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feine Biere, wo und wie wir sie am liebsten haben

Andechs-Probe

Vom letzten Getränkemarkt-Einkauf (in München, muss man entschuldigend hinzufügen) hatte ich noch ein Sortiment von 4 verschiedenen Bieren des Klosters Andechs im Kühlschrank: Doppelbock Dunkel, Bergbock Hell, Hell, Spezial Hell. Diese sind nun so zwischendurch (wenn’s grad mal kein besonderes Bier gibt) an der Reihe:

Zuerst das „einfache“ Helle:

Ehrlich gesagt, ich war enttäuscht. Es schmeckt sehr gewöhnlich. Der Geruch ist nur ganz schwach hopfig, die Farbe vermutlich hell, aber ich hab es aus der Flasche getrunken. Zum Essen wars ok, aber in einem Biergarten wäre es mir zu „leer“ gewesen. Kein Bier, das dem berühmten Namen ebenbürtig ist!

Als nächstes dann das Spezial Hell:

Hier erfahren wir eine deutliche Verbesserung: das schmeckt wie ein gutes „normales“ Helles: erfrischend, ein bischen nach Hopfen, kaum nach Malz, sehr spritzig. Aber immer noch nichts, wonach ich meilenweit suchen würde…

Und dann öffnen wir den Hellen Bergbock …

… Holladiewaldfee, für einen kurzen Moment seh ich mich in einer kleinen Brauerei am Biertank stehen, wo mir der Braumeister ein frisches Bier herauslässt. War das ein herrlicher Geruch! Und das beste: der Geschmack paßt auch dazu! Mild und geschmeidig, ausgwogen zwischen Hopfen und Malz. Ja, jetzt bin ich wieder versöhnt mit dem berühmten Namen! Schade nur, daß die 6.9% zu deutlich gegen einen täglichen Genuß sprechen…

So, und endlich kommt die Gelegenheit für den vermutlich bekanntesten Doppelbock Dunkel:

Ein Wochenende in der Pfalz ist ja nun nicht zum Biertrinken geeignet (über die 1 Alibi-Flasche Bellheimer schreib ich lieber nix), es hat ja Wein dort. Aber wenn man dann so eine sonnige Heimfahrt auf dem Mopped hinter sich hat, möcht man doch lieber wieder ein Bier zum Abendbrot öffnen. Das Dunkle aus Andechs passte sich gut ein, obwohl ich sonst ein Dunkles ja nicht ZUM Brot sondern ANSTATT Brot trinke 😉 Das Bier war aber irgendwie so bekannt in seinem ganzen Geschmack, so exakt gleich wie schon vor Jahren, dass es fast eine Enttäuschung war. Habe ich zuviele vieeeel bessere Biere getrunken seither? Oder ist es tatsächlich „Charakter“, der hier fehlt, weil das Bier so gleichmässsig in seiner Art ist?

Fazit: Nach dem Hellen Bergbock werde ich mich auch in Zukunft noch umdrehen, das war ein Highlight!

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Sonntag, 19. Oktober 2008 und wurde abgelegt unter "benhur, Flaschenbier". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

1 Kommentar

  1. ralf sagt:

    Das freut mich aber, dass hier jemand den gleichen Geschmack zu haben scheint wie ich. Der Helle Bergbock ist auch für mich DAS Andechser Bier. Du hast es exakt so beschreiben, wie ich es auch in Erinnerung habe. Vom Dunklen Doppelbock halte ich auch nicht mehr so viel wie früher. Der hat mit der Umstellung auf die neue große Brauanlage am Fuß des Klosters wirklich seinen Charakter verloren. Da steht er dem Salvator in nichts nach. Vielleicht ist der Helle Bock auch deshalb so gut, weil er in kleinen Mengen gebraut wird. Ich kenne ihn nämlich nur aus guten Getränkemärkten. Selbst auf dem Heiligen Berg ist er nicht im Ausschank! *wunder*

    Ab dem Martinstag könnte sich eine Bergtour nach Andechs aber wieder lohnen: Dann gibt es hoffentlich wieder das „Winterbier“ – ein naturtrübes dunkles Bier. Das war letzten Winter deutlich besser als der Bock. An den Hellen Bock kam es aber auch nicht ran.

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