Kategorie: Franken
Es freut mich doch immer wieder sehr, wenn ich merke wie unser Blog meinem Bekanntenkreis so im Gehirn verankert ist, das sie fast automatisch, immer ein Mirbringsel für mich haben wenn sie ein außergewöhliches Bier entdecken! So komme ich also zum Förster-Dunkel der Gampertbräu.
Schön schaumig – ein nicht unsympatischer Anblick! Zusammen mit einem milden Malzgeruch genehmige ich mir einen ersten Zug:
Sofort bemerke ich ein leichtes bizzeln auf der Zungenspitze. Danach kommt ein völlig geschmeidiges Gleiten in und durch meinen Gaumen. Toll!
Da passt das leicht süssliche im Nachgeschmack. Schlieslich ist es ja ein Dunkel!
Was fehlt ist eigentlich nur eine zweite Flasche zu meiner kräftigen Brotzeit!
Prost!
Nürnberg – das bedeutet für mich immer einen Abstecher zur Hausbrauerei Altstadthof. Dieser Ausflug hat sich heute für mich in zweifacher Weise gelohnt: Pünktlich zum Advent gibt es seit dieser Woche in der Hausbrauerei Altstadthof in Nürnberg zwei starke Neuheiten aus Rotbiermalz:
Einen Rotbierbock – erstmalig im Ausschank.
Ayrer’s Red Single Malt Whisky – ein Single Malt Whisky aus Rotbiermalz, in der vom Altstadthof gewohnten Bio-Qualität, und damit der erste deutsche Bio-Whisky überhaupt.
Im Frühjahr hatte ich das Glück, auf dem “Berch”, also auf der Erlanger Bergkirchweih den Braumeister Roman Gause von der Brauerei Steinbach kennen zu lernen. Wir unterhielten uns natürlich über Bier, und ich erzählte unter anderem von meinen Erfahrungen, die ich im Winter in Kalifornien mit den Hopfungskünsten der dortigen Kleinbrauereien, den “microbreweries” und deren hopfigen Superstarkbieren, meistens Ales gemacht hatte. Damit waren wir schon beim richtigen Thema: Hopfen. Roman erzählte darauf, was für ein Fan der Hopfensorte “Saphir” er wäre, dass er ebenso wie ich die “Hopfenweisse” von Schneider so genial findet (da ist auch Saphir drin), und dass die Brauerei Steinbach, also er selbst, bereits ein Bier mit Saphir gebraut hatte. “Hopfenfrucht” hieß das damals. Leider hatte ich diese Gelegenheit verpasst. Ein Spezalitätenbier mit Saphir! Auf meinem jüngsten Ausflug nach Franken sollte sich aber unverhofft eine zweite Gelegenheit ergeben. Nicht für die Hopfenfrucht, sondern für etwas noch viel Aufregenderes: Die “Hopfenkrone”, ein Bier das mit gleich drei Edelaromahopfen eingebraut wurde: Opal, Smaragd und natürlich unserem Liebling Saphir.
Beim diesjährigen Bierfest in Nürnberg habe ich zum ersten mal etwas vom Hembacher Bier gehört und natürlich auch getrunken. Damals hat mir das dunkle Stöffla und auch das Kellerbier aus Rednitzhembach bei Schwabach sehr geschmeckt, doch erst gestern konnte ich mir ein paar Flaschen mit heim nehmen. Man muß das Bier direkt in der Brauerei abholen, denn außer in einem befreundeten Getränkeladen in Schwabach und im Bieramt in Nürnberg gibt es das Bier nämlich nicht zu kaufen, teilte mir der Chef Jürgen Müller mit. weiterlesen… »
Die diesjährige Pfingsttour mit dem Motorrad ging unter anderem durch Pegnitz. Für den Abend wollte ich mir ein ansässiges Bier mitnehmen. Doch leichter gesagt als getan. Alle Läden hatte ja zu! An der grösseren Tankstelle habe ich dann dieses sehr einladend aussehndes Schlüggla aus Pottenstein mit eingepackt. Tankstellen haben ja in Regel mehr Biere zur Auswahl als Benzinsorten! Zuhause gings der kleinen “Longneck” an den Kragen. Hopfig und malzig/süß ist der Antrunk, gefolgt von einem sehr fruchtigen gleiten über die Zunge und doch schön bitter im Gaumen. Insgesammt alles in allem sehr süffig und damit auch etwas gefährlich. Sehr gut!
Prost!
