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Alkoholhaltiger Salat: Gurken Gose

Was sich im ersten Moment wie totaler Quatsch anhört, ist bei weiterer Überlegung eigentlich gar nicht so abwegig: Traditionell ist die Gose ein mit Salz gebrautes Sauerbier mit geringem Alkoholgehalt. Warum sollte da nicht das „wässrige“ und frische Aroma von Salatgurken dazu passen? Das dachte sich wohl auch David Hertl, der die Gose mit reichlich Gurken gemeinsam mit Hopfmeister braut.

Ich bin mit ihr zum ersten mal in Kontakt gekommen, als ich am späten Abend auf der Bamberger proBier 2016 merkte, dass jetzt eigentlich gar nix mehr geht. Dieses abgefahrene Zeug wollte ich aber unbedingt noch versuchen. Und siehe da, danach fühlte ich mich erfrischt und fit, es ist der beste Muntermacher! 

Im Glas liegt’s allerdings ein wenig müde, so ganz ohne Schaum. Da mag auch das leuchtende Rotgold nichts mehr retten. Dann noch dieser wirklich abartige Duft nach Gurkensaft, wie wenn ein Gurkensalat schon eine Weile in seiner Tunke steht und dann eben sehr intensiv „gurkig“ riecht. Eigentlich schon ein toller Geschmack, aber aus einem Bierglas ist es halt schon extrem ungewohnt. 

Im Antrunk ist die Gurken Gose aber erst einmal eine Gose, also sauer-salzig und erfrischend. Dann erst baut sich der Gurkengeschmack auf, tatsächlich als würde man in eine frische Salatgurke beissen. Das ganze hat aber durchaus auch stabilen Körper und bleibt daher auch „bierig“. Im Abgang dann die volle Salat-Dröhnung, kurz und knackig.

–> Love it or hate it – so ein „naja“ gibt es hier sicher nicht! Und, ehrlich: Chilli-Bier oder Tomaten-Bier sind ein Kindergeburtstag dagegen!

Ich persönlich liebe es, so wie ich bisher alle Gosen sehr mochte. 

Übrigens wurde die Gurken-Gose seit 2016 in leichten Variationen gebraut. 2016 hatte ich mir z.B 4% Alkoholgehalt notiert und 12 IBU. Die „Gurkigkeit“ empfand ich als sehr hoch. Die aktuelle 3. Auflage hat nur noch 3,3% Alkohol und ist deutlich milder was den ungewohnten Gurkengeschmack angeht. Auf der Braukunst Live! heuer konnte ich auch noch einen Schluck aus der letzten Auflage verkosten, der allerdings schon lange gelagert war. Den fand ich auch weniger gurkig, dafür ordentlich sauer. 

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Freitag, 13. Juli 2018 und wurde abgelegt unter "benhur, Gose". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen. Pingen ist zur Zeit nicht erlaubt.

1 Kommentar

  1. fwolf sagt:

    Nuja, wenn man weiß, dass Gin auch teils gut zu Gurken passen (soll), dann is das hier auch weniger abwegig 🙂

    cu, w0lf.

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