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feine Biere, wo und wie wir sie am liebsten haben

Bierprobe Commerzienrat Riegele

Nachdem ich erfahren hatte, dass das „Bier des Jahrzehnts“ ein Bier aus meiner Heimat ist, dass es nämlich aus Augsburg kommt, bin ich bei meinem letzten Besuch dort umgehend in die nächste Tankstelle gestürmt und habe mir aus deren Getränkemarkt gleich ein paar Probeflaschen des „Commerzienrat Riegele Privat“ mitgenommen. Das wollte ich doch sehen, ob das Riegele Bier diesen Ehrenpreis auch wirklich verdient hat. Vom Fass hatte ich ja schon einige dieser Commerzienräte niedergemacht. Ganz selten mal eine Flasche, und die dann meist eher gegen den Durst. Um ehrlich zu sein: Die Augsburger Biere hatte ich schon länger für das Blog-ums-Bier im Auge. Sogar Fotos hatte ich schon gemacht. Ich konnte mich aber wohl wegen des Gewohnheitsfaktors nie so recht zu einem Blogbeitrag aufraffen. Jetzt aber, nach der Vergabe des großen Preises des Jahrzehnts … 😉

Das ist auch eine hervorragende Gelegenheit, endlich die Archivbilder herauszukramen und hier einzustellen.

Bierprobe

Zuhause angekommen wurde also nicht lange gefackelt. Ich nahm all meine Sinne zusammen und machte mich frisch ans Werk, bzw. an die Flaschen.

Nase und Auge

In der Nase ist der Commerzienrat erst mal satt und voll das, was ich „bierig“ nenne. Malz und Hopfen stehen klar und deutlich und sehr gut gegeneinader ausgewogen im Raum.

Im Glas hat das Jahrzehnt-Bier dann eine honig-gelbe Farbe. Der Schaum hübsch unregelmäßig, eher großporig und gut zu einer schicken Haube formbar. Er fällt mittelschnell zusammen, also weder zu schnell noch zu langsam, was beides verdächtig gewesen wäre. Und auch im Glas erfreut sich die Nase über die hopfig-malzige Ausgewogenheit. Der Hopfen kommt nach dem Einschenken noch besser zum Tragen. Der Duft wird vielfältiger, wie von zarten Blüten. So schön, da will ich zuerst gar nicht davon trinken, tu es aber dann natürlich doch.

Mund

Im Antrunk bleibt der Commerzienrat so sanft wie in der Nase, mit feiner Säure. Die Rezenz auch sanft, überhaupt nicht wild. Das könnte jedoch auch an meiner Ungeduld liegen. Ich hätte das Bier noch etwas länger kühlen können, nachdem ich es von der Tanke geholt hatte. Andererseits spricht es ja für die Qualität eines Jahrzehntebieres, wenn es auf leichte Temperaturunterschiede reagieren kann und dabei gut bleibt.

Am Ende schließlich der Abgang schön bitter hopfenherb. Auch vom Malz ist noch was da, der Hopfen übertönt es auch im Abgang nicht.

Fazit

Der Commerzienrat Riegele Privat ist ein hochanständiger Kerl. Im Charakter vornehm zurückhaltend. Körperlich gut gebaut mit solider Malzbasis, die den Hopfen zuverlässig und ohne ihn in dessen Eigenständigkeit zu stören bis ganz zum Abgang trägt.

Ich bin überzeugt, dass die Marketingabteilung der Brauerei Riegele die angebotenen Produkte auch selbst konsumiert. Denn die Ettikettierung „würzig und mild“ des Commerzienrat Riegele passt hundertprozentig. Ich könnte es auch nicht schöner sagen. Von diesem Bier kann man durchaus auch mal mehr als eins am Abend geniessen. Und wenn man dann die richtige Menge erwischt hat, wird sich auch der Werbeslogan der Brauerei Riegele bewahrheiten:

… Schönes Leben Hier!

Und weil es eben so schön ist kommen jetzt noch ein paar …

… Archivbilder

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Mittwoch, 12. Mai 2010 und wurde abgelegt unter "Flaschenbier, Privatbrauerei, ralf, Schwaben". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

1 Kommentar

  1. benhur sagt:

    Inzwischen konnte ich ja auch endlich mal dieses schon öfter prämierte Bier geniessen – direkt in Augsburg, in der Brauerei. Toll! Auch mein Eindruck ist genau so: unglaublich „bierig“, die klassischen Eigenschaften aufs Feinste ausgereift und zur Perfektion gebracht, irgendwie edel, aber doch auch bodenständig, ein sehr, sehr gelungenes Bier das seine Preise wohl zu recht bekommen hat!

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