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feine Biere, wo und wie wir sie am liebsten haben

Nachlese: Biere, die so nicht wieder kommen

Beim Durchgehen durch meine Verkostungsnotizen oder Foto-Sammlung stoße ich immer mal wieder auf Notizen, die es nicht zeitnah in einen Artikel geschafft haben, und wenn ich später nicht mehr alle Stichworte lesen kann und daher im Netz recherchiere, finde ich nichts mehr dazu. Weil die Biere aber wirklich toll waren, habe ich mich nun entschlossen, für Neugierige trotzdem einiges davon zu veröffentlichen – ohne Gewähr auf Richtigkeit!

BraufactuM Hobbit Strong Saison

Auf der Braukunst LIVE! 2015 habe ich das am Stand vom Hauptsponsor BraufactuM getrunken. Mit 9,5% alc. ist es tatsächlich eher „strong“ als ein „Saison“, kaltgehopft mit dem australischen Hopfen Enigma. Es leuchtete kräftig orange-gelb-gold seidenmatt, mit einem tollen und sehr stabilen Schaum. Der Duft in der Nase: typisch Saison, nämlich ein wenig hefig, blumig und vor allem fruchtig. Spritzig und trocken kommt es im Gaumen, die Fruchtnoten erinnern mich, neben den eher tropischen Früchten, an Mirabelle, aber auch ein wenig Banane. Sehr erfrischend, sehr drinkbar trotz des Aklohols.

Craftwerk Barrel Aged Tripel limited edition

Hierfür wurde das Triple Holy Cowl in Eichenholzfässern gelagert, die zunächst 2x mit Bordaux und dann einmal mit deutschem Rotwein belegt waren. Nun ja, wollen wir doch gern wissen, ob man das schmeckt ;-)! Leider stand mir das ungelagerte Tripel nicht zum Vergleich zur Verfügung, aber gelagert ist es ein erstaunlich leuchtendes Kastanienbraun mit wenig Schaum in großen Blasen. In der Nase ist es erdig, man erkennt feuchtes Holz, dunkle reife Früchte, aber vor allem hat es eine deutlich Whisky-Note! Zart ist der Antrunk, mit deutlichen Aromen von hellen (!) Früchten, irgendwie völlig anders als das, was die Nase eben noch wahrnahm, trotzdem scheinen diese olfaktorischen Eindrücke nicht verloren, sondern werden auch in den Gaumen geleitet, um sich in einem wieder erdigen Abgang in Richtung Whisky zu zeigen. Dieses Einrahmen wirkt erstaunlich stimmig, und ist gleichzeitig doch auch überraschend. Toll!
Mit 9.7% alc. ist es zwar stark, aber nicht zu schwer. Die reinen Zutaten klingen übrigens auch gar nicht spektakulär: Pilsner und Karamellmalz, Perle und Hallertauer Tradition.

Barth Haas Hopfen-Verkostungsbiere

2015-03-06 19.19.06

Ebenfalls auf der Braukunst LIVE! 2015 konnte ich beim Stand des größten Hopfenhändlers eine Verkostung von Bieren mit neuen Hopfensorten machen, die natürlich so gebraut wurden, daß das spezifische des Hopfens gut herauskommt. Bevor ich das jetzt alles abtippe, hier die Beschreibung von T’n’T (Session Lager), Relax (Session Lager und Pale Ale), Monroe (Session Lager und Pale Ale) und Fantasia (Weißbier):

2016-12-29 19.22.19

Die einzelnen Hopfen konnten da wirklich gut die beschriebenen Noten zeigen, erstaunlich auch der Unterschied des selben Hopfens in der unter- und der obergärigen Biersorte! Das war sehr spannend und lehrreich und dabei waren alle Biere auch noch ein Genuß!

Schneider Matilda Soleil

Eines der Tap-X-Kreationen von Georg Schneider und seinem Braumeister Hans-Peter Drexler, vorgestellt erstmal auf der Braukunst LIvE! 2015, aber auch noch eine ganze zeitlang danach in den hübschen 0.7l-Champangerflaschen (und im Bräuhaus) erhältlich, war das Matilda Soleil. Schon die Vorstellung des Bieres durch Herrn Schneider war toll – lest am Besten selber nach, wie die Geschichte ging – das Bier selber war einfach eine Wucht: helles Bernstein im Glas, mit einem schönen Schaumkrönchen. Der Duft nach Apfel, Birne, Quitte und etwas nussig, auch im Antrunk mild, fruchtig, leicht; die Süße und eine leichte Säure (fruchtig eben) wunderbar aufeinander eingespielt. Ein „Frauenbier“ (quatsch, natürlich, aber manche assoziieren damit eben diese fruchtige Leichtigkeit)… Wir haben damals dazu eine speziell abgestimmte Schokolade mit Marzipan verkosten können und anschließend auch karamellisierten Camembert mit grüner Walnuß, was beides die Aromen des Bieres sagenhaft unterstützt hat. Aber auch später wars immer wieder ein Traum, dieses Bier zu genießen.

So, das reicht erst mal für einen Rückblick heute. Wer’s verpasst hat: nächstes mal nicht zu lange zögern, sonst ist gutes Bier auch mal weggetrunken.

Und: an dieser Stelle mal ein ganz ganz herzliches Dankeschön an die Brauer, die mutig solche besondere Kreationen wagen!

 

 

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Samstag, 31. Dezember 2016 und wurde abgelegt unter "benhur, Biere". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen. Pingen ist zur Zeit nicht erlaubt.

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