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feine Biere, wo und wie wir sie am liebsten haben

Schierlinger Roggen

Ich bin ja immer daran interessiert, Biere mit Malzen aus anderen als den üblichen Getreidesorten Gerste und Weizen zu probieren, so war schnell klar, dass ich heute in dieser Wirtschaft den angebotenen Schierlinger Roggen probieren musste. Zu dem Zeitpunkt wusste ich nicht, welche Brauerei dieses Bier herstellt, ich hatte wegen dem Namen „Schierling“ nur irgendwie Oberpfalz oder Niederbayern in meiner Vorstellung.

Das Bier kommt in hohen Gläsern (obergärig) und hat eine schöne dunkelrote matte Farbe mit toller fester Schaumkrone. Der Duft, der hier durchkommt, ist deutlich malzig, aber eher brotig als karamellig. So ist auch der Antrunk, ein wenig spritzig dann im Gaumen, und ein kurzer ebenfalls eher malziger Abgang, sogar fast ein wenig nach Roh-Getreide schmeckend. Mich erinnert das etwas an Dinkelbrot, das ich gerne esse.

Ja, das Bier ist recht interessant, gut zur kräftigen Mahlzeit. Irgendwie stört mich aber das Bizzelige, und dafür fehlt mir noch irgendetwas, ich weiss nicht recht was – vielleicht der Hopfen?

Nun aber die Auflösung: Es ist eine Biersorte der Thurn und Taxis Brauerei (also über Paulaner aus dem Heineken-Konzern)! Mit meinem geografischen Gefühl lag ich also ganz richtig.

Auf ihrer Homepage erfährt man interessantes zum Thema Roggenbier:

Bis in das 15. Jahrhundert hinein gehörte Roggenbier zu den gängigen Biersorten in Deutschland. Nach einigen Missernten wurde zur Linderung der Hungersnot die Verwendung von Roggen auf die Herstellung von Brot beschränkt. Von diesem Zeitpunkt an wichen die Bierbrauer auf Gerste aus, bis heute einer der klassischen Bestandteile von Bier. Die Fürstliche Brauerei Thurn und Taxis war die erste Brauerei, die wieder mit der Produktion von Roggenbier begann. 1995 kam die erste Sorte Roggenbier unter dem Namen „Schierlinger Roggen“ auf den Markt.

Roggenbier ist ein vollmundiges, dunkles und obergäriges Bier und wird oft mit Weizenbierhefe vergoren. Zur Herstellung werden mindestens 50 % Roggen- oder Dinkelmalz verwendet. Roggenbier hat meist eine leichte Geschmacksnote von Brot, oft meinen Biergenießer auch, Pumpernickel herauszuschmecken.

 

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Montag, 24. September 2012 und wurde abgelegt unter "benhur, Roggenbier". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen. Pingen ist zur Zeit nicht erlaubt.

3 Kommentare

  1. Steiner Heinz sagt:

    Ich hab vor vielen Jahren in Mittenwald öfters ein Schierlinger Roggen getrunken, das sehr gut war. Es wurde dann nicht mehr angeboten und ich hab es aus den Augen verloren. Ich wäre ihnen dankbar, wenn sie mir eine Bezugsquelle nennen könnten. Großraum Mittenwald / Innsbruck. Danke und Gruß. Heinz

  2. benhur sagt:

    Laut http://www.braukultur-franken.de/biersorten/roggenbier/roggenbier.html wird es jetzt direkt als ‚Paulaner Roggen‘ vermarktet. Ich habe das aber noch nie gesehen. Vermutlich gibt’s dieses Bier gar nicht mehr. ..

  3. Barm sagt:

    Ich würde gern mal ein Beleg dafür sehen, dass Roggenbier einmal eine gängige Biersorte wäre. Alle mir bekannnten historischen Quellen sagen fast einstimmig, dass Roggen sehr schlechtes Bier mache, weshalb man ihn nur in Notzeiten zum Brauen verwendet hätte.

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