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feine Biere, wo und wie wir sie am liebsten haben

Fürst Carl Josefi-Bock Anstich

Heute war wieder mal der öffentliche Josefi-Bock-Anstich der Fürst Carl Brauerei in Ellingen (Bayern). Um die Pointe vorwegzunehmen: Es gibt kein Bier mehr; alles bereits vor dem eigentlichen Josefstag (19. März) ausverkauft!Aber zurück zum Anstich: pünktlich um 10.30 Uhr durften Ellingens Bürgermeister Hasl, der Geschäftsführer des Fürstlichen Brauhauses Ellingen Graf zu Hardenberg und natürlich der verantwortliche Braumeister Stefan Mützel die versammelten Josefs und Josephas (und einige andere Anhänger der Josefstag-Tradition -oder des Bieres?) begrüßen. Mit zwei gekonnten Schlägen zapfte dann der Bürgermeister  das kleine Fass mit dem kostbaren Sud an und der Braumeister verteilte dann die Bierproben an die Anwesenden. Nachdem jeder und jede (fast: ein paar anwesende Damen hatten sich zur Feier des Tages Sekt mitgebracht, da ihnen Bier zu bitter war) das hervorragend gelungene Bier verkostet und gelobt hatte, wurden die anwesenden Josefs (und eine Josepha) mit kleinen Geschenken geehrt. Nun aber zum Bier: nachdem das 2011er Josefi-Bier vom Blog-Team zum „Bier of the Year“ geadelt worden war, waren die Erwartungen naturgemäß sehr hoch. Vom ersten optischen Eindruck war sofort klar: auch dies ist wieder ein hervorragendes Bier! Feinporiger Schaum, der außergewöhnlich lange im Krug steht und auch gut am Glas haften bleibt und eine schöne kräftig-dunkle Farbe des Bieres. Wie schmeckts? Wie es sich für ein Bockbier (an der Grenze zum Doppelbock mit 17,5% Stammwürze, daraus 7,5% Alkohol-Anteil) gehört: malziger Antrunk, schwere Würze, der Hopfen (Saphir) verleit im Abgang eine feine Bitternote, die die Schwere des Bieres gleich wieder vergessen macht. Dennoch fanden wir das Bier nicht ganz so süffig wie das Vorjahresbier (obwohl es nach dem gleichen Rezept gebraut wurde, so Stefan Mützel). Wer jetzt das Bier selbst mal probieren will: Pech gehabt; die 180 Hektoliter sind schon restlos verkauft, noch bevor am 19. März der offizielle Verkauf losgeht. Nur Faßware ist noch vorhanden; also auf ins Bräustüberl, solange es diese jahreszeitliche Spezialität noch gibt.

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Samstag, 17. März 2012 und wurde abgelegt unter "Allgemeines, Bockbier, Franken, saisonales Bier, Schlossbrauerei, willi". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

2 Kommentare

  1. benhur sagt:

    Juchu, ich habe auch noch etwas abbekommen!
    Bei bestem Frühlingswetter konnten wir gestern vor romantischer Schloßkulisse und blühenden Scillas in der angenehmen Gesellschaft vom Bräu Stefan Mützel seine diesjährige Josephi-Creation geniessen. Und es war ein Genuß! Herrlich! Ein Teil unserer Mannschaft fand den Bock auch dieses Mal wieder so geschmeidig und süffig wie im letzten Jahr, vielleicht ein wenig malziger. Es mag aber auch an den Temperaturen gelegen haben, der Bock sollte keinesfalls zu kalt genossen werden.
    Auf jeden Fall hat sich der Ausflug gelohnt!

  2. ralf sagt:

    2012-03-17_josefibock_ellingen/img_2877.jpg 2012-03-17_josefibock_ellingen/img_2885.jpg 2012-03-17_josefibock_ellingen/img_2891.jpg 

     

    „Ein Teil unserer Mannschaft …“ – tja, das klingt ja so, als ob der andere Teil, der Rest, also ich, den Bock jetzt nicht so toll fand. – Mitnichten! – Ich hatte ja extra den früheren Zug nach Ellingen genommen, um, da ich heuer den Anstich verpasst hatte, besonders ausgiebig nachzutesten. Das erste Seidla gab’s dann drin im Bräustübl. Und schon als es noch gut einen halben Meter von mir entfernt auf dem Tisch stand, habe ich einen unglaublich starken Duft, aus dieser Entfernung nach Hefe, wahrgenommen. Näher unter die Nase gehalten wurde es dann richtig bierig malzig und hopfig. Und auch der Gaumengenuss war für mich heuer richtig stark bierig: Kräftig malziger Antrunk, elegantes und lang anhaltendes Prickeln, und ein kräftiger herb-malziger Abgang. Ein richtig kräftiger, deutlich herber Abgang war das. Also: ein saustarkes Bier, so wie man es sich bieriger und besser nicht wünschen kann.

    Und dann draußen, als wir alle zusammen samt Braumeister vor dem Stübl in der Sonne saßen, da verschmolzen Malz und Hopfen genau zu diesem geschmeidigen, süffigen Malzkunstwerk, das Du beschreibst, und zu dem wir unserem Braumeister Stefan wieder nur von ganzem Gaumen – äh – Herzen gratulieren können.

    Schee war’s wieder, beim Ellinger Josefibock! 😛

    Achja: Dank frühem Zug hatte ich noch Zeit gehabt, die Scillas (oder Scille, oder Scillae? – gut dass das kein Botanik-Blog ist) im Schlosspark zu fotografieren. Siehe oben.

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