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Bräuerey zum Spezial – Bamberger Rauch-Bier-Brauerei

spezial_brauerei.jpg spezail_schild_totale.jpg Jeder Bamberg-Tourist kennt aus seinem Reiseführer das „Aecht Schlenkerla Rauchbier“ – auch wenn er sonst nicht so viel mit Bier am Hut hat. Dabei gibt es seit bereits bald einem halben Jahrtausend noch eine zweite Rauch-Bier-Brauerei zu Bamberg: Die Brauerei Spezial Deren Rauchbier ist jedoch nicht halb so rauchig wie das „Schlenkerla“. Während dem letzteren doch eine gewisse Derbheit nachgesagt wird, ist das Spezial dezenter im Rauch, im Geschmack sonst aber ebenso einzigartig.

Das Standardbier vom Spezial ist das Lager, ein in jeder Hinsicht äußerst feines Bier: Feiner Rauch, feines Malz, feiner Hopfen, fein prickelnd und leicht im Antrunk. Das Raucharoma des „Spezi“ ist so fein, daß es auch für einen zartbesaiteten Damengaumen bestens geeignet ist.

In Oberfranken bekommt man in manchen Brauereien eine ganz besondere Spezialität ausgeschenkt: Ein ungespundetes Bier. Bier, das ohne Gegendruck gelagert wird und somit völlig ausgegoren ist und wenig Kohlensäure enthält. Das macht das ungespundete so bekömmlich und bei Leuten mit empfindlichem Magen recht beliebt. So ein „U“ bekommt man auch in der Brauerei Spezial. Es ist hell, absolut rauchfrei, und schmeckt elegant nach Malz und ein klein wenig nach Hefe.

Natürlich macht die Brauerei Spezial auch einen Bock. Den sollte man aber besser am Beginn der Bockbierzeit trinken. Der Anstich ist jährlich um Ende Oktober herum. Ich bekam ihn gestern leider nur noch aus der Flasche. Darin konzentriert sich das Aroma des Bieres doch sehr auf die dunklen verbrannten Noten des Malzes. In der Fassversion, die ich im Herbst erleben durfte, sind die genialen Frucht- und Karameltöne noch in voller Stärke enthalten. Nach längerer Beschäftigung mit der Flaschenausgabe steigt dann aber doch noch eine geheimnisvolle versöhnliche Aromanote in die Nase. Ist das etwa Lakritz?

Neben diesen drei Bieren aus meiner Testreihe hat die Brauerei Spezial noch ein Rauchweizen auf Lager. Das gibt es nur aus der Flasche. Und vom Fass gibt es noch ein Rauch-Märzen. Das war früher auch nur in der Flasche erhältlich, neuerdings aber, so steht es in der Gaststube angeschrieben, gibt’s das auch vom Fass. Davon dann mehr nach meinem nächsten Besuch in Bamberg.

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Sonntag, 2. März 2008 und wurde abgelegt unter "Bockbier, Brauereigasthof, Franken, Privatbrauerei, ralf, Rauchbier, ungespundet, untergärig". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

3 Kommentare

  1. oliverxt77 sagt:

    Toller Bericht! Freu mich schon auf ein gemeinsames Biertesten!
    Prost!

  2. benhur sagt:

    Seufz, und ich musste mich am Wochenende im Bier-Exil im hohen Norden mit einer Flasche Köstritzer Schwarzbier zufrieden geben – unter gewöhnlichen Umständen ein ganz gutes, leicht erhältliches Flaschenbier, aber wenn ichs nun DAMIT vergleichen muss…

  3. Braeuer sagt:

    in oberfanken, sag ich dir,
    gibt´s beste brotzeit, spitzen-bier
    denn wir franken sind bekannt
    fuer lied, gedicht, fuer speis und trank
    ob spezi, mahr´s-braeu oder wichert
    da ist der naechste rausch gesichert.
    prost

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