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Nachtrag: Josefi Bockbierfest im Bräustübel in Ellingen

Am Abend des Josefstags 2011 ging es dann (wie befürchtet ;-)) im Bräustübl beim Bockbierfest richtig zur Sache. Das ganze Blogteam samt Anhang war anwesend, sowie zwei Bierpilger und Freunde des Blogs aus München. Wir durften sogar am Braumeistertisch sitzen und bekamen so noch einiges an Zusatzinformation zum Josefibock: Seine angenehm geringe Süße rührt daher, dass das Bier endvergoren ist, wie Stefan Mützel uns erklärte. Das erklärt wohl auch, warum der Bock trotz seiner „nur“ knapp 17,5% Stammwürze (also gerade noch kein Doppel-Bock) erstaunliche 7,5% vol. alc. erreicht. Stefan nannte das dann ein

schlankes endvergorenes Bier.

Gut, schlank jetzt vielleicht nicht im Alkohol, sehr wohl aber in seinen Trinkeigenschaften. Die Spritzigkeit habe ich schon erwähnt. Die angenehm geringe Süße auch. Die kommt also von der Endvergärung. Und der Hopfen, den ich am Morgen beim Anstich im Freien so fein gerochen hatte, ist die Sorte „Saphir“, verriet Stefan. Und auch hier ist wieder die angenehme „Schlankheit“ des Josefibocks höchst erstaunlich, denn laut Braumeister hat der Bock über 40 Bittereinheiten, die man ihm aber kaum in der Bitterkeit, sondern nur im Aroma, und dort wieder nur aufs angenehmste anmerkt.

Wir waren uns an diesem Abend alle einig, dass dem Fürstlichen Brauhaus zu Ellingen hier ein erstklassiges wahrhaft fürstliches Bier gelungen ist. Unser Urteil: teuflisch süffig, weil so leicht und schlank wirkend, und einfach nur angenehm zu trinken, endlos trinkbar, weil es ohne Widerstand die Kehle hinunter läuft.

Fazit

Der Ellinger Josefibock 2011 ist – die Erläuterungen von Braumeister Mützel berüchsichtigend – ein sehr modernes Bockbier. Schlank wirkend, spritzig und süffig, und doch in traditioneller Trinkstärke. Ein Bier, das sich sehr leicht und mit Hochgenuss trinken lässt, das sich trinken lassen will, das nicht mehr aufhört, getrunken werden zu wollen.

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Sonntag, 20. März 2011 und wurde abgelegt unter "Bockbier, Franken, ralf, Schlossbrauerei". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

4 Kommentare

  1. benhur sagt:

    So modern ist das Bockbier eigentlich gar nicht, denn Stefan betonte ja, es werde seit Jahrhunderten nach derselben Rezeptur gebraut! Und zwar „von Hand“, also nicht über die Computersteuerungsanlage, die üblicherweise einen Brauer beim Prozeß und in seinen Entscheidungen unterstützt.
    Mir wärs ja egal, weil das Ergebnis so wunderbar gelungen ist; aber schöner ist es doch, wenn das Gute auch das Alte, Traditionelle ist, finde ich!

  2. ralf sagt:

    Au richtig, an die Anlagensteuerung hatte ich gar nicht mehr gedacht. Gut, dass Du das noch anbringst. Danke!

    Beim Bericht Schreiben war mir noch Stefans Auskunft über den verwendeten Hopfen gegenwärtig: das ist Saphir. Der ist im Bier in der Tat was Modernes, weil Saphir erst seit 2002, also noch keine zehn Jahre lang, als „Sorte“ zugelassen ist. Ich nehme mal an, in dem Jahrhunderte alten Rezept steht einfach nur „Hopfen“ ;-).

    Altes Rezept, traditionelle Herstellung, moderne Ideen eines höchst sympathischen Braumeisters – kein Wunder, dass es uns so gut geschmeckt hat!

  3. Willi sagt:

    Da kann ich mich nur anschliessen: Die 5 Böcke sind praktisch freiwillig die Kehle hinuntergeronnen und haben keinerlei unangenehme Gefühle verursacht (beim Trinken sowieso nicht und auch nicht „the day after“)

  4. Tine sagt:

    Jawoll ja. ick bin der Anhang.
    Dit Bier war süffig und da ick eh nur ne Halbe vertrage, ging es mir noch janz jut. sogar eine zweete Halbe passte noch rein. Dann war aber Schluss.

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