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Der Bayerische Rundfunk besucht die Forschungsbrauerei

  In der kurzen Zeit seit der heimlichen Eröffnung der Forschungsbrauerei am 01. August hat der Betrieb mit seinen neuen Inhabern, den Gebrüdern Silbernagl, schon mächtig an Fahrt aufgenommen. Die meisten der Stammgäste dürften sich inzwischen wieder eingefunden haben. Auf der Speisekarte stehen die altbekannten Spezialitäten, gleichzeitig aber auch viel Neues. Zu den Bieren „aus eigener Herstellung“, jetzt durch die Brüder Silbernagl, haben sich die Brände der Familie Silbernagl, ebenfalls „aus eigener Herstellung“ gesellt. Und am kommenden Wochenende wird die Wiedereröffnung der Forschungsbrauerei, fast hätte ich gesagt „die Wiederauferstehung“, offiziell mit einem großen Fest begangen, an dem es noch weitere Neuerungen geben wird: Frühschoppen mit großer Blaskapelle sowie erstmals Haxn und Ente frisch vom Grill. Es ist schier unglaublich, was sich da in nur einer Woche alles entwickelt hat. In dieser Phase des Auf- und Umbruchs kam da heute der Bayerische Rundfunk wie gerufen, um einen Bericht über die Forschungsbrauerei zu drehen.

Laurentius – Patron der Brauer und Köche (und anderer Feuerberufe)

Dabei war es wohl mehr oder weniger ein Zu- und Glücksfall, dass die Forschung schon wieder geöffnet ist. Denn der Anlass des Besuchs vom BR war ein ganz anderer: Der Namenstag des Heiligen Laurentius am 10. August. Laurentius wurde als Märtyrer durch Grillen über Feuer hingerichtet und ist daher der Schutzpatron von vielen Berufen, die mit Feuer zu tun haben. Da gehören auch die Brauer und Köche dazu. Und wie es der Zufall will, sind die Brüder Silbernagl alle drei Vertreter solcher Berufe: Ein Schnapsbrenner und Brauer, noch ein Brauer und ein Koch. Ein geradezu ideales Team für einen Beitrag über den Heiligen Laurentius.

Der dritte Bruder: Hans Silbernagl

Manfred und Florian Silbernagl hatten mich frühzeitig über den bevorstehenden Besuch vom Fernsehen informiert, und so war ich heute Morgen schon eine knappe Stunde vor der Öffnung der Bräustüberls in der Forschungsbrauerei, um dem Treiben der Profi-Berichterstatter zuzusehen und um ein paar Aufnahmen von deren Aufnahmen für das Blog zu machen. Dabei hatte ich auch erstmals die Gelegenheit, den dritten der Brüder Silbernagl zu treffen: Den Brauer Hans Silbernagl. Er arbeitet noch in einer anderen gar nicht so unbekannten oberbayerischen Brauerei und hatte seine Arbeitskleidung mit deren Firmenzeichen an. Da haben die Brüder aber, pfiffig wie ich sie mittlerweile kennengelernt habe, schnell einen passenden Aufkleber mit der Forschungs-Eule drüber geklebt. Das sieht auf meinem Foto schon sehr gut aus, und ich wünsche mir direkt, auch so ein Hemd, dann vielleicht mit gestickter Eule, zu haben ;-).

Das Abendschau-Team bei der Arbeit

Ich habe dann das TV-Team bei seinen Aufnahmen im Sudhaus, vor und in der Küche beobachten können, sowie bei den Schlussaufnahmen am Ausschank. Im Keller der Forschungsbrauerei waren sie auch eine ganze Zeit lang gesteckt. Ich bin schon sehr gespannt, was davon dann morgen in der Abendschau im Dritten Programm des Bayerischen Fernsehens zu sehen sein wird.

Die Ausstrahlung des Berichts aus der Forschungsbrauerei erfolgt in der Abendschau des Bayerischen Rundfunks im Dritten, und zwar am 10. August 2011 zwischen 18:00 und 18:45 Uhr.

