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feine Biere, wo und wie wir sie am liebsten haben

Geschichten, die das Leben schrieb: die Firma

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Meine Familie ist eher klein, aber in ganz Süddeutschland verstreut, und so sieht man sich gar nicht so oft wie man möchte. Nun hatte aber meine Kusine beim Durchblättern von Kindheitsfotos die tolle Idee, uns doch einmal so wie früher in ihrem Garten zusammenzubringen. Es wurde ein ganz tolles Grillfest, mit ganz vielen Erzählungen. Besonders, da in der nächsten Generation heute auch 5 Kinder diesen Alters über den Rasen tollten… Mein Onkel bewies auch auch in Sachen Bier guten Geschmack und bot eine kleine Auswahl fränkischer Flaschenbiere, die ich leider gar nicht richtig geniessen konnte, da ich noch fahren musste. Aber beim Anstossen fiel mir sein Bierkrug auf: 1966 stand da drauf, ist der wirklich schon so alt? „Ohja, seid mir bloss vorsichtig mit dem Krug! Der hat eine Geschichte…“

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Nun ist mein Onkel schon seit etlichen Jahren in Rente, hat aber sein gesamtes Arbeitsleben bei der „Firma“ verbracht. In den boomenden Wirtschaftswunderjahren war es noch üblich, dass die Belegschaft komplett zur Erlanger Bergkirchweih eingeladen wurde, nämlich am Siemens-Tag, und jeder seinen eigenen Krug (voll natürlich) bekam. Und 1966 war das erste Siemens-Jahr für meinen Onkel.  Aber warum steht dann da „SRW“ und nicht „Siemens“? Ganz einfach, damals hieß der Medizin-Bereich „Siemens-Reiniger-Werke“ – noch, denn es war auch das letzte Jahr. Also ein echter Sammlerkrug!

Im Laufe des Nachmittags kamen dann noch einige Biergschichtn ans grelle Tageslicht, zum Beispiel die, wie mein Onkel als Student einen Job als Bierfahrer-Begleiter bekam und doch sehr überrascht war, wie anstrengend diese Tätigkeit ist – nicht etwa, weil man soviele Bierkästen und -Fäßer abladen und in die Gasthäuserkeller schleppen mußte, nein, weil man jedesmal ein Bier mit dem Fahrer (!) mittrinken musste. Der Tag war noch nicht rum, da war mein Onkel schon total besoffen, aber zum Glück konnte der Fahrer die Strecke auch ohne so einen Jungspund zurückfinden…

(Disclaimer: don’t try this at home – oder vielmehr try only at home bzw. bleib dort, wo du dich besäufst!)

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Sonntag, 5. Juli 2009 und wurde abgelegt unter "Allgemeines, benhur". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

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