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Bier aus USA: Green Flash Brewing Co. WEST COAST IPA

green_flash_west_coast_titel Die US-Biere habe ich bisher als sehr geschmacksintensiv kennengelernt. In erster Linie auf der Seite des Hopfenaromas, aber auch mit dem Malz wird hier nicht gegeizt. Weil gerade so stark gehopfte Biere in Deutschland noch nicht sehr verbreitet sind, genieße ich das Hopfenabenteuer sehr. Ein local von hier meinte, dass gerade die Microbreweries sehr intensiv hopfen, „they tend to over-hop their beers, and they are trying to be ‚artists of hops'“. Und ich kann das nur bestätigen, im positiven Sinn. Gerade die IPAs mit ihren extrastarken Hopfengaben können ein wahres Erlebnis sein. In Escondido bei Stone Brewing hat mir ein local die Brauerei „Green Flash“ ans Herz gelegt, speziell das „Double Stout“. In einem Liquor Store in Ramona, CA haben wir einige Sorten von Green Flash entdeckt. Ich habe mich allerdings statt für das Stout für das WEST COAST IPA entschieden, weil das sagenhafte 95 IBU Hopfengabe enthält, und ich noch ein bisschen in den Hopfenkunstwerken schnuppern und schmecken möchte, bevor ich über die dunklen Ales und Stouts herfalle.

Aromahopfen

Neben der IBU-Angabe hat mich als weiteres die Beschreibung der Hopfensorten und deren unterschiedlicher Zuständigkeiten für bestimmte Aromen auf dem Etikett zum Kauf bewogen:

Simcoe for unique fruitiness and grapefruit zest

Columbus for strong hop pungency

Centennial for pine and citrus notes

Cascade for floral aroma

Nase

Wenn man erst mal weiß, was drin sein soll, dann kann man das auch tatsächlich alles aus der Flasche heraus riechen. Wäre ich allein mit meiner Nase und einer etikettlosen Flasche da gesessen, wäre das schwierig gewesen, das komplexe Aroma so auseinanderzufieseln. Um dazu in der Lage zu sein, muss ich noch viel viel Hopfen riechen, wenn ich überhaupt mal nur in die Nähe dieser Fähigkeit kommen möchte.

Auge und Mund

green_flash_west_coast_ green_flash_west_coast_eingeschenkt Schönes Bernstein leuchtet mir aus dem Glas entgegen. Darüber duftet das blumige Aromahopfengemisch noch breiter und vielfältiger als es aus dem Flaschenhals kam. Beim Trinken aber muss ich sehr vorsichtig sein, denn ich schmecke hauptsächlich nur die Hopfensorten, das Malz hat keine Chance. Während der Hopfen am Anfang noch die fruchtigen , zitrus-zirbelnussigen blumigen Noten auch im Mund noch mitmacht, haut es einen am Ende fast um ob der hefigen Bitterkeit, die im Nachgang übrig bleibt. Das muss der Columbus Hopfen sein. Dennoch ist alles ausgewogen, in sich stimmig, aber es ist halt ein Hopfensolo, statt einer Wasser-, Hopfen- und Malzsinfonie. Doch ich kann mich nicht beklagen, habe ich es doch so gewollt und die Flasche gekauft, um genau dieses Hopfenkunstwerk von Green Flash zu erleben.

Fazit

Ja, das war ein echtes Erlebnis, das mir die „artists of hops“ von Green Flash da bereitet haben. Zwar eindeutig hopfen-über-lastig, aber in sich stimmig. Gut oder schlecht kann man hier gar nicht sagen. Vielleicht einfach „höchst interessant und erlebenswert“. Könnte ich aber nicht alle Tage so haben, denn ich will ein Bier ja auch trinken, und nicht nur daran riechen.

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Dienstag, 25. Januar 2011 und wurde abgelegt unter "I.P.A., ralf, USA". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

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