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feine Biere, wo und wie wir sie am liebsten haben

Faschingssonntag beim Boandlbräu

Die Forschungsbrauerei macht sich heuer ja leider sehr rar. Brauche ich jetzt eine neue Lieblingsbrauerei? Vielleicht. Auf jeden Fall solange die Forschung zu ist. Es ist halt schon schön, am Sonntag zum Weißwurstfrühstück in einer Brauerei sitzen zu können, umgeben von Menschen, denen das genau so gut gefällt wie mir. Gefunden hätte ich ja so eine Brauerei, und zwar schon länger. Aber ich habe diese nur sehr unregelmäßig besucht, da ich ja schon einen Lieblingsort für meinen Weißwurstfrühschoppen hatte.

Letzte Woche war nun der Newsletter vom Berabecka Boandlbräu in meiner Mailbox, mit einer Einladung zum Weißwurstfrühstück am Faschingssonntag. „Faaaaaasching“ lautete die Betreffzeile der Newslettermail, und im Text wurde neben den Weißwürsten noch angekündigt, dass Peter (Schlagzeug) und der Manni (Gitarre/Gesang) danach „ein paar Stimmungshits trällern“. Das Besondere an dieser Musikgruppe ist, dass Manni (Manfred Fritsch) gleichzeitig auch noch der Bräu vom Boandlbräu ist, und der Wirt. Und irgendwie führt diese Mischung dazu, dass ich mich, egal wann ich komme, beim Boandlbräu immer sauwohl fühle. In dieser Brauerei herrscht zwischen dem Bräu und seinen Gästen, und auch unter den Gästen eine sehr spezielle Stimmung, die ich nicht anders beschreiben kann als mit den Worten „wie beim Boandl“.  Zu diesem „wie beim Boandl“ gehört auch, dass es jedesmal ein bisschen anders ist. Doch immer schön.

Wie gesagt, ich kann es nicht in Worte fassen, was mich daran so fasziniert. Am heutigen Faschingssonntag etwa – angedeutet – folgendes:

  • Live Musik (mit)gespielt und gesungen vom Bräu selber. Oldies aus der guten alten Zeit wie etwa von den Beatles oder von Kraftwerk oder „Ich wünsch mir eine kleine Mietzekatze“ von Loriot. Das brauche ich irgendwie. Zum Festhalten, oder zum Versichern, dass ich tatsächlich damals auch schon gelebt habe.
  • Extra gute Weißwürst. Wirklich gut. Können mit meinen Favoriten aus München locker mithalten.
  • Die Gäste. Ganz normale Menschen. Richtige Menschen, die noch nicht von der Stadt degeneriert sind. Menschen, die noch wissen, wie man ein Tier schlachtet, oder wie man Feuer macht, oder wie man Getreide anbaut.
  • Das Bier. Charakteristisch Boandl. Sehr direkt. Spritzig. Es hat noch diesen jungen Gärgeruch und Geschmack. Schmeckt noch direkt nach den Rohstoffen. Und ist trotzdem ausgereift und bekömmlich. Und vor allem: Es schmeckt nach Leben, angenehm erträglichem Leben, leicht und beschwingt.

Von München Hbf bin ich in 90 Minuten beim Boandlbräu. Nicht oft, aber immer öfter!

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Sonntag, 6. März 2011 und wurde abgelegt unter "Privatbrauerei, ralf, Schwaben". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

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