöhnen…

 

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Montag, 17. Juli 2017 und wurde abgelegt unter "Bayern, benhur, Privatbrauerei, Weizenbier". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen. Pingen ist zur Zeit nicht erlaubt.

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