Neue Forschungen

Ich bin über die Aufnahmen aus dem Keller hinaus auch sehr gespannt, ob man im Fernsehbeitrag auch von den brauerischen Zukunftsplänen der Silbernagls was zu hören bekommt. Zum Aufnahmetermin kam nämlich auch ein Freund der Familie Silbernagl, Georg Mayr, ebenfalls Brauer – wie könnte es auch anders sein – der eine Kiste mit historischer Brauer-Literatur mitgebracht und die Bücher telegen im Sudhaus aufgestellt hatte. Georg Mayr verriet mir kurz, was ich im Laufe der letzten beiden Wochen auch von den Silbernagls selbst schon teilweise gehört hatte: Dass in der Forschungsbrauerei nämlich bald auch tatsächlich wieder geforscht werden soll. Weniger jetzt in dem Sinne, wie Brauereigründer Gottfried Jakob es getan hatte, an der Anlagentechnik, als viel mehr an Rezepten und Brauverfahren. Und da kann man z.B. auch alte Rezepte nachsieden, die in der modernen Anlage einer Großbrauerei nicht mehr umzusetzen sind. Und genauso wie solche historischen Bierforschungen zu betreiben, könnte man auch mal was ganz Neues ausprobieren, neue Malze oder neue Hopfen etwa. In einem großen Betrieb muss der Brauer täglich die Standardbiere für den Verkauf herstellen, in einer Kleinbrauerei wie der Forschungsbrauerei dagegen kann der Brauer sich auch mal selbst verwirklichen, meint Georg Mayr. Und wer weiß, vielleicht wird die Forschungsbrauerei sogar auch ein mal ein neues Forschungs-Weissbier brauen.

Die Zukunft fängt jetzt an

Hat man im vergangenen Herbst noch befürchten müssen, dass die Brautradition in der Forschungsbrauerei zu Ende sein könnte, so sieht es jetzt dagegen eher danach aus, als ob sie gerade erst wieder beginnt. Ich würde mal sagen: In Perlach, da braut sich was zusammen! 😎

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Dienstag, 9. August 2011 und wurde abgelegt unter "Brauereiausschank, Oberbayern, Privatbrauerei, ralf". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

5 Kommentare

  1. ralf sagt:

    Da hat uns der Bayerische Rundfunk aber ein Schnippchen geschlagen: Erst für die Abendschau ankündigen, und dann einfach eine Stunde früher senden (in „Aus Schwaben & Altbayern).

    Zum Glück gibt es den Beitrag online beim BR anzuschauen: http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/schwaben-und-altbayern-aktuell/laurentiustag-namenstag-scholz-ID1312983509769.xml

  2. Jan Menken sagt:

    Sehr schön! Bin im september in Franken (und Oberpfalz) und habe noch einen Tag „frei“, werde vielleicht nach Perlach fahren, auch wenn das etwa 9 stunden reisen bedeutet !

  3. Klaus Bartels sagt:

    Hallo Ralf,
    Du berichtest ja fast schon im „live“ Modus! Letzten Sonntag war ich spontan nach einem Schwimmbad Besuch mit meiner Familie in der FoB. Die ersten beiden 1/2 Pilsissimus haben lecker geschmeckt. Seit heute gibt es einen Bericht in Hallo Ramersdorf – Perlach über die FoB.
    http://www.hallo-verlag.de/lokal_nachrichten/ramersdorf-perlach/1/1/die-forschung-hat-einen-neuen-besitzer-1313062221/
    VG
    Klaus

  4. Immer wieder schön zu lesen, dass ein neuer Keim die Bierkultur nach oben treibt 🙂 Toll, dass auch die Medien immer mehr darauf aufmerksam werden.

    Weiter so!

  5. Klaus Bartels sagt:

    Hallo,

    es spricht sich herum …
    http://www.wochenanzeiger.de/article/112335.html

    VG
    Klaus

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