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feine Biere, wo und wie wir sie am liebsten haben

Gröninger in Hamburg

Fühlte ich mich als Franke bisher in München wie im Exil, so weiß ich JETZT erst, was Exil wirklich heißt: ein Franke im Hohen Norden, genauer gesagt in der Hansestadt Hamburg! Natürlich geht ein Franke nicht ganz freiwillig so weit von seiner geliebten Heimat weg, bei mir war’s das Geldverdienen. Aber liebe Kollegen sind doch Gold wert, und meine haben mich gleich zu Anfang in einen Braugasthof geführt: nämlich in den der Privatbrauerei Gröninger.

In einem schönen alten Gebäude befindet sich diese im Keller, in einer (abends) sonst eher tristen „Geschäftsgegend“ mitten in der Stadt. Erst muss man sich durch schmale Kellergewölbe an Kupferkesseln vorbeizwängen (sehr schön!), bevor man mit Glück – oder Reservierung – einen Platz in einer der Nischen im alten Keller selbst oder in einer der großen Hallen dahinter ergattern kann, dieses Lokal ist immer gut besucht. Auf der Speisekarte überwiegen – oh Graus: Schweinshaxe, Bratwürst, Leberkäs, Stadtwurst und ähnlich orginelles bayrisch/fränkisches Zeug. Aber ich habe auch eine Fischplatte gefunden, und die war sehr lecker. Jedoch zum Wichtigsten: Bier! Vom Selbstgebrauten gibts entweder Weissbier oder Pils, also war meine Wahl klar. Zu meiner Überraschung wurde mir das Pils in einem (fast) normalen 0,4l-Glaskrug serviert. Auch die Farbe ist ganz unerwartet dunkel-bernstein. Bis ich ein bischen hinsah und hinroch war leider der Schaum schon komplett zerfallen und alles sah ein wenig schal aus. Aber es schmeckt durchaus nicht schal oder fad. Zwar auch überhaupt nicht wie ein Pils, keine Hopfennote, keinerlei Bitterkeit, und erst recht nicht extrem malzig, oder getreidig; eigentlich tritt keine Zutat groß hervor – aber das ist ja keineswegs per se schlecht. Das Bier stellt keine großen geschmacklichen Ansprüche, ist andererseits aber auch auf gar keinen Fall ein Ausrutscher. Zusammen mit der Athmosphäre ist es für mich gut genug, hier wieder mal herzukommen – vor allem auch, weil sie hier auch in 10l Holzfässern servieren, die dann am Tisch o’zapft werden (anschlagen nennt man das hier oben), was in einer Gruppe bestimmt ein Spaß ist.

Auf der Homepage habe ich noch gelesen, daß das Bier unfiltriert ist und nur eine Haltbarkeit von 4 Wochen hat – sehr löblich! Leider erfährt man sonst nicht viel übers Brauen…

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Montag, 23. März 2009 und wurde abgelegt unter "benhur, Brauereigasthof, Hamburg, Pils". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

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