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feine Biere, wo und wie wir sie am liebsten haben

Noch einige Weyermann-Biere …

Gestern bei der Besichtigung gab es gerade kein „Bamberg Rogg’t“ mehr am Hahn, aber wir hatten das vor einiger Zeit schon mal im Cafe Abseits verkosten können. Es wird mit 45% Roggenmalz gebraut, das ist ganz schön viel, denn Roggen ist schwieriger im Brauvorgang zu handhaben, als z.B. Gerste. Es wurde im Weizenglas ausgeschenkt, ist ja auch obergärig. Schön ist die rotbrauner Farbe, es ist extrem trüb, aber nicht flockig. Der Schaum ist feinperlig und klebt toll am Glas (die Klebstoffe des Roggen?). Im Duft ist es brotig, mit schönen Fruchtaromen nach getrockneten Aprikosen. Im Mund fühlt es sich sehr sämig an, fast sahnig. Es schmeckt auf jeden Fall ganz anders als Weißbiere. Ein sehr malzbetontes Bier, für jeden, der im Malz die Vielfalt der Aromen liebt, ein Muß!  Sehr gelungen, denn so ein eigenständiger Geschmack, der überrascht, und dabei ganz süffig ist und auch noch durstlöschend, vermutlich sogar zum Essen paßt, das ist schon klasse.

Damals gab es auch gerade das „Anna’s Minzweizen“ (ja, genauso mit dem falschen Apostroph, als ob er tatsächlich für die ausgelassenen Buchstaben „na“ stünde), ein „Malzgetränk mit Pfefferminze“. Das war sehr schön orange-golden und klar glänzend, mit einem tollen Duft nach Ananas und Minze – aber keineswegs dieses „After Eight“-Aroma, sondern eher so wie die marokkanischen Tees, beste Durstlöscher bei glühender Hitze. Und auch Annas Weizen war ein toller Durstlöscher, weil spritzig und frisch im Antrunk und dann die Minzaromen eher nach dem Abgang nochmal nachklingend – ein recht ungewöhnliches Geschmackserlebnis, aber damals passend zum Sommernachmittag. Mit normalen 4,9 % Alkohol auch gut trinkbar.

Ob es das Double Imperial Black IPA noch gibt, weiß ich nicht, aber es ist auf jeden Fall auch eine Erwähnung wert. Extrem tiefschwarz, kaum Schaum im Glas, lies es den Duft frei raus: beerig und holzig. Schwer malzig war es im Antrunk, dann aber sehr bizzelig und bitter, und schließlich fruchtig und bitter im Abgang. Eigentlich herrschte ein großes Durcheinander von Aromen nach Waldbeeren, Kaffee, säuerliche Stachelbeere, Kiwi und auch verbrannte Noten, Holz, Zitrus, Lakritz, kräuterige Würzigkeit, … Schon schwierig, und definitiv das letzte Bier, das man an einem Abend trinken kann (nicht wegen der moderaten 7% alc.). Verbraut wurden darin Magnum, Saphir, Galaxy und Cascade, und dann noch mit Citra gestopft.

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Donnerstag, 4. Januar 2018 und wurde abgelegt unter "benhur, Franken, saisonales Bier". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen. Pingen ist zur Zeit nicht erlaubt.

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