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feine Biere, wo und wie wir sie am liebsten haben

Danke Peter

Ich nehme Abschied von Peter Wahrendorff.

Peter war einer unserer treuesten Leser und fleißigsten Kommentatoren. Er ist nach kurzer aber schwerer Krankheit während meines letzten Urlaubs verstorben. Vor meiner Abreise hatte ich zuletzt mit ihm gesprochen. Da war er noch guter Dinge, dass die Behandlung im Krankenhaus ihm noch einige Zeit schenken könne, und ich hoffte, noch das eine oder andere Bier mit ihm trinken zu können. Dazu kommt es nun nicht mehr.

Heute Morgen überbrachte mir Sabine aus der Forschungsbrauerei die traurige Nachricht. In der Forschungsbrauerei, Peter nannte sie in seinen Kommentaren immer nur „die FoB“, hatten wir uns kennengelernt. Das war an einem der Jahresabschluss-Wochenenden der FoB gewesen. Wir hatten uns sofort so gut verstanden, dass wir ab der darauf folgenden Saison fast immer zusammen am Tisch saßen, wenn es nur irgendwie möglich war.

Peter kam meist zu Fuß zur FoB, und auf dem Heimweg gingen wir dann so manches mal zusammen bis zur Haltestelle am Perlacher Pfanzeltplatz. Er leistete mir Gesellschaft, bis mein Bus kam, und ging dann auf seinem weiteren Nachhauseweg oft noch zu seiner „Stelle im Hachinger Bach“, wo er die Schuhe auszog und zum Kneippen in das kalte Wasser stieg.

In den letzten Jahren hat Peter mit seiner digitalen Videokamera einige Filme über sein Leben in Perlach gedreht – für seine Familie und seine Freunde. Dabei entstanden auch zwei besonders schöne Dokumentationen über die Forschungsbrauerei: Eine über die Brauereiführung, die wir im Sommer 2009 mit Stefan Jakob machten, und eine weitere erst im vergangenen Oktober, in der er nach der Aufgabe von Stefan Jakob noch mal die besondere Stimmung in der FoB festgehalten hat. Ich bin Peter sehr dankbar, dass er mir auch Kopien von diesen Zeitdokumenten geschenkt hat.

Ein besonderer Moment unserer Freundschaft war, als er am Ende der Saison 2009 beim damaligen Wirt Stefan ein gutes Wort für mich einlegte, damit auch ich einen Stammkrug mit Zinndeckel und Namensgravur bekomme, so wie er schon seit langen Jahren einen im Regal des Bräustüberls stehen hatte. Dass dann auf dem Krug mein Name mit dem Zusatz „mit f“ stand, war Peters Idee. So hatte ich mich ihm nämlich bei unserer ersten Begegnung in der FoB vorgestellt: „Ich bin Ralf – mit f“, worauf er lachend geantwortet hatte „und ich bin Peter – mit Deckel“.

Peter, ich danke Dir für die vielen schönen Abende und für all die Freude, die wir zusammen hatten!

ralf

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Dienstag, 15. Februar 2011 und wurde abgelegt unter "Allgemeines, ralf". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

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