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feine Biere, wo und wie wir sie am liebsten haben

Die Serengeti wird weiterleben! :-)

Heute habe ich es quasi offiziell erfahren: In Perlach wird es weiter eine Forschungsbrauerei geben. Und zwar eine, in der auch weiter das altbekannte Bier gebraut wird. Um Mitte August herum in etwa soll die Wiedereröffnung sein.

Was ist passiert? Zunächst klingt es sehr dramatisch: Die Forschungsbrauerei wurde komplett verkauft, d.h. das Bräustüberl und die Brauerei. An wen, das darf ich noch nicht verraten. Das werden der alte oder der neue Eigentümer oder beide zusammen in Kürze sicher selber tun. Ich nütze aber diesen für die Bierwüste München doch recht positiven Tag, um mit den Gerüchten etwas aufzuräumen, die sich in den letzten Monaten um die Forschung gerankt haben.

  • Es ist nicht der „König Ludwig“, der die Forschung für einen zweistelligen Millionenbetrag gekauft haben soll.
  • Und auch der „Ayinger“ hat nicht „zugeschlagen“.
  • Und auch sonst kein „Großer“, der die Brauerei stilllegen würde, und schon seine eigenen Fässer angerollt hätte.
  • Leider ist auch nicht Stefan Jakob als Gelegenheitsbrauer zurückgekehrt, der nur das Bräustüberl einem anderen Gastwirt als Pächter überlassen hätte.
  • Und schon gar nicht wird die Forschung abgerissen, um auf dem Gelände einen Baumarkt oder ein Wohnsilo zu bauen.

Nein, das ist alles nicht eingetreten! Gott sei Dank.

Ein großer Einschnitt ist es aber trotzdem für die Familie Jakob, wenn sie die Forschungsbrauerei komplett an jemand anderen verkauft hat, und nach wie vor eine kritische Phase für alle Beteiligten. Da wäre jetzt zuerst auch an die Bedienungen und das Küchenpersonal zu denken. Doch die scheinen gut versorgt zu sein, denn sie werden alle übernommen, heißt es. Das wird auch den alten Stammgästen helfen, sich mit dem neuen Eigentümer zurecht zu finden.

Dann die Gäste. Gut, wenn die Bedienungen die alten bleiben, dann kann der Einschnitt so groß nicht werden. Aber das Bier – dieses weltweit einzigartige Meisterstück. Was wird aus dem? Dafür hat man auch gesorgt. Der neue Eigentümer wird von „Onkel“ Sigmund Steinbeisser, der auch schon immer mit seinem Neffen Stefan Jakob das Bier gebraut hatte, in die Brauanlage der Forschung eingewiesen werden. Auf jeden Fall wird Sigmund Steinbeisser den ersten Sud auch mit dem neuen Eigentümer brauen. Und danach könnte er vielleicht noch ein wenig als Ratgeber bereit stehen, wenn hier oder da mal ein Ventil klemmen sollte. Also: Das Bier wird das alte bleiben. Es muss nach wie vor niemand in der Forschung das Bier einer Großbrauerei trinken.

Wer ist er also, der „neue Jakob“, der neue Eigentümer der Forschungsbrauerei, der für den Fortbestand des „Pilsissimus“ und des „Blonden Jakob“ sorgen wird? Und der vielleicht auch wieder die sagenhaften „Stundenhendl“ grillen wird? Wie gesagt, ich darf seinen Namen noch nicht nennen. Nur so viel: Es ist jemand, der in der Herstellung alkoholhaltiger Getränke und in der Gastronomie durchaus erfahren ist, und der sich darin schon einen Namen gemacht hat. Als Brauer ist er aber bisher anscheinend noch nicht in Erscheinung getreten. Jedenfalls hat mir Dr. Google dazu auf die Schnelle noch nichts sagen können. Das würde aber andererseits bedeuten, dass er auf eine Brauanlage wie die der Forschung angewiesen ist und diese auch betreiben wird, weil er muss. Eine bessere Konstellation könnte ich mir gar nicht vorstellen, je länger ich darüber nachdenke. Und für die Kontinuität des Bräustüberlerlebnisses wird die Weiterbeschäftigung der alten Belegschaft sorgen. Ich kann nirgends einen Haken an der Sache finden. Ob ich Recht habe, wird die Zeit uns zeigen.

Apropos Zeit! Da kann ich auch noch was verraten: Der voraussichtliche Wiedereröffnungstermin wird also irgendwann ab Mitte August sein. Bis zum alten Saisonschlusstermin am Kirchweihsonntag wären es dann eben mal acht Wochen. Nicht gerade ein guter Einstieg für einen neuen Betreiber einer Brauerei mit Bräustüberl. Daher ist der Plan, heuer dann bis zum zweiten Adventswochenende geöffnet zu haben. Dann erst ist Saisonschluss. Mindestens bis der Januar vorbei ist. Und danach – das wird man sehen. Wie lange und wie oft die Serengeti sich uns öffnen wird, das wird natürlich auch an uns Gästen liegen, uns Massai, die wir die Serengeti nicht im Stich lassen dürfen.

Meiner Gazelle habe ich die frohe Kunde heute auch sofort erzählt, und sie hat sich gefreut, dass sie mich bald wieder auf dem Weg in die Serengeti begleiten darf, den sie mich so viele schöne Abende auch immer wieder sicher nach hause gebracht hatte. Eigentlich wollte ich im August oder September Urlaub machen. So wie es aussieht, könnte es ein Urlaub in München, genauer in München-Perlach werden.

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Dienstag, 14. Juni 2011 und wurde abgelegt unter "Gaststätten, Oberbayern, Privatbrauerei, ralf". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

2 Kommentare

  1. Lothar Reeg sagt:

    Endlich Licht am Ende des Tunnels – ich hatte schon befürchtet die „Forschung“ geht für immer verloren!
    Gruß, Lothar

  2. Michael sagt:

    Hallo Ralf,

    da hab ich doch etwas passendes zu den Gazellen im Netz gefunden:

    Gazellen sind ständig auf der Wanderschaft. Sie wandern in Herden. Aber die Gruppen bleiben nicht gleich; sie lösen sich auf und finden sich neu zusammen. Die Wanderung wird durch den Wechsel der Jahreszeiten, durch die Ablösung von Regen- und Trockenzeiten bestimmt.

    Während der Trockenzeit jedoch findet man sie vorwiegend im Busch, wo es auch Tränken gibt. Dort ziehen die Gazellen umher, wobei sie sich ganz nach dem Angebot von Nahrung und Wasser richten.

    Dann freue ich mich auf eine spannende Safari ab Mitte August in die Nähe der Perlacher Tränke.

    Herzliche Grüße Michael

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