Kategorie: Pils
Ralf hat ja schon mal die Geschichte vom “Respekt-Bier” erzählt, in der sich ein Paulaner Doppelbock gegen das Einbecker Bockbier in meiner vorübergehenden Heimatstadt im Norden Respekt verdienen musste. Nun verbrachte ich ein Wochenende im Umfeld von Göttingen, und das dort servierte Bier war quasi ein lokales, nämlich aus Einbeck. Nun rühmt sich die Brauerei Einbeck ja damit, die Erfinder des Bockbieres zu sein, aber leider gabs nur Pils in niedlichen kleinen Fläschchen, und zwar das Brauherren Pils.
Die heutige St.-Patricks-Parade erforderte vor dem Mit-Laufen noch eine kleine Stärkung, und da bot sich eine nette Kneipe mit Maierbräu an. Im Angebot standen die beiden gängigen Sorten Helles und Pils, in der Gruppe nahmen wir natürlich beides. Wenn sich die Gläser nicht unterschieden hätten, hätten wirs kaum unterscheiden können! Beide Biere sehr, sehr hell und mit einem steifen Schaum. Klar, das Pils perlt natürlich mehr.
Als zweites Bier aus meiner winterlichen Flaschenbierprobenserie gab es heute ein von weit her angereistes Bier: Moritz Fiege Pils aus Bochum. Es kommt in einer braunen Bügelverschlussflasche mit in dunklem Grün gehaltenem, relativ schlichtem und gar nicht marktschreierisch gestaltetem Etikett daher. Auf der Rückseite ist in auffällig roter Schrift ein Servierhinweis aufgedruckt:
Ideale Trinktemperatur 6° – 8°C
Bis ich nach der Entnahme aus dem Kühlschrank meine Fotoausrüstung fertig hatte und das Biertagebuch vorbereitet war, dürfte dies einigermaßen gepasst haben. Das Trinkerlebnis, das mir während der Probe beschert wurde, schien dies jedenfalls zu bestätigen.
Bei “KöPi” fällt mir sofort und zuallererst ein toller Bildschirmschoner ein, den es zu Windows3.11-Zeiten gab, der damals Maßstäbe setzte in Punkto Auflösung und Echtheitsfaktor: Während man zuguckte, wie ein Pils eingeschenkt wurde, das Gluckern hörte, und schliesslich langsam aussen am Glas die Tropfen herunterrannen, rann einem schon der Speichel aus dem Mund, besonders an heissen Tagen im Büro… weiterlesen… »
Was macht ein Braumeister am Sonntag, wenn er frei hat? Er geht aus um – na was wohl – ein Bier zu trinken. Natürlich nicht sein eigenes, das kennt er ja schon, sondern er probiert, was die Konkurrenz so kocht. Und so ein Bräuer aus Franken hatte neulich an einem Sonntag Nachmittag das Geheimnis des Unterschiedes zwischen Pils und Hellem auf völlig unerwartete Weise auch für sich neu erfahren.
Bei meinem letzten Besuch in Franken erzählte der Bräuer mir nämlich folgende (wahre!) Geschichte:
Da bin ich immer noch am schwärmen vom Hopfazupferbier aus Scheyern, als ich doch glatt bei mir in den umliegenden Bierabteilungen dieses Hopfenpflücker Pils entdecke. Sofort hat mich dieses Bier in seinen Bann gezogen, und wir gingen nach Hause. Beim Abendessen habe ich dann die erste Flasche geöffnet. Ein deutlicher, aber nicht aufdringlicher Hopfenduft steigt mir in die Nase und beim ersten Schluck glaube ich die Hopfendolden zu spüren. Ich stelle mir den Hopfenvorgarten von Pyraser vor. Seht dazu auch den Bericht von Pyraser selbst! Ein tolles Erlebnis! Ein ungemein frisches, junges Pils. Das mag auch am Mineralwasser, mit dem es gebraut wurde liegen.
Ab sofort ist dieses Pils die Nummer zwei, nach dem Scheyerner Hopfazupferbier (vom Fass)! Mal sehen, ob ich es nächstes Jahr auch in Pyras direkt bekommen kann…
Prost!
Diese Woche kam ich in den Genuss einer 2tägigen Schulung. Und da “wir” in Ettlingen so ein schickes Gebäude haben, finden alle in-house-Schulungen also dort bei Karlsruhe statt. Münchner Kollegen wollten wissen, dass es dort eine Hausbrauerei gäbe, wie praktisch. Tatsächlich, eine schnelle Recherche bei Google brachte gleich die benötigten Information, und auch die Schulungskollegen waren mit meinem Vorschlag einverstanden, dort weiter zu lernen. weiterlesen… »
Ein lieber Leser hat mir eine Kostprobe aus dem Norden mitgebracht: Von der Mecklenburgischen Brauerei Lübz. Die Lübzer Brauerei ist wie viele andere inzwischen von einem Großkonzern übernommen worden, der aber die Marke weiter vertreibt. Der Carlsberg Konzern aus Dänemark ist es in diesem Fall. Nach einem Blick auf die Homepage der Lübzer Brauerei scheint aber das Bier immerhin noch vor Ort an der alten Braustätte hergestellt zu werden. Das ist nicht selbstverständlich. Viele dieser Großkonzerne drucken nämlich nur den Markennamen, dessen Rechte sie mit übernommen haben, auf die Flasche. Hier ist das offenbar nicht so. Entsprechend gespannt war ich auf den Flascheninhalt. weiterlesen… »
Nachdem ich nun ja etwas das Vertrauen ins norddeutsche Bier verloren hatte (siehe Kommentar zum Astra-Artikel) und die süddeutsche Auswahl im Supermarkt auch nicht besser ist (neben Öttinger auch Paulaner oder Löwenbräu, Pest oder Cholera?) wandte ich mich den “Ausländern” zu: Tschechien ist doch berühmt für sein Bier! So fand das importierte Staropramen aus Prag seinen Weg in mein Hotelzimmer. Die grüne Flasche paßt zwar zum Label, wird von mir aber als deutliches Qualitätsmanko empfunden. Beim Öffnen roch das Bier kräftig nach Pils, und zwar nicht nach bitter-herbem norddeutschen, sondern nach würzig-herben Tschechischen, sehr vielversprechend. Beim Eingiessen jedoch wurde ich wieder enttäuscht: sehr hell, farblos, künstlich wirkender Schaum, der auch schnell zerfiel, und, tja, der Geruch war weg. Und schließlich, beim Trinken: der Geschmack war wohl nie da! Nein, von dem Bier hatte ich mir mehr erwartet, das wird auch nicht mehr gekauft!
Ja, zumindest dem unbedarften Exil-Franken fällt beim Stichwort “Bier aus Hamburg” eigentlich sofort Astra ein. Es hat ja ein wenig den Ruf eines Proll-Bieres, aber wo ich nun schon mal hier bin, opfere ich mich und teste eins
! Ach, und dann steh ich da im Supermarkt und es gibt zweierlei in diesen witzigen (immerhin nicht grünen) Stumpen-Flaschen, nun muss ich also auch noch 2 trinken. Und dann gibt es anläßlich des 100jährigen Geburtstags von Astra auch noch 6 Stadtteil-spezifische Labels auf der Buddl! weiterlesen… »