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Am Dreikönigstag konnte ich endlich das legendäre oberfränkische Bier-Brauchtum “Stärk´ antrinken” live miterleben! Für Bier-Liebhaber verbindet sich da die Brauchtumspflege, das “Event” und der Genuss von leckerem Bier traditioneller Kleinbrauereien auf das vortrefflichste. Damit unrustikale “Weichwürste” von dieser Tradition ferngehalten werden, findet das Ereigniss in der Regel im Freien statt. Dies begrenzt auch die Menge an Bier, die (bevor sie im Krug festfriert) dabei eingenommen werden kann. Ich habe diesem Brauch nun im idyllischen Mürsbach bei Bamberg beigewohnt, im “Biergarten” der Privatbrauerei Zur Sonne der Familie Schmitt. weiterlesen… »
“In Spalt, in Spalt, dou wern die Leit gor alt. Sie kenna nix dafier, dös macht ös goute Bier” So stehts auf der Rückseite der grünen “Essigflasche” des Spalter Premium Pils Nr. 1. Der Fachmann weiss ja, das Spalt die Heimat des weltberühmten Aroma-Hopfen ist und als Franke kenne ich alle Spalter Biere als sehr hopfig; drum bin ich sehr gespannt auf das Bier “nach Pilsner Art”.
Heute will ich mal den “kleinen” Partner des legendären Gutmann Weizenbieres vorstellen: das “Gutmann leichtes Weizen”. Bereits auf der Flasche kann man den roten “Warn-Hinweis” gut erkennen (wichtig, denn das Etikett ist ansonsten ziemlich identisch mit dem “schweren” Weizen). Obwohl ein sogenanntes “leichtes” (also alkoholreduziertes) Bier, ist das Gutmann leicht mit 3,1% Alkoholanteil keinesfalls auf die leichte Schulter zu nehmen. weiterlesen… »
Beim letzten Bierkauf (Kellerbier der Rother Stadtbrauerei) habe ich wieder mal ein mir bisher unbekanntes Bier als “Dreingabe” erhalten: Pyraser Angerwirts Weizen.
Die fränkische Landbrauerei Pyras wurde 1870 von Johann Adam Bernreuther -dem “Angerwirt”- gegründet und existiert seither als Familienunternehmen in zehnter Generation. Obwohl es sich damit eindeutig um ein “fränkisches” Bier handelt, wurde die Flasche leider mit einem bayrischen weiss-blauen Rautenmotiv verschandelt. Skeptisch macht mich ausserdem der -gemeinhin mit Billig-Bieren in Verbindung gebrachte- Schraubverschluss.
Seit ein paar Wochen steht schon eine Flasche “Erdinger Urweisse” bei mir rum – als Grossindustrie-Bier verschrieen, trau ich mich nicht so recht ran…Aber die Flaschen-Aufmachung (in der traditionellen “Maurer-Flasche” mit dezentem Aufdruck) macht mich dann schon auf den Inhalt neugierig. Heute musste der Test also mal sein. Beim Einschenken erst mal ein positiver Eindruck: sehr schöne Bernstein-Farbe, stabiler, feinporiger Schaum, wenige grobe Hefeflocken, aber gleichmässig trübe Mischung im Bier… weiterlesen… »
bevors zu spät ist: hier mal der Test eines sog. “Winterbiers”.
Das Weltenburger Kloster Wintertraum ist ein Saisonbier, ähnlich wie die Märzen oder Festbiere, die nur zu speziellen Anlässen gebraut werden. Es stammt von der berühmten Klosterbrauerei Weltenburg (gegründet 1050), wird nur zur Weihnachtszeit verkauft und hat -laut Etikett- 5,4% vol. Alkohol.
Heute will ich mal ein paar mehr oder weniger stilgerechte Behälter vorstellen, aus denen der kultivierte Mensch das obergärige Weizen- oder Weißbier (so heißt das Weizen in Oberbayern, und nur dort!) zu sich nimmt.
Fast allen Weizengläsern ist gemeinsam, dass sie -verglichen mit den eher schlichten Bier- oder “Helles-”Gläsern- sehr schlank und hoch sind, mit mehr oder weniger ausgeprägter Tulpe (die Erweiterung oben, damit man die Nase ans Bier kriegt). Dies dient dazu, dass die CO2-Perlen (das Gas entsteht bei der Gärung) langsam nach oben steigen können und das Bier lange spritzig bleibt. Die extremste Tulpenform (unten sehr schmal und oben eine weite Öffnung) hat sicher das moderne Erdinger-Glas; die klassichen Gläser für leichte Weizen (z.B. Gutmann leicht) sind gerader und wirken schlanker.
Heute möchte ich euch mal mein Lieblingsbier (seit über 20 Jahren!) vorstellen:
Gutmann gutes Hefeweizen
Es handelt sich um ein sehr hefehaltiges helles Weizenbier (nicht: Weißbier!) aus der Privatbrauerei Gutmann aus Titting (im Altmühltal, allerdings -sorry, Franken!- im Regierungsbezirk Oberbayern). Die Familie Gutmann braut seit 1855 im Wasserschloß in Titting verschiedene Biere; nur ihr Weizenbier hat -aus gutem Grund!- überregional einige Bedeutung erlangt. Die Brauerei selbst ist wesentlich älter, sie wurde 1707 von Fürstbischof Johann Anton I. Knebel von Katzenellenbogen (echt, der hiess so!) eingerichtet. Mehr darüber könnt ihr auf der Homepage der Brauerei lesen: www.brauerei-gutmann.de
Nun aber zum Bier: