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feine Biere, wo und wie wir sie am liebsten haben

Maximator 2008

sankt_augustin.jpg Gestern war ich wieder mal in München beim Augustiner Starkbier, das ich seit ich es kenne in keinem Jahr mehr auslasse. Der “Maximator”, wie das Fastenbier der Augustiner Brauerei heisst, ist ein dunkles malziges Starkbier, wie man es in Oberbayern und Schwaben zur “fünften Jahreszeit” in vielen Brauereien bekommt. Der Maximator aber ist für mich einer der besten dunklen Böcke.

Ich trinke den Maximator jetzt schon seit über fünf Jahren. Er schmeckt von Jahr zu jahr bisweilen ein wenig anders, bleibt aber stets unverkennbar. Und der Bierkenner weiß: solche kleinen Geschmackschwankungen sind als Qualitätsmerkmal guten handwerklich gebrauten Bieres zu werten. Man kennt das eigentlich eher von kleinen und kleinsten Brauereien, und zu denen gehört die Augustiner Brauerei mit Sicherheit nicht. Umso erstaulicher ist dann die Qualität der Augustiner Biere, und insbesondere die des Maximator.

maximator_2008_etikett.jpg Wie schmeckt er denn nun, der Maximator 2008? Das Ergebnis meiner Kostprobe: Er ist malzig, spritzig, mit schaumigem Körper. Zudem besitzt er eine stark ausgeprägte Karamelsüße, fast wie “Karamalz”. Trotzdem handelt es sich um ein echtes ausgereiftes Hopfenbier. Der leicht brenzlige Beigschmack, den ich bei früheren Jahrgängen manchmal wahrgenommen hatte, fehlt dem Maximator 2008 total. Er wirkt eher wie verflüssigte Bayrisch Malz Bonbons. Dieses Bier dürfte auch Leute, denen Bier sonst zu bitter ist, zum Genuss von deutlich mehr als nur einer Halben verführen können. Aber Vorsicht! Auch wenn der Maximator kaum nach Bier schmeckt, ist er eines, und zwar von der stärksten Sorte: 7,5% Alkohol, die man beim Trinken nicht schmeckt, die einen aber nach mehreren Halben hinterher an der frischen Luft gewaltig einholen können.

Am liebsten genieße ich dieses Bier – natürlich nur vom Fass – in den Augustiner Bräustuben an der Landsberger Straße 19 in München. Noch schöner wäre es eigentlich im Augustiner Biergarten an der Arnulfstraße auf der anderen Seite der Hackerbrücke, aber da muss man schon sehr Glück haben, um im Februar oder März einen sonnigen warmen Vorfrühlingstag zu erwischen. Das dürfte heuer, wo Ostern so furchtbar früh ist, sehr schwierig sein. Doch in einem früheren Jahr ist mir dieses Glück schon ein mal zu Teil geworden.

maximator_2008.jpg maximator_2008_close.jpg

Ich gratuliere den Brauern der Augustiner Brauerei zu diesem Meisterstück.

Prost Maximator!

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Samstag, 16. Februar 2008 und wurde abgelegt unter "Doppelbock, Dunkles, ralf, untergärig". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

2 Kommentare

  1. Flori0, das freut aber, daß du jetzt mitblogst! Dein Beitrag setzt aber ganz neue Maßstäbe.
    Aber wenn das Bier diese besondere Qualität erfordert … 😉

  2. Flori sagt:

    Tja, nachdem Du so lieb bist, mich hier in Deinem tollen Blog mitwirken zu lassen, kann ich ja nicht mit einem Allerweltsbier anfangen 😉 Ich hoffe nur, der Heilige Augustin wird dereinst mal an mich denken, damit ich dann nicht greisliges Manna saufen muss.

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