Kategorie: Rauchbier
Zum Weihnachts- und Silvestertreff der zentralfränkischen Delegation des Blog-ums-Bier-Teams habe ich wieder einmal ein paar ganz besondere Spezialitäten eingekauft. Angeregt durch meinen Besuch im Landbierparadies Fürth habe ich mich auf die Suche nach diesem leicht rauchigem “Schlückla” gemacht. Fündig wurde ich natürlich gleich bei meinem Getränkeladen um die Ecke… weiterlesen… »
Aus der kleinen Giesinger Hausbrauerei hatte ich ja bereits über das Kellerbier berichtet, nun stand das Rauchbier zum Test an. Dazu unbedingt die Vorbemerkung, daß ich eigentlich kein Rauchbier mag, jedenfalls nicht, wenn es allzudeutlich rauchig schmeckt; trotzdem hatte ich mir damals eine Flasche mitgenommen, denn ich wollte schon alle beiden verfügbaren Sorten probieren. So ging ich durchaus mit Skepsis an diese Aufgabe, aber auch mit Spannung und Vorfreude, denn das Kellerbier war ja eine regelrechte Erleuchtung, äh, Erhellung!
Da komme ich jetzt schon mehr als zwölf Jahre lang regelmäßig zum Schlenkerla und dachte echt, ich kenne schon alles. Denkste.Das Bamberger Bierreich ist immer wieder gut für Überraschungen. Denn heuer zur Fastenzeit fiel mir zunächst am Eingang zum Schlenkerla und dann auch gleich in der Schankstube ein Hinweisschild auf, wie ich es eigentlich nur vom Schlenkerla Urbock aus der Starkbierzeit im Spätherbst kannte. Oha, dachte ich, der Bock ist heuer im März noch gar nicht ausgetrunken. Aber nein, bei genauerem Hinsehen erkannte ich, dass hier auf ein hefetrübes Fastenbier aufmerksam gemacht wurde. Ich betrat also den Schankraum noch ungeduldiger und erwartungsvoller als all die Jahre zuvor.
Im Lichtenfelser Ortsteil Oberwallenstadt liegt die letzte übrig gebliebene Brauerei von Lichtenfels: Der Brauereigasthof Wichert. Auf diese Brauerei bin ich durch einen Blogkommentar des Bräuers höchstpersönlich gestoßen, der uns folgendes Verslein geschrieben hat:
in oberfanken, sag ich dir,
gibt´s beste brotzeit, spitzen-bier
denn wir franken sind bekannt
fuer lied, gedicht, fuer speis und trank
ob spezi, mahr´s-braeu oder wichert
da ist der naechste rausch gesichert.
prost
Klar, dass ich diesen Mann und sein Bier unbedingt kennen lernen musste.
Hallo Blogger,
Wieder mal was aus dem schönen Franken:
Veldensteiner Zwick´l und das Veldensteiner Räucherl. Beide mit dem für die Flaschenbiere von Veldensteiner verwendeten Bügelverschluß. Das macht schon beim Flaschen aufmachen viel Spaß und die Vorfreude steigt.
Jeder Bamberg-Tourist kennt aus seinem Reiseführer das “Aecht Schlenkerla Rauchbier” – auch wenn er sonst nicht so viel mit Bier am Hut hat. Dabei gibt es seit bereits bald einem halben Jahrtausend noch eine zweite Rauch-Bier-Brauerei zu Bamberg: Die Brauerei Spezial Deren Rauchbier ist jedoch nicht halb so rauchig wie das “Schlenkerla”. Während dem letzteren doch eine gewisse Derbheit nachgesagt wird, ist das Spezial dezenter im Rauch, im Geschmack sonst aber ebenso einzigartig.
So. Bin jetzt auch mit an Bord und muß gleich mal was von meinem gestrigen Freibier schreiben:
Meusel-Bräu Dreuschendorf.
Und da ganz besonders zu empfehlen: der erste “Weisse-Rauch-Märzenbock”.
Auf dem Etikett steht “Rambo No1!” Herrlich in der Farbe, nicht süß. 6,3%.
Habe leider nur eine Flasche von einem Freund bekommen, aber das muß ich nochmal testen! Super Geschmack!