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Biere im Osten – Litauen: Hausbrauerei Busi Trecias

Natürlich sind wir auf unserer Reise durch Litauen auch nach Vilnius gefahren. Schon beim ersten Spaziergang durch die Stadt war sie uns sympathisch:  lebendig und prickelnd, durchaus ein wenig südländisch mit dem Charme leicht zerfallender historischer Gebäude in Straßen voller ausgehwilligem Jungvolk. Während wir also so herumschlendern, entdecken wir diese Kneipe, von der wir in unserem Reiseführer schon gelesen hatten, dass sie eine Hausbrauerei betreibt: Busi Trecias. Nix wie rein!

Obwohl die Kneipe ganz nach meinem Geschmack eingerichtet ist, ein bischen rustikal, ein bischen „stylisch“, ein bischen „auf alt“, zieht es uns bei dem sommerlichen Wetter in den Biergarten im Innenhof. Er ist mit Lauben umgeben, in denen man etwas geschützt sitzen kann, und um diese Zeit nicht sehr voll. Wir haben auch Hunger, aber an die traditionellen Schweineohren trauen wir uns doch nicht ran, aber Blini und Gulasch sind ja auch irgendwie „östliche“ Gerichte und schaffen eine Grundlage für das frühe Bier. Auf der Getränkekarte stehen 3 eigene Sorten:

„Brandusis“ heißt das „Dark“, mit 7% alc. wohl ein Bockbier. Es ist tatsächlich fast kohlrabenschwarz mit braunem Schaum. Überraschenderweise hat es einen frischen, zitronigen Geruch. Frisch und fruchtig ist auch der Geschmack, mit leichtem Anklang von Getreide – fast noch nicht Malz, so luftig leicht. Sehr süffig! Ob da „Chemie“ drin ist, oder wie machen die das?

Weiterhin gibt es ein Helles mit 5% alc.:  hellgold trüb steht es im Glas, mit leichtem Schaum, der schnell zerfällt. Ein gerade noch zitroniger Geruch schwebt darüber. Im Gaumen zeigt es einen jungen, wilden, noch nicht ganz reifen Geschmack mit viel treibender Kohlensäure und Resten von aktiver Hefe – ein Zwickl, ganz klar! Und zwar ein tolles, für das sich die Einkehr hier unbedingt empfiehlt.

Das andere Standardbier ist das Dunkle, das sie in der engl. Karte das „Black“ nennen, mit 6% alc. schon ein bischen kräftiger. Es sieht fast aus wie das „Dark“, schmeckt aber wie das „Light“ schmecken könnte, wenn es reifer wird – oder wie eine Mischung aus den beiden vorgenannten, kommt mir noch in den Sinn, denn es hat vom Hellen die Frische, den Hopfen und die Hefe, und vom Bock das Fruchtige und das luftige Getreide.

Am nächsten Tag kommen wir gleich nochmal hierher, denn diese Biere müssen wir unbedingt nochmal trinken. Sehr gelungen, unbedingt ein Reise-Tipp!

 

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Samstag, 9. Juli 2011 und wurde abgelegt unter "andere Länder, benhur, Privatbrauerei". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

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