Kategorie: Oberpfalz
Ralf hat mich auf das Thema gebracht, wie paßt Whisk(e)y wohl zum Bier? Da kommt oliverxt77 an und stellt eine Flasche “Whiskey-Weisse” der Oberpfälzer Brauerei Hösl vor mein Gesicht! Hm, was ist das denn nun wieder?
Die Flasche hat ein wunderschönes Label mit dem altmodischen Schriftzug und dem Bild der Holzfässer im Keller. Der Untertitel lautet “gebraut mit Whiskey-Malz”, aha. Auch Whiskey-Malz ist meist Gerstenmalz, es ist allerdings oft recht rauchig bzw. torfig. Das verheißt auch die Beschreibung auf der Rückseite:
Die Speizal-Mischung aus Whiskey- und Weizenmalz verleiht diesem Weißbier eine angenehm torfig, rauchige Note …
Das klingt auf alle Fälle interessant! weiterlesen… »
Weil es uns letzten Herbst in der Oberpfalz so gut gefallen hat, macht das ganze Blogteam auch dieses Jahr wieder einen Ausflug dorthin. Diesmal steht neben dem Zoigl selbst auch eine Wanderung durchs Waldnaabtal auf dem Programm:
Vorabend
Wir werden vom Bahnhof abgeholt und ins Hotel gebracht und erfahren unterwegs schon, wer von den Zoiglbrauern dieses Wochenende denn auschenkt. So beschliessen wir, den Auftakt in der Wolframstubn zu machen: Diese ist – im Vergleich zur sonst eher privaten Athmosphäre der Zoiglstuben – recht professionell aufgemacht. Es ist schon ziemlich voll, aber Wirt Georg Forster kommt gleich herbeigeilt und räumt uns einen Tisch für 6 (!) Leute frei. Das ist Klasse und wir spüren: man ist willkommen hier! So kommen wir auch gleich ins Gespräch mit unsern Tischnachbarn, junge Einheimische. Im Lokal sind alle Altersklassen stark vertreten (bis auf Kinder natürlich
). weiterlesen… »
Nachdem ich im letzten Jahr mit dem überfüllten 12er Bus vom Regensburger Hauptbahnhof nach Adlersberg, d.h. nach Kneiting am Fuß des Adlersbergs angereist war, und am späten Nachmittag wieder vom Fest zurück nach Regensburg gefahren bin, dachte ich mir, ich lasse es für heuer gemütlicher angehen. Ich habe mir kurzerhand im Hotel vom Prösslbräu ein Zimmer genommen und bin schon am Vorabend des Festes mit dem Auto nach Adlersberg gefahren. Ich hatte Bedenken, mein Auto auf dem Berg zu Parken, aber der Schankkellner vom Prössl überzeugte mich, dass es auf dem Parkplatz vor der Kapelle sicher sei. Ein bisschen ein mulmiges Gefühl hatte ich zunächst schon, ist das doch quasi auf dem Festgelände. Doch die Woche vor dem Palmator war ich in Köln, und da sagte ich mir einfach “Et hätt noch immer jot jejange”, und so war es dann auch.
Neulich im Getränkemarkt entflammte wieder einmal die Diskussion, daß ich mich doch nun endlich auch an Weizenbiere wagen sollte, wo mir doch in letzter Zeit so viele so gut schmeckten. Also lies ich mich überreden, dieses dunkle Weißbier der Oberpfälzer Bio-Brauerei einzupacken. Da es schwierig sein würde, ein Folgebier zu finden, sowohl für den Fall, daß mir das Weißbier schmeckt, als auch für den gegenteiligen Fall, mußte ich eine Situation abpassen, bei der das Essen zum Dunklen Obergärigen passen würde UND ich bestimmt auch nur 1 Bier trinken wollte. Heute wars auch schon soweit… weiterlesen… »
Das Dinkelbier der Neumarkter Lammsbräu kommt in einer grünen 0,33l-Flasche daher, so erwarte ich unwillkürlich eine Art Pils. Es schenkt sich jedoch dunkelgelb ein und ist, nach dem Aufschwenken der abgesetzten Schwebstoffe, schön trüb. Es verströmt einen sehr intensiven Geruch nach der obergärigen Hefe eines Weizenbieres, das weckt Erinnerungen an die belgischen Trappistenbiere. Auch geschmacklich geht es in diesse Richtung: sehr frisch und spritzig, kräftig fruchtig. Sehr, sehr lecker!
Es gewinnt übrigens 5,2% alc. aus 12,5% Stammwürze, also eher wie ein Weißbier denn wie die Trappistenbiere. Auch Lammsbräu vergleicht das Dinkelbier übrigens mit einem Weizenbier.
