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feine Biere, wo und wie wir sie am liebsten haben

Ayinger Winterbock

Ralf mußte nicht lange reden, um mich heute zum Ayinger am Platzl zu locken, obwohl das schon eine sehr touristische Location ist:

Natürlich bekommen Sie auch ein ordentliches Bier aus der zur Familie gehörenden Brauerei in Aying. Sechs frische Biere gibt es täglich vom Fass.

Und eins davon ist der Winterbock, den ich so lange schon versuchen wollte! Noch dazu aus dem Holzfaß!

Ayinger untertitelt selbstbewußt

– das Feuerwerk für Geschmacksknospen

Das Bier wird serviert im 0,3l-Winterglas – vor lauter Freude über die Schneeflocken auf dem Glas und das winterlich abgewandelte Brauerei-Logo fiel mir das gar nicht negativ auf. Wunderschön die sehr dunkle, fast schon schwarze Farbe und ein brauner, fester, großer Schaum obenauf – auf jeden Fall schon ein Feuerwerk für die Retina! In der Nase hingegen würde ich es eher als Laserlightshow bezeichnen: natürlich malzig, aber keineswegs dieser „brenzlige“ Malzgeruch, sondern kräftig-weich, beinah schon fruchtig, etwa wie sich schwarzer Samt anfühlt. Genau dieses Gefühl setzt sich auch im Geschmack fort: extrem weich, geschmeidig, fruchtig, rund – keinerlei Schwere, nicht das manchmal so schwierige Brotige. Wunderherrlich! Und auch die 6,7% alc. aus den 18,5% Stammwürze merkt man erst, wenn das Glas leer ist.

Dieses Bier ist ein märchenhafter Genuß!

Dazu gabs Ochsenschnitzel mit süß-saurem Gemüse, selbst für Rindfleisch-Verschmäher wie mich eine echte Leckerei! Auch sonst klingt die Speisekarte durchaus nach würdiges Begleitern für ein königliches Festbier!

Nur aus Rücksicht auf meinen Blutalkohol nahm ich allerdings als nächstes doch ein „leichteres“: das Jahrhundertbier, das darf ja durchaus als gehobene Oberklasse bezeichnet werden. Serviert bekam ich es allerdings nicht mehr im Krug, wie Ralf kurz vorher, sondern im Goldrandglas. Leider war auch das Holzfaß schon leer und mein Bier aus der gewöhnlichen Zapfanlage 🙁 Es schmeckte mir auch gar nicht so recht, es hatte im Nachgang etwas fremdes, künstliches. Je länger es stand, desto stärker wurde der Geruch (frisch, grasig) und unangenehmer der kohlensäurebedingte „Auftrieb“, es wollte einfach nicht runter.  Auch Ralfs Altbairisch Dunkel wollte gar nicht schmecken. Da ich beide Sorten vom Faß eigentlich anders kenne (im Dicken Mann z.B. schmecken sie sehr), hegen wir die Vermutung, daß es hier sehr auf das Zapfen ankommt, mit wieviel Kohlensäure bzw. mit welchem Druck dies geschieht. Das wär aber schade, wenn durch die Anlage ein eigentlich gutes Bier so schlecht gemacht wird, dann wär ja Flaschenbier noch besser…

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Freitag, 8. Januar 2010 und wurde abgelegt unter "benhur, Doppelbock, Oberbayern, Privatbrauerei, Winterbier". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

1 Kommentar

  1. benhur sagt:

    Nochmal eins zum Thema Faß gegen Flasche: das Winterbier aus der Flasche schmeckt immer noch lecker, ist aber bei weitem nicht mit diesem Hochgenuss aus dem Faß zu vergleichen! Es schmeckt eher ein bischen wie Karamalz…

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