BLOG-UMS-BIER

feine Biere, wo und wie wir sie am liebsten haben

Kategorie: Bierbrauer

fob_wappen_neu_2012 … und keiner hat gemerkt, dass sie zu war. So kommt es einem jedenfalls vor. Letzter Tag 2011 war der 18. Dezember, und der erste Tag 2012 war bereits am 14. Januar. Astronomisch gesehen war das nicht einmal ein voller Mondzyklus. Und in dieser Zeit mit Weihnachten, Silvester, Neujahr, Dreikönigstag – da hatte ich ganz anderes im Kopf als sehnsüchtig an die Forschung zu denken. Diese Sehnsüchte kamen früher auch erst so ab der zweiten Januarhälfte auf, wenn die Forschung damals noch zu war, und man noch bis in den März auf die Wiedereröffnung warten musste. weiterlesen… »

ralf, 23.01.2012, 21:53 | Abgelegt unter: Oberbayern,Privatbrauerei,ralf | RSS 2.0 | TB | 1 Kommentar
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Es freut mich doch immer wieder sehr, wenn ich merke wie unser Blog meinem Bekanntenkreis so im Gehirn verankert ist, das sie fast automatisch, immer ein Mirbringsel für mich haben wenn sie ein außergewöhliches Bier entdecken! So komme ich also zum Förster-Dunkel der Gampertbräu.

Schön schaumig – ein nicht unsympatischer Anblick! Zusammen mit einem milden Malzgeruch genehmige ich mir einen ersten Zug:

Sofort bemerke ich ein leichtes bizzeln auf der Zungenspitze. Danach kommt ein völlig geschmeidiges Gleiten in und durch meinen Gaumen. Toll!

Da passt das leicht süssliche im Nachgeschmack. Schlieslich ist es ja ein Dunkel!

Was fehlt ist eigentlich nur eine zweite Flasche zu meiner kräftigen Brotzeit!

Prost!

 

oliverxt77, 04.12.2011, 17:28 | Abgelegt unter: Dunkles,Franken,oliverxt77,Privatbrauerei | RSS 2.0 | TB | 4 Kommentare

steinbach_titel_02   steinbach_titel Im Frühjahr hatte ich das Glück, auf dem “Berch”, also auf der Erlanger Bergkirchweih den Braumeister Roman Gause von der Brauerei Steinbach kennen zu lernen. Wir unterhielten uns natürlich über Bier, und ich erzählte unter anderem von meinen Erfahrungen, die ich im Winter in Kalifornien mit den Hopfungskünsten der dortigen Kleinbrauereien, den “microbreweries” und deren hopfigen Superstarkbieren, meistens Ales gemacht hatte. Damit waren wir schon beim richtigen Thema: Hopfen. Roman erzählte darauf, was für ein Fan der Hopfensorte “Saphir” er wäre, dass er ebenso wie ich die “Hopfenweisse” von Schneider so genial findet (da ist auch Saphir drin), und dass die Brauerei Steinbach, also er selbst, bereits ein Bier mit Saphir gebraut hatte. “Hopfenfrucht” hieß das damals. Leider hatte ich diese Gelegenheit verpasst. Ein Spezalitätenbier mit Saphir! Auf meinem jüngsten Ausflug nach Franken sollte sich aber unverhofft eine zweite Gelegenheit ergeben. Nicht für die Hopfenfrucht, sondern für etwas noch viel Aufregenderes: Die “Hopfenkrone”, ein Bier das mit gleich drei Edelaromahopfen eingebraut wurde: Opal, Smaragd und natürlich unserem Liebling Saphir.

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ralf, 27.11.2011, 22:42 | Abgelegt unter: Franken,obergärig,Privatbrauerei,ralf | RSS 2.0 | TB | 1 Kommentar

Letzte Woche habe ich eine Auswahl von Wieninger Bieren geschenkt bekommen. Heute habe ich die Erste geköpft:

wieninger-helles-lagerbier wieninger-eingeschenkt

Ein leicht hopfiger Geruch steigt aus dem Glas in meine Nase. Klare hellgelbe Farbe mit luftigem Schaum für meine Augen und ein prikelnd süsser Geschmack für den Gaumen! Fehlt nur eine deutlichere Hopfennote im Abgang. So erscheint es  mir als das ich wohl die falsche Jahreszeit zum verkosten erwischt habe. Im Sommer zu einer Brotzeit auf dem Balkon passt dieses recht unkomplizierte Bier am besten.

