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feine Biere, wo und wie wir sie am liebsten haben

16. Fränkisches Bierfest in Nürnberg

40 Brauereien im Nürnberger Burggraben – trotz gutem Wetters habe ich nur einen Bruchteil dessen versuchen können, was mich dringend interessiert hätte, seufz. Hier eine kleine Auswahl an fränkischen Leckereien, die wir hier im Blog noch nicht sowieso schon besprochen hätten:

oliverxt77 hat schon einmal das Rauchbier der Brauerei Fischer aus Greuth vorgestellt, da ich aber kein Rauchbier-Fan bin, habe ich mich hier für das Kellerbier von Fischer entschieden: ein zarter Grasduft mit leichten Fruchtnoten schwebt über dem Glas, auch der Antrunk ist zart und grasig. Wie die fränkischen Landbiere ist es ausgewogen in der Rezenz, hat aber einen recht trockenen, hopfig-grasigen Abgang. Beim zweiten Schluck empfinde ich das schon weniger so, jetzt schmeckt es schön sommerlich. Ein bisschen was besonderes ist das aber schon!

Vom Stand der Hersbrucker Bürgerbräu gibt es erst mal den typischen Vertreter, das Kellerbier. Ein zarter Duft nach Zitronenmelisse überrascht die Nase. Sehr fruchtig ist der Antrunk, zitrus-fruchtig. Im Gaumen und beim Schlucken bizzelt die Kohlensäure. Abgang ist eigentlich fast keiner da, man muss gleich noch einen Schluck nehmen… Ein schönes Sommerbier!
So, und jetzt das Besondere: Hersbrucker Dampfsud. Ein malzig-fruchtiger Duft (dunkle Waldbeeren) stimmt ein auf den ebenfalls sehr dunkel-fruchtigen Antrunk, der sich über den Gaumen zieht und schön langsam ausklingt. Wow!

Den Gutmann Weißbierstand (gut, aber kennen wir schon) überspringend, ist der nächste an der Reihe die Brauerei Hennemann. Hier gibt es ein Zwickl, das mit klassischer-schöner Optik daherkommt: golden trüb mit festem Schaum. Ein zarter, leicht fruchtiger Duft nach Apfel stimmt ein auf einen ganz typischen Geschmack, der voll und rund, sehr süffig und ausgewogen zwischen den Polen aus Malz und Hefe liegt.Ein sauberes Bier, empfehlenswert.

Auch wegen oliverxt77s Lob auf das Hembacher Stöffla habe ich die Hembacher Goldweiße und das Hembacher Helle versucht: Das Weißbier lockt mit einem Müsli-fruchtigem Duft über einem sehr hellen Glas. Überraschend, für ein Weißbier, ist der sehr zitronig-fruchtige Geschmack, der es zu einem ganz tollen Sommer-Erfrischungsbier macht. Beim Hellen hingegen ist der Duft zitronig, der Antrunk erinnert mich eher an Holler (Holunder). Ebenfalls ein sehr gelungenes Bier hier!

Wir kommen wieder nur ein paar Meter weiter: Die Brauerei Stöckel bietet ihr Ahorntaler Landbier an: für ein Märzen ist es sehr dunkel. Im Geschmack auch sehr kräftig, fruchtig-malzig, gar nicht schlecht sagt der Märzen-Fan in mir!

Langsam beginnen wir zu schwächeln und machen uns Richtung Ausgang auf, als es zu regnen beginnt. Jetzt schnell noch einen überdachten Sitzplatz sichern, bevor alle trockenen Plätze belegt sind. Und was gibt es hier? Zum Beispiel einen Hetzelsdorfer Maibock von der Brauerei Penning. Der ist richtig stark, deutlich auf der fruchtigen Seite, aber schon sehr vielschichtig … Keiner von schlechten Eltern!

kreuzbergerwhiskeybock

Der krönende Abschluss aber ist ein Dessert-Bier: der Whiskey-Bock des Brauhaus am Kreuzberg. Im edlen Weinglas serviert, besticht er schon durch seinen Duft nach Holz, nach Räucherwurst und nach Winterfrüchten. Es ist ein Rauchbier, aber ein mildes. Im Gaumen werde ich mit Pflaumenmus-Aromen verwöhnt, ohne dass es aufdringlich süßlich würde. Zu den frisch gebrannten Mandeln ein wahrhaft festliches Dessert!

Ansonsten habe ich auch noch ein paar hier schon beschriebene Biere verkostet: vom Nickl Bräu das Michala (ein süffiges, märzenhelles, fast schon „leichtes“ Dunkles mit hefigem Duft, prickelnder Rezenz und fruchtigem Abgang) und das fantastische Hembacher Stöffla (säuerlich-fruchtig an ein Ale erinnernd).

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Donnerstag, 30. Mai 2013 und wurde abgelegt unter "benhur, Franken". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen. Pingen ist zur Zeit nicht erlaubt.

1 Kommentar

  1. oliverxt77 sagt:

    Schöner Artikel! Und immer noch so treffend…Komme grad vom 19.Bierfest,2016, und bin immer noch hin weg vom Hembacher Kellerbier sowie seinem Hellen. So viel Geschmack! Da verblassen die ganzen Craftbiere!!!!

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