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Wiedereröffnet: Gasthaus Seelmannbräu in Zettmannsdorf

Seit 6. Februar diesen Jahres hat die gebeutelte Brauereigaststätte Seelmann in Zettmannsdorf wieder eröffnet! Diese Neuigkeit ist sofort einen Testbesuch wert, zumal bereits ein Kumpel selbige bestätigen konnte. Es gibt neue Pächter, es wird fleissig renoviert, ohne jedoch den Charme der Gaststube anzutasten, und auch in der Brauerei tut sich etwas, aber noch gibt es kein eigenes Bier. Im Ausschank vom Fass gabs heute 2 Sorten der Brauerei Reh aus dem Ellertal, nämlich das dunkle Landbier und ein Pils.

Wenn ich dunkles Landbier höre, brauch ich sonst nix mehr. Und dieses Bier wahr wahrlich keine Enttäuschung! Im Steinkrug war zwar die Farbe nur zu erahnen, der Schaum aber schön unregelmäßig und dicht. Der nächste Schritt ist für die Nase: im Geruch nicht sehr aufdringlich, etwas fein aber sehr schön ausgewogen. Jetzt aber einen großen Schluck! Ahhhhh, genau so mag ich mein Landbier! Perfekte Balance zwischen erfrischend und geschmackvoll…

Nach diesem äußerst befriedigenden Genuß war ich doch sehr gespannt, was die Brauerei Reh sonst noch auf Lager hat und hab mich sogar ans Pils gewagt. Der Anblick in der Pilstulpe war definitiv ein Genuß. Wie zu erwarten ist es deutlich hopfiger als der Vorgänger, dabei aber keineswegs bitter. Auch dieses Bier schmeckte mir, wenngleich ich ein sehr gutes Dunkles immer einem normal guten Pils vorziehe 😉

Nun drängte mir die Wirtin aber ihr Lieblingspils regelrecht auf, das müsse ich unbedingt probieren, auch wenn es nicht vom Faß sondern aus der Flasche kommt: Schänzer Kronabier der Brauerei Lindner aus Scheßlitz, und zwar ebenfalls das Pils. Im viel schlankeren Glas machte es schon einen ganz anderen Eindruck. Auch im Geschmack kein Vergleich, viel weicher, mit einem Nachgeschmack, der, ich möchte sagen: cremig-ranzig wirkt. Also nicht wirklich mein Favorit, nein, hier werde ich ohne zu zögern wieder das Reh-Landbier wählen und vollkommen zufrieden sein – es sei denn, Rudi Seelmann hat sein eigenes Bier fertig, ohh, auf diesen Tag freu ich mich wie ein 3jähriger auf Weihnachten!!!

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Mittwoch, 11. Februar 2009 und wurde abgelegt unter "benhur, Brauereigasthof, Dunkles, Franken, Pils". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

3 Kommentare

  1. Müller Engelhard sagt:

    Hallo ich kenne die Brauerei Seelmann seit gut 45 Jahren. Das Bier in der Bügelflasche war für uns in Schweinfurt/Bergl Kult. Damals wurde das Bier noch bis ins Haus gebracht.Man kante sich noch.Bei uns der Limohög H. Seelmann war ja ein begeisterter Fußballfan, er hatte sich auch groß für die 05er Schnüdel interessiert.Ich wünsche mir das diese kleine Brauerei so bestehen bleibt. Ich glaube in den Kleinbetrieben wie diese ist sehrviel Herzblut dabei.Diese Ruhe und Einmaligkeit, Gastlichkeit macht es für uns gehetzten Mitbürgern immer wieder zu einem Erlebniss .Ich Wünsche der Familie Seelmann alles Gute und viel Erfolg mit ihrem Konzept.
    Es Grüßt Müller Engelhard

  2. Brandt Karl-Heinz sagt:

    Wir werden mit unserem Borgward nächste Woche wieder die gemütliche Gaststätte unseres lieben Freundes Schorsch ansteuern, auch wenn wir ihn nur noch geistig erspüren können, wird er aus der Erinnerung heraus an unserer Seite sitzen und wir werden uns mit Wehmut an diesen hervorragenden Menschen und Freund erinnern. Seine sachlich tiefgründigen Beiträge zu den Themen Kunst und Geschichte werden uns fehlen. Hoffentlich ist die Gartenecke für unser Zelt noch vorhanden.

    Charly

  3. Honk04 sagt:

    Hallo Charly,

    da kann ich Dir aus eigener Erfahrung nur dringend raten, vorher anzurufen, siehe http://brauereiseelmann.wordpress.com .

    Mein Stand vom Sommer letzten Jahres, als es mir nach mehreren vergeblichen Versuchen gelungen war, dort endlich mal offene Türen zu finden:
    Die Gaststätte wird nur noch im Nebenerwerb betrieben und ist oft geschlossen.

    (Dass dort noch selbst gebraut wird, wird in der Umgegend aus div. Gründen arg bezweifelt.)

    Sollte sich seitdem etwas geändert haben, wäre es schön, aber ich vermute leider eher nicht.

    Gruß
    Honk

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