Bin schon auf meine anderen  “Geschenke” gespannt!

Prost!

oliverxt77, 22.11.2011, 15:56 | Abgelegt unter: Helles,Oberbayern,oliverxt77,Privatbrauerei | RSS 2.0 | TB | 2 Kommentare

Weil es uns letzten Herbst in der Oberpfalz so gut gefallen hat, macht das ganze Blogteam auch dieses Jahr wieder einen Ausflug dorthin. Diesmal steht neben dem Zoigl selbst auch eine Wanderung durchs Waldnaabtal auf dem Programm:

Vorabend

Wir werden vom Bahnhof abgeholt und ins Hotel gebracht und erfahren unterwegs schon, wer von den Zoiglbrauern dieses Wochenende denn auschenkt.  So beschliessen wir, den Auftakt in der Wolframstubn zu machen: Diese ist – im Vergleich zur sonst eher privaten Athmosphäre der Zoiglstuben – recht professionell aufgemacht. Es ist schon ziemlich voll, aber Wirt Georg Forster kommt gleich herbeigeilt und räumt uns einen Tisch für 6 (!) Leute frei. Das ist Klasse und wir spüren: man ist willkommen hier! So kommen wir auch gleich ins Gespräch mit unsern Tischnachbarn, junge Einheimische.  Im Lokal sind alle Altersklassen stark vertreten (bis auf Kinder natürlich ;-) ).

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Nun aber zum Bier: Gold-bernstein in der Farbe ist es zwar leicht trüb, aber nicht flockig, schön durchsichtig, mit einem ganz leicht bräunlichen Schaum, der schnell zerfällt. Sein Geruch ist sehr zart, leicht kräuterig und ein bischen wie Tannennadeln. Am Geschmack bemerken wir erstaunlich wenig Hopfen, und den erst im Abgang. Überhaupt schmeckt man hauptsächlich die Gerste – und zwar nicht etwa malzig-rösch, sondern grasig-würzig, mit einer erstaunlichen Vielfalt in den Feinheiten. Wir erfahren, dass 2 Malze Verwendung finden: “Urmalz” und “Pilsner Malz” (beides Gerstenmalze) von IREKS aus Kulmbach. Unser Fazit zu diesem Bier: es ist sehr feinsinnig und trotzdem extrem süffig. Sehr professionell! Bei “nur” 4,9% alc. ist es zudem sehr bekömmlich.

Dazu wird uns “ein halber Meter Brotzeit” serviert, bei dem uns vor allem die Speckwurst und der milde, käsige (wenn auch kümmel-freie) Obatzde beeindruckt, dazu das Brot aus eigener Bäckerei.

Die Führung

img_2353 img_2366 Am nächsten Tag nehmen wir – nicht ganz ausgeschlafen – an der geführten Zoiglwanderung im Waldnaabtal teil. Unser Wander- und Brauhausführer ist Georg Mann. Wir – und die restlichen Wanderer – treffen ihn am alten Brauhaus in Windischeschenbach, wo wir bei einer Führung durchs Kommunbrauhaus auf den Tag eingestimmt werden. Wir hatten zwar letztes Jahr hier schon eine sehr spezielle persönliche Führung, haben aber auch jetzt wieder dazugelernt. Georg Mann erzählt zur Entstehung des hiesigen Kommunbrauwesens: In Windischeschenbach gab es ursprünglich 3 Grundbesitzer mit je einem eigenen Brauhaus: seit ca. 1200 das des Zisterzienserklosters Waldsassen, das vernichtet wurde (das Brauhaus, nicht das Kloster!); dann das der aus Böhmen abgewanderten Lobkowitzer; sowie das der Freiherren von Herding im Schloss, welches 1848 abbrannte. Dannach wurde das alte Malzhaus zum Brauhaus umgebaut. Zunächst hatten 80 Bürger das Recht, darin zu brauen, nach der Revision 1950 nur noch 30 (das Recht hängt ja am Grundstück). 10 davon sind noch aktiv, davon wiederum sind 8 Privatleute, dazu kommen noch der Oberpfälzer Hof und der Schwanerer, die beiden gewerblichen.

