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Mannipulator Dunkel 2009

Immer am Nikolaustag wird beim Berabecka Boandlbräu der Mannipulator angestochen. Der dunkle Mannipulator. Den hellen gibt’s im Frühjahr. So ein Bock aus einer kleinen Brauerei ist immer eine spannende Sache. Denn er wird in der Regel nur ein einziges mal im Jahr gebraut und ist damit quasi ein „Einzelstück“. Die Grundrichtung des Biergeschmacks ist natürlich schon immer gleich. Aber trotzdem gibt es von Jahr zu Jahr feine Unterschiede, sei es durch Schwankungen in der Beschaffenheit der Zutaten, oder durch die Tagesform des Brauers. In einer Großbrauerei wäre dies nicht tragbar. Daher haben diese ihre Methoden, solche Schwankungen auszugleichen. Beim Kleinbrauer aber machen genau diese den Reiz der Sache aus.

Der Manni hat diese Tatsache in seiner Anfangszeit auch zur Tugend gemacht und auf das Wappen seiner Brauerei geschrieben

Das Bier mit der variierenden Stammwürze

Inzwischen hat er aber eine moderne Brauanlage und die Stammwürze voll im Griff. Und damit zaubert er einzigartige hervorragende Biere, wie eben auch den dunklen Mannipulator 2009.

Malzige Phantasie in Schwarz

Der ist heuer wirklich sehr dunkel geworden. Da hat der Manni offenbar nicht mit dunklem Malz gegeizt. Was dabei herauskam, ist ein malzintensives und geschmacklich so komplexes Getränk, dass ich keinen einfachen Aromavergleich geben kann.

So richtig schwer, fast ölig liegt der Bock im Krug. Dabei bleibt er aber trotzdem frisch prickelnd. Wenn ich mir das Prickeln weg denke, würde ich unter dem ersten Eindruck sagen, der Mannipulator schmeckt wie ein sehr tanninreicher schwerer dunkelroter, fast schwarzer Rotwein. Nach der ersten Halben hatte ich mich an das starke Malz gewöhnt und hätte einen aromareichen starken schwarzen Kaffee, in den man einen Schuss edlen alten karibischen Rum gegeben hat zum Vergleich bemüht.

Boandl-Cappuccino

Mit dem Kaffeevergleich liege ich wahrscheinlich auch gar nicht verkehrt. Denn diesen Vergleich machten auch andere Anstichgäste. Vielleicht liegt es ja auch am optischen Eindruck des Mannipulator mit der Schaumkrone auf der dunklen Flüssigkeit. Das Aussehen des Mannipulator hat seinen Schöpfer Manni nämlich dazu inspiriert, auf die Schaumhaube ein Muster aus Zimt aufzubringen, das irgendwie stark an den Namen der Berabecka Brauerei erinnert.

Merry Christmas – and A Happy New Beer!

Auf jeden Fall war der Mannipulatoranstich 2009 wieder ein unvergesslicher Event. Den Vormittag mit dem eigentlichen Anstich hatte ich leider verpasst. Sogar ein echter Nikolaus soll an diesem Tag beim Boandl gesehen worden sein, wurde mir berichtet. Aber auch am späten Nachmittag und am Abend war noch eine tolle Stimmung. Und auch wenn mein Schnappschuss gerade einen rockenden Manni mit doppelter Percussion-Unterstützung zeigt – in der Weihnachtszeit erklingen im Bräustüberl auch sehr oft Weihnachtslieder zu Mannis Gitarrenspiel, und die Gäste singen von Herzen kräftig mit. Nur wenn der Manni selber singt, weiss man nie so recht, ob der bisweilen leicht abgeänderte Text so aus Mannis Mund kam, oder ob nicht der Mannipulator bei einem selbst nicht schon begonnen hat seinem Namen gerecht zu werden. 😯

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Montag, 7. Dezember 2009 und wurde abgelegt unter "Bockbier, Privatbrauerei, ralf, saisonales Bier, Schwaben". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

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