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Braumanufaktur Hertl: „End of World“ und „Triple Hop India Pale Ale“

oliverxt77 wird ja auch immer mal wieder von Kollegen von Freunden (oder umgekehrt) mit Verkostungsmaterial versorgt, aber dieses mal hat er wirklich etwas Besonderes mitgebracht: zwei hübsche Steingut-Flaschen mit Starkbier-Spezialitäten aus dem Thüngfelder Familienbetrieb um David Hertl:

End of World

HertlEndOfWorld

mit dem Untertitel „Black I. P. A.“ – das habe ich ja noch nie gehört, dass ein IPA auch schwarz sein kann – wie aufregend! Das Ettikett ist schön gestaltet mit Siegel und enthält auch eine Menge Informationen über die Zutaten: Pale Ale, Karamell- sowie Röstmalz und 6 verschiedene Hopfen (Hallertauer Magnum, Cascade, Amarillo, Simcoe, Mosaic, Dr. Rudi) und sogar die Hefe (Wyeast #1318 – eine London Ale Hefe). Erst mal muss man die schwarze Alufolie um den Bügelverschluß lösen, schon die ganze Haptik ist eine Mischung aus traditionellem Handwerk und edler Feinkost!

Pechschwarz und mit sehr dunklem Schaum fließt dann die Kreation ins Verkostungsglas, aber nicht ölig-zäh, sondern sehr flüssig spritzig, wunderbar anzusehen! Und erst der Duft: Noten von Kaffeebohnen, Nüssen, Kakaopulver.

Auch der erste Schluck ist eine Überraschung: Im Antrunk ist es erstaunlich waldfruchtig, bietet ein samtenes, volles Mundgefühl. Dann kommt zunehmend des Malzige durch (wie im Duft Richtung Kaffee, Kakao und Nuß). Der Abgang ist trocken-säuerlich, hier bekommen wieder die Waldfrüchte die Oberhand.

Das ist ein unglaublich vielschichtiges Bier, das Zeit und Geduld braucht, einen dann aber mit einem gigantischen Geschmackserlebnis belohnt. Oberklasse! Top Gourmet-Bier!

Triple Hop India Pale Ale

HertlTripleHopIndiaPaleAle

Auch dieses Bier kommt in einer Steingut-Bügelflasche mit schönem Etikett und reichlich Info: Pale Ale, Caraamber und Carafa II Malze, Magnum, Centennial, Green Bullet, Amarillo, Nelson Sauvin und Mosaic Hopfen – Triple Hop heißt es wohl, weil die ersten drei Hopfen in der Würze gekocht und die letztgenannten drei gestopft wurden.

Für ein Pale Ale ist es extrem dunkel, das ist schon kein Bernstein mehr, das ist mattes Dunkelbraun – mit nur ganz kurzem Schaum. Extrem fruchtig sind die Duftnoten: definitiv Mandarinen, Grapefruit, aber auch grüner Apfel und Erdbeere sowie würzige Kräuter aus der Macchia!

Und wirklich extrem Fruchtsaft-artig ist dieses Bier im Antrunk, die volle Vitaminbombe meint man. Gleichzeitig kommen aber eben auch die Kräuternoten durch und eine leichte Trockenheit zum Ausgleich. Es ist wie gleichzeitig einen Nimm2- und einen Ricola-Bonbon zu lutschen. Oder wie ein ganz toller karibischer Cocktail.

Obwohl voller scheinbar gegensätzlicher Noten ist es ein absolut harmonisches Geschmackserlebnis. Einfach klasse! Damit kann man auch Nicht-Biertrinkern einen gehobenen Einstieg in die wunderbare Welt der Biere vermitteln.

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Samstag, 13. September 2014 und wurde abgelegt unter "benhur, Franken, I.P.A., Privatbrauerei". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen. Pingen ist zur Zeit nicht erlaubt.

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