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Nach dieser kurzen Einführung gehen wir gemeinsam den kurzen Weg hinauf zur Burg in Neuhaus und zum Frühschoppen beim Käck’n: Wir freuen uns schon drauf, denn dort hatten wir letztes Jahr die Gastfreundschaft, das Zoigl und die Brotzeit schon sehr genossen. Auch dieses Jahr ist das Bier goldgelb hell, ein wenig trüb, aber ohne Flocken oder Schwebepartikel. Ein deutlicher Hopfengeruch liegt überm Glas, mit riechbarer Bittere und gleichzeitig blumig-fruchtig. Wir schmecken viel Frische, Spritzigkeit, Prickeln, dann Frucht wie Zitrone, danach erst kommt die Bittere dazu – sehr vielfältig. Ein tolles Frühstücks-Bier! Da auf der Imbiss-Karte die selbstgemachten Küchle locken, bestelle ich unter allgemeinem Gelächter das süße Gebäck und bin überrascht, wie toll das zum Bier paßt! Ja, entweder soll ein Bier begleitend passen oder aber gleich einen richtigen Kontrast zum Essen schaffen…

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Nach einer kurzweiligen Wanderung durch das sehr, sehr abwechslungsreiche Waldnaabtal mit vielen Informationen zum Fluss, zu den Bibern, zu Mühlen, zum Gestein uvm. kehren wir zur Mittagspause in der Blockhütte Ödwalpersreuth ein. Dort gibt es Friedenfelser Zoigl Schwarzer Ritter. Wenngleich wir alle wissen, dass das kein echter Kommunbrau-Zoigl ist, klingt das Bügelflaschenbier doch einigermassen interessant – doch wir werden masslos enttäuscht: ein weiches, zartes, etwas spritzig-etwas malziges, aber irgendwie nichtssagendes (Altbayrisch) Dunkles, das überhaupt nicht in unseren Tag passen will.

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Von hier geht es nur noch einen kurzen Anstieg hoch zum Busparkplatz, wo wir abgeholt und zurück nach Windischeschenbach gebracht werden. Wir beschliessen unsern Tag in der lustigen Wandergruppe bei einem Dämmerschoppen beim Roudn:  Die Zoiglstube am Marktplatz ist klein, familiär und urig, mit viel Rot an den Wänden, daher wohl der Name. Das Bier ist ebenfalls gold-rot, ein wenig matt, mit einem etwas schal liegendem Schaum. Auch der Geruch ist etwas mufflig. Im Geschmack aber ist es herb und bitter, und zwar ganz ohne dieses zitronige fruchtige – ein krasser Kontrast, der seine Reize hat!

Zoigl-Abend

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Nach einer kurzen Auffrischungs-Pause entschlossen wir uns, den restlichen Abend beim Käck’n zu verbringen, denn hier konnten wir uns  am Vormittag noch nicht gebührend in den hervorragenden Zoigl vertiefen, und die tollen Brotzeiten mussten wir ja auch noch erwischen! In der Wirtschaft war es so voll, dass wir unser erstes Bier im Stehen einnahmen, aber bald wurden ein paar Plätze frei, man rutschte zusammen und wir schwelgten… Als es später ein wenig ruhiger wurde, zeigte uns der Bräu noch voller Stolz seinen diesjährigen Sud: herrlich, wie die Hefe am Arbeiten ist!

Ausklang

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Da wir im Oberpfälzer Hof übernachteten, bot es sich an, das Frühstück am nächsten Morgen noch in einen Frühschoppen übergehen zu lassen, um auch diesen Zoigl noch zu testen. Das Bier hier ist wieder eins der bernstein-goldenen Farbe, sehr leuchtend, zwar nicht klar, aber auch nicht richtig trüb, und mit einem frischen, grossen, herrlichen Schaum: optisch ein Genuß! Es riecht wie ein Zwickl: Hefe, Gerste, Hopfen, alles im Einzelnen – toll! Das setzt sich zu unserer Freue auch im Geschmack so fort: spritzig-britzlig, fruchtig-herb, dann leichte Obertöne von Gerste und im Abgang dann die Hopfen-Bittere. Ein Klasse-Bier!

