Kategorie: Bockbier
Nürnberg – das bedeutet für mich immer einen Abstecher zur Hausbrauerei Altstadthof. Dieser Ausflug hat sich heute für mich in zweifacher Weise gelohnt: Pünktlich zum Advent gibt es seit dieser Woche in der Hausbrauerei Altstadthof in Nürnberg zwei starke Neuheiten aus Rotbiermalz:
Einen Rotbierbock – erstmalig im Ausschank.
Ayrer’s Red Single Malt Whisky – ein Single Malt Whisky aus Rotbiermalz, in der vom Altstadthof gewohnten Bio-Qualität, und damit der erste deutsche Bio-Whisky überhaupt.
Nachdem ich heuer schon das “Pilsissimus” vorab verkostet hatte, war es klar, dass ich das auch mit dem Bockbier der Forschungsbrauerei gerne machen würde, dem “Blonden Bock” oder auch genannt “Sankt Jakobus”. Gestern war es so weit. Etwa sieben Wochen alt war der Bock da schon.
“Schon” – das muss man aber relativ verstehen. Das Pilsissimus, das Helle Export der Forschungsbrauerei, aber nicht nur von der Forschung, sondern ganz allgemein jedes Export, hat damit in der Regel schon seine volle Reife erlangt. Anders das Bockbier.
Am Abend des Josefstags 2011 ging es dann (wie befürchtet
) im Bräustübl beim Bockbierfest richtig zur Sache. Das ganze Blogteam samt Anhang war anwesend, sowie zwei Bierpilger und Freunde des Blogs aus München. Wir durften sogar am Braumeistertisch sitzen und bekamen so noch einiges an Zusatzinformation zum Josefibock: Seine angenehm geringe Süße rührt daher, dass das Bier endvergoren ist, wie Stefan Mützel uns erklärte. Das erklärt wohl auch, warum der Bock trotz seiner “nur” knapp 17,5% Stammwürze (also gerade noch kein Doppel-Bock) erstaunliche 7,5% vol. alc. erreicht. Stefan nannte das dann ein
schlankes endvergorenes Bier.
Bisher hatte ich den Frühlingsanfang immer in meiner Münchner Lieblingsbrauerei begangen. Mit einer Anstichzeremonie am Freitag Vormittag, und dann mit einem rauschenden Fest am Abend sowie an den beiden Folgeabenden. Wichtig war, dass die Brauerei wieder ihre neue Saison eröffnet hatte, und dass es endlich wieder vernünftiges Bier zu trinken gab, Bockbier in diesem Fall. Der Eröffnungstermin war dann, sofern dies schon in der Fastenzeit war, das erste Märzwochenende, manchmal das letzte im Februar. Den Josefstag hatte ich in dieser Zeit nie so richtig zelebriert, bestenfalls am Rande wahrgenommen. Heuer aber ist alles anders. Meine Lieblingsbrauerei hat nicht mehr aufgemacht, und so bin ich frei für neues. Und da gab es in Ellingen bei Weißenburg in Bayern – korrekt aber in Franken! – etwas zu erleben, das sogar für Ellingen neu war: Einen Josefibock-Anstich (nicht neu) am Josefsbrunnen (ganz neu!
).
Neulich im Getränkemarkt entflammte wieder einmal die Diskussion, daß ich mich doch nun endlich auch an Weizenbiere wagen sollte, wo mir doch in letzter Zeit so viele so gut schmeckten. Also lies ich mich überreden, dieses dunkle Weißbier der Oberpfälzer Bio-Brauerei einzupacken. Da es schwierig sein würde, ein Folgebier zu finden, sowohl für den Fall, daß mir das Weißbier schmeckt, als auch für den gegenteiligen Fall, mußte ich eine Situation abpassen, bei der das Essen zum Dunklen Obergärigen passen würde UND ich bestimmt auch nur 1 Bier trinken wollte. Heute wars auch schon soweit… weiterlesen… »
Während einer Spazierfahrt durch das immer noch sehr winterliche Umland Mittelfrankens sind mir wieder einmal ein paar außergewöhnliche Flaschenbiere untergekommen. Als Mitbringsel für mich selbst natürlich. Aus der gleichen Lieferung hat ja benur schon übers Gundel berichtet.
Neulich war ich mal wieder in einer erklärten Ayinger-Kneipe und konnte doch der Versuchung widerstehen, ein Jahrhundertbier zu nehmen – weil es nämlich einen Weizenbock gab, der sonst eher selten in Gasthäusern angeboten wird. Nun bin ich ja noch immer nicht ganz zum Weißbiertrinker geläutert, aber wenn’s doch gleichzeitig ein Bockbier ist …
Tatsächlich ist das Bier für alle Sinne interessant: zunächst ein sehr schöner Schaum auf trübem Gelb; dann ein Geruch, der ein wenig verwirt: nach Weißbier, ja, aber irgendwie auch wieder nicht; und letztlich ein Geschmack, der scheinbar ebenfalls zwei Welten zu vereinen scheint: das hefige obergärige eines Weissbiers (wie angenehm: nicht so bananig) mit dem würzigen eines etwas mehr gemalzten Spezialbieres. Es fehlt mir zwar die Geschmeidigkeit, aber Komplexität ist ja auch eine sehr schöne Genuß-Erfahrung!
Zugegeben, am meisten hat mich das dunkelbraune Etikett mit dem Bock der Bügelflasche dazu bewegt, zwei Flaschen des Bockbieres der Kulmbacher Brauei einzukaufen. Der oberfränkische Konzern wird auf Wikipedia gut beschrieben.
Mit einem beeindruckendem “Plopp” springt der Bügel zur seite. Und schon strömt mir sehr angenehmer Hopfenduft entgegen. Hoffentlich war das nicht schon alles!?
Dichter, feiner Schaum der lange stehen bleibt. Bierglasflaschige Farbe, wie auf dem Bild schön zu sehen ist. Alles richtig toll. Sehr malzbetont und kräftig ist der erste Antrunk. Das hopfige kommt sehr angenehm im Gaumen zur Geltung. Ich bin echt begeisert! Da werde ich mir noch ein paar Flaschen organisieren. Oder doch gleich eine Tour nach Kulmbach planen.
Prost!
Mit Ostern, bzw. eigentlich ja schon mit dem Beginn der Karwoche am Palmsonntag endet in der Regel die Starkbierzeit in Bayern. Mein Bruder hatte aber noch ein paar Restflaschen vom Kaltenberger Ritterbock im Keller, über die ich mich dann am Ostersonntag noch schnell her gemacht habe – für meinen letzten Test eines dunklen Doppelbocks in der Saison 2010. Mit 9% vol. alc. war das dann auch der stärkste, den ich heuer probiert habe. Aber halt! Doppelbock stimmt ja gar nicht. Über 20° Stammwürze hat der Kaltenberger Ritter laut Etikett und darf sich damit sogar Dreifach-Bock nennen!
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Die Weihnachtszeit (“staade Zeit”) hält viele schöne, ruhige (Abend-)Stunden bereit, in denen man gerne auch einmal ein etwas stärkeres Bier geniessen kann. Als Weizenbier-Trinker greife ich dann zum Gutmann Weizenbock. Er hat mit 7,2% Alkohol nicht allzuviel “Umdrehungen” (kein Vergleich z.B. zu den berüchtigten Doppelbock-Spezialitäten wie Schneiders Aventinus), ist aber deutlich mehr “Essen” als “Trinken”. Für den Durst absolut die falsche Wahl, aber als Nachtisch schlägt er das Tiramisu um Längen! weiterlesen… »