Ein Wochenende im (bzw. über dem) Reichhart-Schacht (und dafür mehr auf der Terrasse des Steigerhäusl) in der Oberpfalz bescherte uns die Gelegenheit, zu Konis berühmter Sau am Spieß (fantastisch!) das Bier der Brauerei Jacob zu verkosten. Auch wenn sich die Familienbrauerei in Bodenwöhr besonders ihres Weißbiers rühmt, gab’s für uns beim Koni nur Massen:
Das Helle (eigentlich das Export) ist durchaus kräftig, schön ausgewogen und doch erfrischend – ein klassisches Helles eben.
Das Dunkle ist gar nicht sooo dunkel, hat eine schöne Schaumkrone, die auch lang hält, einen ebenfalls sehr ausgewogenen Geruch (also nicht besonders Malz-betont) und schmeckt auch genau so: ausgewogen, nicht besonders Malz-betont, jedenfalls nicht röstmalzig, und erstaunlich frisch – also durchaus ein Sommerbier! Für mich Spitze, zumal das auch besser zur Sau paßt. Das ist allemal einen Ausflug wert!
Einige Artikel und die Beschäftigung mit dem Thema “Bier selber brauen” brachten uns unweigerlich zum Stichwort “Zoigl“. Und es festigte sich der Entschluss: da müß’ ‘mer hie’! Nach der Konsultation des Zoigl-Kalender 2010 für die Oberpfalz kristallisierte sich Termin und Ort heraus: die beiden Nachbarorte Neuhaus und Windischeschenbach haben beide ein sehr aktives und sehr altes Kommunbrauwesen. Treffpunkt war bei hochsommerlicher Hitze erst mal das tiefste Loch der Erde (über 9km tief!) beim Geozentrum KTB – der Abstecher lohnt sich. Von dort bezogen wir unser Quartier im Oberpfälzer Hof mitten in Windischeschenbach und stellten fest, dass hier gerade ein Stadtfest in Konkurrenz zur Fußball-WM um die Besucher buhlte – doch uns interessierte beides nicht, wir hatten ja was besseres vor. Also auf zur ersten Schänke!
Das “Kupfer Spezial” von der Brauerei Winkler in Lengenfeld im Nürnberger Hinterland am Eingang zur Oberpfalz gehört zu den Bieren, die Insider oft als ein Kultbier nennen, das man unbedingt mal probiert haben sollte. Nicht ganz so kultig wie das berühmt-berüchtigte Schlenkerla Rauchbier aus Bamberg, aber so ungefähr in dieser Klasse wird es oft mit aufgezählt. So habe ich immer, wenn ich im Raum Nürnberg unterwegs war, auch an Lengenfeld gedacht. Weil man da aber öffentlich so schlecht hin kommt, musste es dann schon das Auto sein. Und wenn schon mit Auto zum Bier, dann besser gleich mit Übernachtung. Und da ist Lengenfeld eigentlich keine schlechte Adresse, weil bei der Brauerei ein Gasthof mit dabei ist. So habe ich es jedenfalls beim Googeln nach “Kupfer Spezial” ermittelt. Gasthof, dachte ich, so mit Fremdenzimmern à la “Zimmer frei”, und bin ganz unbedarft nach Lengenfeld gefahren. weiterlesen… »
Ja! Endlich habe ich es zum Palmator geschafft!
Dass dieses Fest in Adlersberg vor den Toren Regensburgs was ganz besonderes ist, habe ich schon gewusst. Schließlich hatte ich den Tipp ja letztes Jahr schon von einem Bierexperten aus der Region bekommen: Von Peter Lang, dem Braumeister in der Schlossbrauerei Eichhofen. Und er hat mir nicht zu viel versprochen. Das Wetter war in diesem Jahr eigentlich nicht allzu gut. Regnerisch lautete die Vorhersage. Aber Palmsonntag ist nur einmal im Jahr, und da hat der Regen weder mich noch die laut Zeitungsbericht rund 6000 anderen Leute vom Besuch auf dem in der Region so berühmten Starkbierfest abgehalten.
Von der Neumarkter Gansbräu kennt ihr ja nun schon das Helle und das Bock. Nun hatte ich etwas von einem Rotbier gelesen, und unser Mann vor Ort konnte natürlich ein paar Flaschen besorgen. Da sich das – leider noch sehr wenig gebraute – Rotbier klammheimlich zu meiner Lieblingssorte entwickelt, war ich schon sehr gespannt und bin mit entsprechend hohen Erwartungen an die Flasche ran gegangen.