Der  Weg in der Übersicht

Elevation Profile

Und hier alle Bilder des Wochenendes

schneider_nelson_sauvin_titel Das “Nelson Sauvin” ist das jüngste Bier aus der Weissbierbrauerei Schneider in Kelheim. Die Schneider-Biere sind seit einiger Zeit alle mit dem englischen Wort “Tap” für Zapfhahn bezeichnet und durchnummeriert. In dieser Reihe hat das “Nelson Sauvin” die Bezeichnung “Tap X” erhalten. Ein geheimnisvoller Name, und eine kryptische Nummer für ein, wie wir meinen, ganz besonderes Weissbier, das in diesem Jahr für viel Furore bei den Bierliebhabern, insbesondere bei den Bierbloggern, und ganz besonders beim Blog-ums-Bier gesorgt hat.

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20110910_fob_titel_02 20110910_fob_dsc_4853 Gestern um Elf Uhr war in der Forschungsbrauerei der für viele Fans der “Forschung” wohl wichtigste Moment nach der Übernahme der Brauerei durch die Wirts- und Brauerfamilie Silbernagl: Der Anstich des Bockbieres “Sankt Jakobus – Blonder Bock”. Geöffnet hatte das Bräustüberl bereits seit dem 1. August mit einem inoffiziellen Probebetrieb von knapp zwei Wochen, bis am 12. August dann die offizielle Wiedereröffnungsfeier abgehalten wurde. Seit dieser Zeit, sechs Wochen sind es mittlerweile schon, gab es nur die “leichte” Biersorte aus dem Forschungskeller zu trinken: Den Pilsissimus, ein helles Exportbier. Das Flaggschiff der Forschungsbrauerei aber war immer schon der “Blonde Bock” gewesen. Dieser wurde auch gleichzeitig mit dem Hellen zu Anfang Juli eingebraut. Durch seinen hohen Stammwürzegehalt von über 19% braucht er jedoch eine längere Lagerzeit, bis er ausschankfertig ist. Diese Zeit war jetzt, rund zehn Wochen nach dem Brauen, erreicht.

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Mein Onkel in Alzey, wie ich ein ausgesprochener Fan des Wettelsheimer Kellers und seines Strauss Märzens, begrüsst mich bei meinem Besuch sogleich mit den Worten “Lass die Motorradsachen an, wir müssen gleich noch mal los, ich will dir was zeigen…”. Es ist kurz vor sieben abends, wir hetzen uns zum nahen Getränkemarkt. Dort in einem Nebenraum wird nämlich “Volkerbräu” gelagert und vertrieben… weiterlesen… »

benhur, 25.08.2011, 21:00 | Abgelegt unter: benhur,Privatbrauerei,Rheinland-Pfalz | RSS 2.0 | TB | 2 Kommentare

20110821_fob_bock_verkostung_titel Nachdem ich heuer schon das “Pilsissimus” vorab verkostet hatte, war es klar, dass ich das auch mit dem Bockbier der Forschungsbrauerei gerne machen würde, dem “Blonden Bock” oder auch genannt “Sankt Jakobus”. Gestern war es so weit. Etwa sieben Wochen alt war der Bock da schon.

“Schon” – das muss man aber relativ verstehen. Das Pilsissimus, das Helle Export der Forschungsbrauerei, aber nicht nur von der Forschung, sondern ganz allgemein jedes Export, hat damit in der Regel schon seine volle Reife erlangt. Anders das Bockbier.

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Die Saison 2011 hat für die neue Inhaberfamilie Silbernagl bestens begonnen. Genau mit der Wiedereröffnung der Forschungsbrauerei hat auch – endlich – der Sommer in Perlach Einzug gehalten. Fast jeden Abend ist der Biergarten bis auf den letzten Tisch besetzt. Und auf den Tischen stehen reihenweise die Krüge mit dem hervorragenden Bier. Tag für Tag. Bei diesem Durst der Gäste ist es kein Wunder, dass heute schon das erste mal nachgebraut werden musste. Weil ich für meinen Bericht über die Verkostung des jungen Bockbieres ohnehin meine Kamera dabei hatte, habe ich ein paar exklusive Aufnahmen machen können von meinen Einblicken in die Kessel, in Sudpfanne, Maisch- und Läuterbottich.

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