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feine Biere, wo und wie wir sie am liebsten haben

Archiv: Mittwoch, 1. Januar 2020

Ein paar Tage später haben wir wieder einen frischen Gaumen, um die dunklen Böcke ebenfalls zu verkosten:

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Der frische Jahrgang 2019:

Golden-braun steht er mit wenig Schaum im Glas. Ein leichter Honig-Duft entströmt, auch ein wenig würzige und hefige Noten riechen wir. Im Antrunk ist der Bock trotzdem nicht süß, sondern bietet würzige Honig-Aromen, wie Waldhonig. Man spürt viel Körper und er ist spritzig. Langsam klingt der Eindruck ab, ohne sich zu verändern. Ganz an Ende kommt noch etwas Herbheit dazu.

2018:

In der Farbnote ist er etwas dunkler, mit ein bisschen mehr Schaum. Er duftet intensiv nach süßem Honig! Süss ist auch der Antrunk, sehr Honig-stark. Dieser Block hat noch viel Körper, beinahe wie der frische 2019er, und sogar noch einen guten Rest Spritzigkeit. Der Abgang ist allerdings deutlich schneller. 

2017:

Hoppala, der schäumt ja über! Der Duft ist mehr nach Karamell als nach Honig, und zarter. Auch im Antrunk ist dieser Bock erst karamellig, dann süßer werdend. Der Körper ist malzig und das Mundgefühl fest. Im Abgang wird es dann würzig. Manche von uns fanden diese Übergänge zu hart, anderen hat es sehr gefallen. 

2015:

Auch dieser ganz alte Bock schäumt noch erstaunlich über. Der Hammer aber ist sein brutaler Duft nach Honig! Der Antrunk hat aber deutlich weniger Honigarona, man muss schon einen vollem Mund nehmen. Körper, Vollmundigkeit ist leider gar keine mehr übrig. Im Abgang kommt dann noch etwas Waldhonig-Würzigkeit nach.

Fazit:

Bei diesen Bier sind wir uns deutlich uneinig, was die Bewertung der Reifung über die Jahre angeht. Den aktuellen 2019er finden fast alle den größten Genuß, aber der 2017er mit seiner Komplexität steht dem nicht nach. 

Wir sind schon gespannt auf die Entwicklung nächstes Jahr!

 

benhur, 01.01.2020, 21:00 | Abgelegt unter: benhur,Bockbier,Franken | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare
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