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Bier aus USA: Widmer Hefeweizen und Shock Top Belgian White

widmer_und_michelob-shock-top_weizen_zapfhaehne michelob_shock_top_weizen Eigentlich bin ich extra ohne meine Kamera und mein Notizbücherl in die örtliche Bar „Cheers“ in Ramona, Kalifornien losgezogen, um ganz gemütlich mal das zu trinken, was die locals hier so zu sich nehmen. Doch da waren dann zwei mir bis dahin persönlich noch ganz unbekannte Biere im Zapfhahn:

  • Widmer Hefeweizen

und ein weiteres Weizen mit dem Namen

  • Shock Top Belgium White – Belgian Style Wheat Ale

Die schmeckten mir beide so überraschend gut, dass ich meinen Begleiter bat, doch mit dem Google Phone G1 so gut wie möglich eine Aufnahme zu machen, damit ich meine zuhause aus dem Kopf niedergeschriebenen Erinnerungen auch einigermaßen illustrieren kann. Ein Bild vom Shock Top Bier reichte allerdings, weil beide im Schummerlicht an der Bar ziemlich identisch aussahen, und vor allem weil das Widmer zum Zeitpunkt des Gedankenblitzes schon weitestgehend vertilgt war, da so gut.

Widmer Hefeweizen

Das war mir zuvor schon in den Kühlregalen der Supermärkte und Liquor Stores aufgefallen, wohl wegen des deutschen Wortes „Hefeweizen“. Es war dann im Feldtest wie nachher auch das Shock Top sehr schön undurchsichtig gelbgold cremig trüb. Vom Aroma und Geschmack erinnert es sehr an eine Zitrusfrucht. Sehr positiv überrascht und angetan war ich von seinem klaren und angenehmen Geschmack. Das mit der Zitrusfrucht kommt offenbar nicht von ungefähr, denn auf der Webseite von Widmer ist neben dem Weizenglas eine Zitrone abgebildet. Bei genauerem Hinsehen auf Widmers Webseite sehe ich dann unter dem Stichwort „Hops“

BITTERING: ALCHEMY
AROMA: WILLAMETTE,
CASCADE

Und da sind sie wieder, die U.S.-Aromahopfen. Williamette, zuständig für die Würzigkeit, und mein inzwischen schon geliebter Cascade mit der Citrus-Note. (Quelle: http://www.kgbier.de/Hopfen.html)

Shock Top Hefeweizen

Auch dieses war in seinen Aroma und Geschmackseigenschaften höchst angenehm, mild und leicht würzig. Ich habe in der Bar noch gesagt, das Aroma wäre das von Gewürznelken. Zuhause nachgegoogelt war dann die Überraschung aber groß, denn das Shock Top ist von einer der großen Brauereien der USA: Michelob. Und als zweite Überraschung steht da auf der Webseite, das Aroma wäre ein

slight taste of orange peel and coriander

Ich schließe daraus, dass Orangenschale und Koriander zusammen ungefähr so duften wie eben die Gewürznelken ;-).

Auf der Webseite von Michelob finde ich ebenfalls eine Information zum Aromahopfen, und was sehen meine Augen da? Cascade und Willamette! Die beiden scheinen einem Weizen ziemlich gut zu tun.

Fazit

Der Eindruck beider Weizenbiere war deutlich besser als der vom (Unter)durchschnittsweizenbier von Franziskaner. Rückblickend irritiert mich ein wenig, dass beide in ihrem feinen – und angenehmen – Aroma ziemlich rein und klar strukturiert waren. Fast schon zu perfekt. Meine Absicht war allerdings ja, ein ganz gewöhnliches Bier in einer ganz gewöhnlichen Bar in einer ganz gewöhnlichen Kleinstadt in Kalifornien zu genießen, und da kann ich beide nur empfehlen.

Nachtrag

Heute am „Morgen danach“ recherchiere ich noch ein wenig weiter nach diesen beiden Bieren. Es lässt mir keine Ruhe, dass diese beiden Biere aussahen wie Geschwister, und im Geschmack ja auch ähnlich waren, so wie Bruder und Schwester. Die Google-Suche mit den Stichworen „michelob widmer company“ enthüllt schließlich das Geheimnis: Michelob und Widmer gehören beide zum Anheuser-Busch-Konzern, bzw. letztendlich zum Giganten InBev.

Dass mir die beiden Weizen gut geschmeckt haben haben, dabei bleibe ich aber. Und ich werde sie ganz sicher wieder trinken, wenn wir zur 1$-Tacos-Night oder zum Girly Burger wieder im Cheers sind. Als „Dessert“ wird es jedoch ein „Stone IPA“ geben, welches das Cheers auch im Ausschank hat.

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Montag, 31. Januar 2011 und wurde abgelegt unter "ralf, USA, Weizenbier". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

1 Kommentar

  1. Maier- Lenz sagt:

    Noch “ gehören“ zumindest die ‚WidmerBrothers‘ nicht Inbev/ Budweiser- die halten lediglich einen größeren Stockanteil.
    Die Widmer- Biere werden unabhängig gebraut und sind Craft Biere- Man kann lediglich den Budweiserversand nutzen und Bud hat im Gegenzug einen Fuß iim wachsenden Craft Markt !
    Gruß

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