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feine Biere, wo und wie wir sie am liebsten haben

Hausbrauerei Vogel in Ettlingen

hausbrauereivogel.jpg

Diese Woche kam ich in den Genuss einer 2tägigen Schulung. Und da „wir“ in Ettlingen so ein schickes Gebäude haben, finden alle in-house-Schulungen also dort bei Karlsruhe statt. Münchner Kollegen wollten wissen, dass es dort eine Hausbrauerei gäbe, wie praktisch. Tatsächlich, eine schnelle Recherche bei Google brachte gleich die benötigten Information, und auch die Schulungskollegen waren mit meinem Vorschlag einverstanden, dort weiter zu lernen. Gefunden war die Lokalität mitten in der übrigens sehr hübschen Fachwerk-Kopfsteinpflastergässchen-Altstadt von Ettlingen auch schnell. Daß in dem Gebäude mal ein Kino war, sieht man ihm noch an, und das wird auch für das Ambiente genutzt, das Styling der Speisekarte folgt diesem Metapher.

Obwohl es 3 Gasthäuser Vogelbräu gibt (neben Ettlingen auch in Karslruhe und einem weiteren Dorf hier herum), wird alles Bier hier in Ettlingen, im alten Kino, gebraut.

vogeldinkelbier.jpg

Was gibts nun? An der Tafel stand ein Dinkelbier angeschrieben, ich habs versucht zu bestellen, aber konnte den Kalender leider nicht vordrehen…

Also war die Wahl zwischen Weißbier und naturtrüben Pils, für mich eine einfache.

vogelpils.jpg

Die Biere wurden gebracht, fotografiert, erwartungsvoll berochen – uärgs, was beißt mich da für ein völlig unpassender Geruch in die Nase? Ich bin den ganzen Abend über nicht drauf gekommen, ich fands irgenwie erdig (aber nicht waldpilzig), meinen Kollegen erinnerte es vehement an Grapefruit (die er nicht mag). Nun, also, doch einen kräftigen Schluck gewagt. Zu meinem Entsetzen hat der Geruch ein noch viel stärkeres Pendant im Geschmack (an sich ja eine gute Sache, wenn Nasen- und Gaumen-Eindruck zusammenpassen). Uff, ob ich das ganze Glas schaffe, bezweifelte ich sogleich. Da es aber zu spät war, das Lokal zu wechseln, und ein Weizen gleich gar nicht in Frage kommt, hab ich das Bier ein wenig achtlos im Eifer des Gesprächs doch leer getrunken, und sogar ein zweites bestellt. Irgendwann hatte ich den Nebengeschmack soweit ins Unbewusste verdrängt, dass ich sogar ein Drittes in Angriff nehmen konnte.

Fazit: Nicht alles, was klein ist, braut gut. Nicht alles, was einem schlecht vorkommt, muss auch wirklich schlecht sein. Und vielleicht sollt ich mich doch einmal an Weizen wagen…

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Montag, 20. Juli 2009 und wurde abgelegt unter "Baden-Württemberg, benhur, Gasthausbrauerei, Pils". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

1 Kommentar

  1. fwolf sagt:

    Wäre mir neu, dass die vom Vogelbräu ihre Biere allesamt dort brauen. AFAIK hat das Stammhaus in Karlsruhe als auch das in Durlach jeweils einen eigenen kleinen Braubetrieb.

    In den beiden genannten hatte ich nie „Ärger“ mit dem Bier, auch wenn ich das Pils jetzt nicht als überragend einstufen würde. Aber für „vom Faß“ und „eigengebraut“ nicht schlecht.

    Trink lieber mal ein Moninger – dann weißte, was (und wovon dir) schlecht ist 😉

    cu, w0lf.

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