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feine Biere, wo und wie wir sie am liebsten haben

Maibock von der Altstadthof Hausbrauerei Nürnberg – in der Brauerei probiert

altstadthof_gaststaette_maibock_voll Oliver hat ja gerade über den Altstadthof Maibock berichtet – aus der Flasche. Eine Woche zuvor hatte ich den Maibock bereits direkt in der Brauerei, bzw. Brauereigaststätte probiert. Mit meinem mündlichen Lobpreis darüber habe ich Oliver zum Probieren dieses außergewöhnlichen Bieres animiert, wodurch der Maibock vom Altstadthof zwei Tester vom Blog-ums-Bier bekommen hat. Hier also nun mein zweiter unabhängiger Bericht über dieses Bier – wie es in der Brauerei getrunken schmeckt.

München – Nürnberg

Ich wohne was gutes Bier angeht (Ausnahmen ausgenommen) leider in der falschen Stadt, in München, so dass ich für den besten Maibock der Saison weit fahren musste: bis Nürnberg zur Hausbrauerei Altstadthof, gleich an der Burg, in der Bergstraße 19-21. Das kann ich nicht alle Tage machen und dürfte somit meine Ration vom Altstadthof Maibock für heuer auch schon gehabt haben. Nur gut, dass ich meine Kamera und mein Blogtagebuch dabei hatte.

Seit es die ICE-Strecke von München nach Nürnberg gibt, ist es aber nicht mehr ganz so schlimm, mal eben schnell in die Metropolregion zu fahren. Ich war sogar – ohne besonders früh aufstehen zu müssen – schon eine halbe Stunde bevor der Altstadthof öffnet an er Burg. Um Elf war es dann auch so weit: Mein erster Maibock 2010. Und der war jeden Kilometer der langen Anreise wert!

Starkes Erlebnis

altstadthof_gaststaette_maibock_schaum_oben Schon in der Nase merkt man die Kraft, die Braumeister Engel dem Bock mitgegeben hat. Voll bierig, vor allem satt nach Hopfen duftet der Bock. Dann im Antrunk vollmundig malzige Süße. In der Mitte dabei wunderbar frisch prickelnd. Das Bier bleibt auf der ganzen Strecke vom Glas bis in den Schlund durchgehend rundum vollmundig. Es ist auch nicht starkbierig fett, sondern sogar klar und elegant fühlt es sich an. Und hat doch einen starkem Ausdruck, so wie unscheinbare Männlein gelegentlich einen knochenbrechend starken Händedruck haben können. Dabei bleibt es aber trotz seiner Stärke angenehm weich auf Zunge und Gaumen. Höchst kultiviert. So richtig zur Sache geht es dann erst im Abgang, bei dem sich die volle Kraft des Hopfens entfaltet: Mit intensiver Bittere, doch durchaus angenehm und edel hinterlässt der Altstadthof Maibock einen bleibenden Eindruck.

altstadthof_gaststaette_maibock_schaum Das dürfte der ausdrucksstärkste Maibock gewesen sein, den ich bisher hier vorgestellt habe. Der Braumeister hat es hier geschafft, die ganze geschmackliche Bandbreite von Bier gleichmäßig zu verstärken. Egal, ob vorne die Süße, die Frische, Vollmundigkeit und Nahrhaftigkeit in der Mitte oder die Hopfenwürze am Ende – alles ist einfach gleichermaßen stark herausgearbeitet, ohne dass das Bier aus dem Gleichgewicht gekommen wäre.

Fazit

Könnte man das schönste Geschmackserlebnis eines Biergenießers wie mit einem Mikroskop vergrößern, das Ergebnis wäre dieser Altstadthof Maibock des Jahrgangs 2010. 😛 Hmmm…. was heisst „wäre“ … ist!

Und nach Olivers Bericht über den Altstadthof Maibock für zuhause kann man nur sagen: Der ist wirklich ein starkes Bier, egal ob daheim oder in der Brauerei genossen.

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Montag, 17. Mai 2010 und wurde abgelegt unter "Biobier, Franken, Gasthausbrauerei, Maibock, ralf". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

2 Kommentare

  1. oliverxt77 sagt:

    Ralf, wo Du Recht hast, da hast Du Recht! Das ist sehr wahrscheinlich das beste Bier das ich je getrunken habe! Schwer zu toppen.

  2. ralf sagt:

    Heute kam ich doch noch mal in die Altstadthof-Brauerei, und da lief mir doch der Inhaber und Brauer Herr Engel über den Weg. Ich konnte natürlich nicht umhin, ihn für diesen Maibock zu loben und fragte, ob er denn immer so sei. Darauf bestätigte er mir, dass er, obwohl jedes Jahr sehr gut (freilich ;-)), heuer besonders gelobt wird. Auf die Zutaten hin angesprochen verriet er mir dann, dass für den Maibock Hersbrucker Aromahopfen genommen wird, und zwar von der erstklassigen Sorte, die nach der Ernte vakuumverpackt wird. Da wundert mich nichts mehr :-P.

    Herr Engel riet mir dann noch, dass ich mich für weiteren Maibockgenuss sputen müsse, denn es wären nur noch zwei Fässer da, und das im Ausschank. Es ist halt doch immer besser, den Meister selbst zu befragen, denn die sonst sehr kompetente Bedienung gab mir eine Stunde vorher nur fränkisch korrekt zur Auskunft: „Der Bock reicht bis er aus ist.“

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