Kategorie: Fassbier
Wer in Nürnberg ein gutes Bier trinken möchte, hat es in der Tucher-Wüste fast so schwer wie die Münchner mit ihren Inbev-Großbrauereien. Aber nur fast. Es gibt auf Nürnberger Stadtgebiet zwar genauso wie in München keine größere Brauerei mit nennenswert gutem Bier (die Münchner Augustiner Brauerei lasse ich hier mal außer Acht). Dafür aber gibt es in Nürnberg aber einen “Geheim”-Tip, wo man täglich exquisite feine kleine fränkische Biere trinken kann, und das sogar von Fass, ganz wie in der guten alten Zeit.
Die traditionelle Heilig-Drei-König-Ausfahrt meines Stammtisches führte uns durch die Fränkische, und Schlag zwölf fuhren wir durch Hetzelsdorf und verspürten Hunger und Durst, was für ein glücklicher Zufall. Denn hier gibt es zu den leckeren Schäufele das passende Bier!
Auf meinem persönliche Siegerpodest der Biere tummelt sich neben meinem “zu jeder Brotzeit könnt ichs trinken” Lieblingsbier ganz sicher auch das Seelmann-Helle, dass man nur in der Wirtschaft in Zettmannsdorf genießen kann. Als vor 2 Jahren der Wirt starb, schloss die Brauereiwirtschaft, aber im Sommer 2007 hat der Bruder wieder zu brauen begonnen und auch die Wirtschaft wurde wiedereröffnet – War das eine freudige Überraschung! Als ich jedoch endlich hin konnte, um zu schmecken, ob das neue Seelmann auch so gut ist wie das alte, konnte mir der Wirt aber nur irgendein Flaschenbier geben, die Zapfanlage war kaputt! Das ist natürlich fatal bei einem Brauer, der gar nicht in Flaschen füllt.