Nach meinem Artikel über den Maibock 2010 vom vergangenen Jahr haben wir alle mit großer Spannung erwartet, wie der Maibock denn in diesem Jahr ausfallen wird. Es wäre schön gewesen, wenn man die beiden Biere im direkten Vergleich hätte probieren können. Doch bei Bier ist das anders als bei Wein. Durch Lagern wird es, sobald es einmal ausgereift ist, nicht mehr besser. Und die üblichen Konservierungsmethoden, wie unter Umständen gar Einfrieren, würden es nur zerstören. So gibt es also keine “Jahrgänge”, die man schön nebeneinander verkosten kann. Man muss sich hier voll auf sein Gedächtnis verlassen. Und weil die Erinnerung ja mit der Zeit verblasst wie zu lange gelagertes Bier, habe ich ein Biertagebuch, in dem ich meine Eindrücke immer unmittelbar festhalte. Beim 2011er Altstadthof-Maibock habe ich da wieder besonders viel geschrieben. Ich möchte gar nicht wissen, was die Kellnerin an diesem Sonntag Morgen dachte, als sie mich beobachtete, wie ich da so lange hochkonzentriert über meinem Bücherl brütete.
Ich gebe es ja zu – gekauft habe ich den Viererpack wegen des sehr schönen Ettikets.
Zuhause habe ich ihn erst einmal in den Kühlschrank gestellt. Man(n) soll ja nichts überstürzen!
Doch lange Rede kurzer Sinn:
Kaum war das Bier etwas abgekühlt, da war auch schon die erste Flasche eingeschenkt. Mit heftigem “Plopp” springt der Verschluß zur Seite! Welche Farbe wird es wohl haben?
Am Abend des Josefstags 2011 ging es dann (wie befürchtet
) im Bräustübl beim Bockbierfest richtig zur Sache. Das ganze Blogteam samt Anhang war anwesend, sowie zwei Bierpilger und Freunde des Blogs aus München. Wir durften sogar am Braumeistertisch sitzen und bekamen so noch einiges an Zusatzinformation zum Josefibock: Seine angenehm geringe Süße rührt daher, dass das Bier endvergoren ist, wie Stefan Mützel uns erklärte. Das erklärt wohl auch, warum der Bock trotz seiner “nur” knapp 17,5% Stammwürze (also gerade noch kein Doppel-Bock) erstaunliche 7,5% vol. alc. erreicht. Stefan nannte das dann ein
schlankes endvergorenes Bier.
Bisher hatte ich den Frühlingsanfang immer in meiner Münchner Lieblingsbrauerei begangen. Mit einer Anstichzeremonie am Freitag Vormittag, und dann mit einem rauschenden Fest am Abend sowie an den beiden Folgeabenden. Wichtig war, dass die Brauerei wieder ihre neue Saison eröffnet hatte, und dass es endlich wieder vernünftiges Bier zu trinken gab, Bockbier in diesem Fall. Der Eröffnungstermin war dann, sofern dies schon in der Fastenzeit war, das erste Märzwochenende, manchmal das letzte im Februar. Den Josefstag hatte ich in dieser Zeit nie so richtig zelebriert, bestenfalls am Rande wahrgenommen. Heuer aber ist alles anders. Meine Lieblingsbrauerei hat nicht mehr aufgemacht, und so bin ich frei für neues. Und da gab es in Ellingen bei Weißenburg in Bayern – korrekt aber in Franken! – etwas zu erleben, das sogar für Ellingen neu war: Einen Josefibock-Anstich (nicht neu) am Josefsbrunnen (ganz neu!
).
Heute habe ich mal den Keller Trunk der Ammerndorfer Brauerei zur Verkostung. Man muß auch hier in Nürnberg etwas suchen um ein paar Flaschen zu ergattern. Am einfachsten wäre es natürlich direkt in die Brauerei nach Ammerndorf zu fahren, da gibts einen tollen Brauereiverkauf. Auch Feierfässer kann man da bekommen! Man füllt nach Wunsch…
Nachdem ich mir das Bier ins Glas eingeschenkt habe, fällt die deutlich hellere Farbe als die des Spezial auf, das ich sonst bevorzuge. Eigentlich wollte ich hier einen Link einfügen, aber ich habs euch ja noch gar nicht beschrieben! Das werde ich baldigst nachholen.
So ist “Kellerfarben”! Volle Trübung und kräftiger Duft nach Malz. Im Gaumen ist es weinig spritzig. Genau so mag ich es. Natürlich ist so ein naturtrübes Bier schon süß. Der Hopfen versteckt sich und ruckzuck ist mein Glas leer. Das schmeckt!
Ein toller Begleiter für einen ganzen Abend!