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Erdinger Urweisse

erdinger_urweisse.jpg Seit ein paar Wochen steht schon eine Flasche „Erdinger Urweisse“ bei mir rum – als Grossindustrie-Bier verschrieen, trau ich mich nicht so recht ran…Aber die Flaschen-Aufmachung (in der traditionellen „Maurer-Flasche“ mit dezentem Aufdruck) macht mich dann schon auf den Inhalt neugierig. Heute musste der Test also mal sein. Beim Einschenken erst mal ein positiver Eindruck:  sehr schöne Bernstein-Farbe, stabiler, feinporiger Schaum, wenige grobe Hefeflocken, aber gleichmässig trübe Mischung im Bier…Der Geruch hat mich dann aber nicht so berauscht: ziemlich vage, kaum Hefe, wenig Malz-Süsse. Auch der erste Antrunk war dann wieder typisch „Lifestyle-Sportlerweissbier“: viel Kohlensäure („bizzelt“ unangenehm auf der Zunge) und wenig Fruchtgeschmack (die Weizen-typische „Banane“ fehlt vollständig). Obwohl es angeblich 5,2% Alkohol hat, schmeckt es doch eher substanzlos wie ein leichtes Bier. Zum Glück hab ich ein paar Flaschen Gutmann zum nachspülen..;-)

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Freitag, 13. Februar 2009 und wurde abgelegt unter "Großbrauerei, Oberbayern, Weizenbier, willi". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

5 Kommentare

  1. ralf sagt:

    Ich habe diese Flaschenform auch schon auf vielen Baustellen gesehen, zuerst als meine Eltern unser Haus gebaut hatten, und später als ich als Tubaspieler bei so manchem Hebauf mitgespielt hatte. Die Bezeichnung „Maurer-Flasche“ kenne ich aber nur für eine einzige ganz spezielle Form: In der kam z.B. das Aufsesser Zwickel in unser Blog. Diese andere Form ist sozusagen die Ur-Form der modernen „Plopflaschen“.

    Die Flasche, die Erdinger hier verwendet heißt korrekt „Euro-Flasche“, nach DIN 52.

    Das musste ich jetzt einfach los werden. Als ehmaliger Getränkeautomatenbeauftragter in meiner ehemaligen Firma habe ich da, zwangsweise, das entsprechende Hintergrundwissen bekommen – und jetzt wohl ein Trauma abzuarbeiten 😉

    Nix für ungut
    ralf

  2. Bierbaron sagt:

    Und hier die Enthüllung: Es ist eine Markeitng-Kopie!

    Erdinger versucht mit dieser Aktion klar an den Erfolg von Augustiner anzuknüpfen: Gleiche Flasche wie Augustiner, auf alt getrimmter Name und Aussehen.

    Nicht nur Chinese kopieren.

  3. Schluckauf sagt:

    Kann den Kommentar von Ralf nur bestätigen.
    Die Brauer bezeichnen diese alte Flaschenform tatsächlich als Maurer-Flasche.
    Die neue Form (eingesetzt von z.B. Hacker, Leikeim, Kulmbacher, Wernecker etc.) mit breiter Schulter bezeichnet man als „Bavaria-Flaschen“. Die Flaschen mit einer größeren Ausweitung im Flaschenhals sind die „Kropfhals-Flaschen“.
    Zur Euro-Flasche: einige Brauereien, die in den 60er und folgenden Jahren bis heute den Wechsel zur NRW-Flasche und, sorry, auch zu der BV-Flasche, nicht mit gemacht haben, sind heute die Brauereien mit Absatz-Zuwachs (z.B. Tegernseer, Augustiner, Gutmann, Hofmühl…).
    Da versucht natürlich der Erdinger Weißbierbrauer auch ein vom Stück vom Kuchen zu ergattern……

  4. Afrogo sagt:

    Hallo zusammen.

    Trotz des leicht in die Jahre gekommenen Beitrags muss ich mich auch noch einmischen. Die Euro – Flasche ist in der DIN 6198 beschrieben. Bei der DIN 52 handelt es sich um Feuerwehrkupplungen.

    Gruß,
    Afro.

  5. willi sagt:

    Ihr habt alle Recht: ich meinte tatsächlich die Euro-Flasche nach DIN 6198, die vereinzelt auch als Maurer-Flasche bezeichnet wird; aber die eigentliche Maurer-Flasche ist eine Bügelverschluss-Flasche. Alles gut? Und Prost!

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