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feine Biere, wo und wie wir sie am liebsten haben

Wochenend‘ in der Isarstadt

Eigentlich wollten wir ja nur schnell zur Giesinger Brauerei, schaun, was es grad neues gibt. Aber ich hab mich nicht mehr genau erinnern können, welche kleine Gasse es nun war und stand etwas ratlos an einer Kreuzung herum – hätt ich doch vorher nochmal die Adresse nachgeschaut! Aber ich hab ja high-tec: Google maps im Handy, tippseln, warten, vertan, nochmal, … während sich das Bild der Stadt in Zeitlupe und ganz-winzig aufbaut, schweift der Blick kurz hoch, und siehe da, da hängt ein überlebensgrosses Plakat im Schaufenster mit einem Lageplan der Brauerei! Einszunull, Augen auf hilft besser als Elektronik an.

Egal, wir haben zur Brauerei gefunden und den Rucksack voll gepackt – davon später mehr. Leider dürfen die ja in ihrem Hof kein Bier ausschenken, uns war aber trotz früher Tageszeit inzwischen doch sehr der Sinn nach einer frischen Hellen im Sonnenschein gestanden, so sind wir zurück zu der Kneipe, neben der das Poster hing. Oh Schreck, an der Kneipe stand Franziskaner! Naja, das wollten wir nun nicht gerade, mit so einer leckeren Ladung auf dem Rücken. Wir klagten den Gästen und dem Wirt am Strassentischchen unser Leid und ernteten vollstes Verständnis und potente Hilfe: da käme doch gerade der Chef von dem Laden mit dem Poster, der kann uns bestimmt sagen, wo es Giesinger ausgeschenkt gibt. Überraschung: in seinem Laden natürlich, nicht hier, sondern 1km weiter, am ältesten Standl an der Isar! Aus meinen Jogging-Zeiten kannte ich natürlich die Standl entlang der Isar, aber da es sich mit einem Bierbauch schlecht rennt und gerannt schlecht biertrinkt, war ich noch nie Gast. Das wollten wir nun schleunigst ändern, und im Nu brachten uns die Radl hin. Es war schon eine kleine Gemeinde von offensichtlichen Stammgästen versammelt, wir wurden aber genauso herzlich und familiär begrüßt und bedient. Das Sortiment hebt sich wohltuend vom Rest der Standl ab: neben einem obligatorischen Augustiner für die, die immer das gleiche haben wollen, gibts auch eher ungewöhnliche Biere wie das Tegernseer Helle, das 111 oder Krug Weissbier und eben das Giesinger, Kellerbier und Dunkles.

erhellungimstandl.jpg

Wir griffen uns zwei kühle Kellerbiere und setzten uns hinten an die Holzbank, in ein ruhiges Eckchen, von wo aus man jedoch einen guten Blick auf das Treiben und die Strasse hat. Tja, und so genossen wir den sonnigen Samstag mittag, und schliesslich auch noch den halben Nachmittag mit einem Dunklen, denn auch der Mittagshunger konnte hier gestillt werden, es kam uns vor wie’s Paradies, die totale Entspannung. Der Wirt freute sich natürlich, uns tatsächlich hier wieder zu sehen und so ergab sich der eine oder andere bierphilosophische Ratsch. Es freut uns sehr, daß hier jemand wagt, auch unbekannte und „kleine“ Biere anzubieten, obwohl so ein Standl ja eigentlich weder Durchsatz noch Lagerkapazität für ein exklusives Sortiment haben dürfte, ganz zu schweigen von den Transportkosten… Danke, Standl-Wirt, und ich plane jetzt meine unmotorisierten Ausflüge immer in diese Richtung! 😉

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Samstag, 25. April 2009 und wurde abgelegt unter "benhur, Biergarten". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

2 Kommentare

  1. ralf sagt:

    Danke für die Entdeckung dieser kleinen Bieroase in München, gibt es doch ansonsten so wenig gutes Bier in dieser Stadt.

    Vom Tegernseer Hellen würden ich jetzt aber nicht gerade behaupten, dass es ein „ungewöhnliches“ Bier wäre. Ist doch schon so was wie das geheime Lieblingsbier der Münchner.

    Oh – da lese ich noch was von Weissbier: „Krug“. Bist Dir da sicher? Oder meinst Du eher das hefige Karg aus Murnau?

  2. commentarius sagt:

    Es gibt auch eine Weisse der Krug Brauerei. Allerdings eher in Franken verbreitet.

    Infos: http://www.krug-braeu.de/

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