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feine Biere, wo und wie wir sie am liebsten haben

Bad Windsheimer Freilandmuseum Zwickel und Dunkel

badwindsheimerdunkel badwindsheimerzwickel

Nach etlichen recht herausragenden Weißbieren war mir mal wieder nach etwas ganz anderem. Ich stand im Nürnberger Getränkemarkt und wusste nicht so recht, was ich wollte, da fiel mein Blick auf zwei Flaschen vom Freilandmuseum. Das kenne ich ja noch gar nicht, bisher hat auch noch kein Besuch im Museum geklappt, also kann das heute Abend mein Essensbegleiter sein.

Das Zwickel begleitet mich beim Kochen. Es hat eine schöne warme Farbe, durch die Trübe leuchtet es fast von innen heraus. Ein kräftiger, aber ein bisschen undifferenzierter „bieriger“ Geruch lädt zum ersten Schluck ein: recht fränkisch! Kräftig, voll und weich, aber auch leicht spritzig ist es ein ganz typischer Vertreter aus dieser Region. Gut gelungen!

Nach dem Essen darf das Dunkle zeigen, was es kann. Die schöne, noch leicht durchscheinende Schokoladenfarbe kann mehr überzeugen als der etwas muffige Geruch. Geschmacklich muss sich das Dunkle aus dem Museum aber nicht verstecken: im Antrunk leicht brotig, kommt gleich noch ein bisschen Süße hinzu, um im Abgang noch dezent etwas Kaffee und Schokolade schmecken zu lassen. Auch hier eigentlich alles ganz klassisch für ein Dunkles, ebenfalls gut gelungen!

Die Biere werden übrigens bei der Bürgerbräu Bad Windsheim gebraut, das Zwickel laut Presseinfo im alten Schlüsselfelder Kommunbrauhaus, das nun in Windsheim im Museum steht.

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Samstag, 19. Januar 2013 und wurde abgelegt unter "benhur, Franken". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen. Pingen ist zur Zeit nicht erlaubt.

6 Kommentare

  1. Prosch sagt:

    Die beiden biere bad windsheimer zwickel und dunkel werden beide im freilandmuseum bad windsheim im kommunbrauhaus aus schlüsselfeld gebraut und nicht bei der brauerei tucher info unter http://www.kommunbrauhaus.com

  2. benhur sagt:

    Bürgerbräu gehört zu Tucher, ich glaube, es ist nicht viel mehr als eine Marke (also ein Etikett), eine eigene Brauerei gibt’s da jedenfalls nicht.
    Ob die Tucher auch das Dunkle oder nur das Zwickel tatsächlich in Bad Windsheim braut, konnte ich nicht sicher herausfinden. So viel wird im Museum ja nicht gebraut werden können, das meisste der Bürgerbräu-Biere wird schon in den Brauanlagen bei Tucher entstehen.
    Das muss ja nun auch gar nicht schlimm sein!
    (Wenn die andern Tucher-Biere auch so gut schmecken würden, würde ich sie auch gerne trinken.)
    Bei http://www.braufranken.de erfährt man übrigens viel über die fränkischen Brauereien.

  3. ralf sagt:

    Das erinnert mich alles an das Rätsel um die Klosterbrauerei Scheyern. Biere mit deren Namen gibt es in zwei Färbungen: regional und überregional, beide zusammen hier zu sehen: http://www.klosterbrauerei-scheyern.de/unsere_biere.html.

    Als ich zum ersten Mal so ein überregionales Fläschchen probiert hatte, Anfang 2008, stand da auf der Rückseite noch klein gedruckt, dass es von Tucher in Fürth käme. Ende 2008 las sich das dann schon so: „Hergestellt und abgefüllt für die Klosterbier-Vertriebs GmbH, 85298 Scheyern“. Hier gut zu erkennen: Blog-Bild von Dezember 2008. Man sollte der Sache wirklich mal ernsthaft auf den Grund gehen.

  4. Bad Windsheimer sagt:

    Wir können „Prosch“ nur zustimmen: Das Bad Windsheimer wird wirklich im Freilandmuseum gebraut. Davon können Sie sich vor Ort selbst überzeugen.

  5. benhur sagt:

    Ich wollte mit meinem Artikel ja auch durchaus betonen, dass dieses Zwickel sogar im alten Brauhaus im Museum gebraut wird. Wenn ich mir die Brautermine ansehe und die Kesselgröße so vorstelle, muss ich allerdings annehmen, dass nicht jeder Sud jeder der 3 Sorten der Bad Windsheimer Bürgerbräu an diesem Ort gebraut wird.
    Das Lohnbrauverfahren, wo eine Brauerei im Auftrag für eine andere Bier braut, ist ja nichts Ungewöhnliches, und auch nichts „Verwerfliches“. Meistens sind die offiziellen Informationen darüber allerdings sehr sparsam.
    In diesem Artikel ist von 3x wöchentlich ca. 25 Hektolitern die Rede, und davon, dass der Sud der Dunkel-Flaschen bei Tucher entsteht, offensichtlich nur das im Wirtshaus ausgeschenkte Dunkel auch in Bad Windsheim gebraut wird. Über das Helle kann ich gar nichts finden.
    Persönlich ist mir das auch überhaupt nicht wichtig, mir schmeckte diese Flasche Dunkles hervorragend, und ich würde mir wünschen, dass bei Tucher noch mehr solch gutes Bier gebraut werden würde.
    Interessant und beachtenswert finde ich hingegen, daß im Museums-Brauhaus überhaupt und so oft gebraut wird!
    Auf jeden Fall nehme ich mir dieses Jahr einen Besuch dort vor, hoffentlich klappt es an einem Brautermin…

  6. benhur sagt:

    Das ist ja wirklich kompliziert, und nicht immer leicht zu durchschauen, wer hier für wen und wo was braut…
    Irgendwie habe ich hier noch ein paar falsche Schlüsse gezogen oder bin auch Fehl- oder veralteten Informationen aufgesessen, und habe das dann auch noch schlampig formuliert – dafür möchte ich mich bei allen Betroffenen entschuldigen.
    Die Brauerei Tucher legt Wert auf eine korrekte Darstellung des Sachverhaltes, und dem möchte ich selbstverständlich gern nachkommen:
    „Richtig ist, dass die Bad Windsheimer Brauerei die unter ihrem Namen in den Verkehr gebrachten Biere in Bügelverschlußflaschen ausschließlich in ihrem eigenen Brauhaus bzw. im Freilandmuseum Bad Windsheim braut.“
    Also, dieses Bier ist nicht bei Tucher in Nürnberg-Fürth gebraut!
    Den Artikel-Text habe ich dahingehend korrigiert.

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