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Der Krampus vom Airbräu – Teufelszeug?

Traditionell wird der gute Nikolaus im alpenländischen Raum von einem teuflischen Gesellen namens Krampus begleitet, vor dem man sich wirklich fürchten muss. In München bzw. Erding jedoch bringt die Airbräu am Flughafen zur Nikolauszeit ihr Dunkles namens „Krampus“ heraus. Zum Anstich gibt’s immer ein kleines Fest in der Tenne und die ersten 100 Liter Bier umsonst. Heuer waren wir mal dabei. Gut, daß wir so früh dran waren, denn der Raum war bis auf den letzten Platz belegt bzw. reserviert, sodaß wir an der Bar im hintersten Eck platznehmen mußten. Die Wartezeit bis zum Anstich haben wir uns gerne mit dem sehr leckeren Jetstream Pils vertrieben.

krampusanstich krampus

Dann aber war es endlich so weit: Braumeister Christian Storch zapft aus einem von 2 großen hölzernen Freibier-Fässer; die Schlange der Durstigen reicht schon bis zum Ende des Raums. Wir warten geduldig, und als ich nur noch wenige Leute vor mir habe, geht das erste Faß zur Neige, und auch das zweite muß schon schräg gehalten werden – ob’s für uns noch reicht? Ja, gerade so, wir quetschen uns mit gefüllten Gläsern zu  unserem Platz zurück, da ist hinter uns auch schon der letzte Tropfen vergeben.

Endlich können wir in Ruhe gucken (dunkelkupfern rötlich, trüb und ein bisschen matt, mit feinporigem Schaum), schnuppern (frisch malzig, nach Getreide, nicht Brot) und schmecken: „vollmundig“ ist es, ja, aber weich und gleich über den ganzen Gaumen gleitend, so daß alle Geschmacksknospen angeregt werden.

Nach einiger Zeit, wenn der Schaum zerfällt, kann man sogar die untergärige Hefe durch all das feine Malz hindurch riechen. Wunderbar, lecker! Wir bestellen gleich noch eins, diesmal natürlich aus der Zapfanlage. Aber, ach, wie schmeckt das denn? Es ist deutlich kohlensäurehaltiger, man kann kaum noch die wunderbaren Malzgerüche erkennen, und auch im Geschmack überwiegt das Fruchtige deutlich das Getreidige! Wir sinnieren eine Weile, ob dieser deutliche Unterschied nur auf die Temperatur zurückzuführen sei (ja, das Gezapfte wird nach einer Weile auch besser), oder diese Malzfeinheit auf das Holzfaß und/oder den Bodensatz zurückzuführen ist, wir kommen aber zu keinem überzeugendem Fazit. Das Gezapfte jedenfalls ist zwar ein ganz gutes Bier, kann uns dann aber doch nicht auf ein drittes überzeugen, wir wollen lieber die Erinnerung ans Erste behalten.

Was war das nun für ein leckeres Teufelszeug in diesem Freibierfaß???? 😉

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Samstag, 24. November 2012 und wurde abgelegt unter "benhur, Oberbayern, Winterbier". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen. Pingen ist zur Zeit nicht erlaubt.

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