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feine Biere, wo und wie wir sie am liebsten haben

Braukurs VHS Fürth

SimonHeute ist ein Teil des Blockteams zum Bier brauen in der Volkshochschule Fürth. Das eigene selbstgebraute Bier (es soll ein obergäriger heller Bock, also ein Pale Ale, werden); wir sind gespannt und voller Vorfreude. Unser Kursleiter, Herr Simon (von der Vereinigung der Haus- und Hobbybrauer) teilte die grossen Kochtöpfe (Glühweinkocher mit 2200W Leistung) und das Malz (5,5 kg Pilsner Malz und Karahell) an die 12 Teilnehmer (darunter 3 Frauen) aus, dann ging es auch schon los. MalzZu uns gesellte sich noch Markus aus Kehlheim. Wir füllten 22l Wasser in den Topf und ließen es erhitzen auf genau 63 Grad. MaischeDann wurde das Malz eingemaischt. Maische rührenDie beiden Männer übernahmen die schweren Arbeiten. Daneben wurde noch Wasser auf dem Herd erhitzt, das wir später zum „anschwänzen“ brauchen.  Nach 45 min. „Maltoserast“ wurde die Temperatur für 10min auf 72 Grad hochgefahren (immer mit dem klassischen Thermometer nachmessen!)Maische Temperatur und damit die Verzuckerung der Malzstärke abgeschlossen. Jetzt gab es die Jodprobe. JodprobeDie Stärke hatte sich komplett in Zucker umgewandelt und wir konnten mit dem nächsten Schritt beginnen. Die Maische wurde in den Läuterbottich umgefüllt und konnte ruhen. Die warmen Gefäße beim Brauen heißen „Pfanne“ (Maische-/Würzepfanne), die kalten Gefässe „Bottich“ (Läuterbottich). Zwischendurch stach Herr Simon ein Fass Bier an, a malziges, dunkles Weihnachtsbier von Hobbybrauern aus Thüringen. Es schmeckte fruchtig und cremig, im Abgang leicht hopfig. Dazu gab frischen Leberkas. Frisch gestärkt ging es weiter.Nach einer viertel Stunde haben wir ein Liter aus dem Läuterbottich laufen lassen und durch eine Siebkelle langsam in den Topf zurückgegossen, um den Auslauf frei zu bekommen. Einen viertel Liter haben wir separat aufgefangen und zur Seite gestellt, um später die Hefe anzufüttern. Wir ließen den Sud langsam ab bis die Maische zu sehen war. LäuternZwischendurch gab es für mich immer mal eine Raucherpause und einen Schluck vom Fassbier. Ich hatte ja zwei tolle Mitstreiter an meiner Seite. Um den letzten Rest Zucker aus dem Treber zu bekommen, wurde anschließend je 2x 7 Liter auf 76 Grad erhitztes Wasser dazugegeben. Mit dem Refraktometer wurde dann der Zuckergehalt vor der Hopfengabe gemessen, er betrug 13%. HopfengabeDann wurde 50gr. Hallertauer Saphirhofen (mit 5% Alphasäure) zugegeben. Den Sud ließen wir eine Stunde kochen. Wir sahen,  wie am Schluss das Eiweiss ausflockte. Jetzt konnte der Sud abkühlen.

WürzekühlerDazu stellte Herr Simon eine selbstgebaute Kühlspirale aus Kupfer in den Topf. Als der Sud 50 Grad hatte, gaben wir nochmal Hopfen hinzu. Würze EiweissSchön sieht man, wie sich das Eiweiß durch die Abkühlung von der Würze trennt. Erneut wurde die Stammwürze (diesmal mit der Spindel) gemessen. Sie lag nun bei 16%. Wir waren immer noch nicht fertig. Nun nahmen den viertel Liter Vorderwürze, den wir vorher zur Seite gestellt hatten. In diesem viertel Liter Biersud kamen 2,5 Teelöffel englische obergärige Trockenhefe. Hefe ansetzenNachdem sich diese gesetzt hatte, wurde sie gemischt. Die Würze wurde zunächst mit einem Schlauch von der Oberfläche der Würzepfanne abgezogen und durch einen Baumwoll-Strumpfsieb gefiltert in den Läuterbottich umgefüllt, Würze filterndamit das Eiweiss getrennt wird; anschließend haben wir die Würze in Kanister umgefüllt, die Hefe separat in einem anderen Behälter. Wir wünschten unseren Braukollegen Markus gutes Gelingen und fuhren heim. Zuhause wurde die Würze in den Gärbottich gefüllt und die Hefe  zugegeben Hefezugabe Gärbottichund nun heißt es 5-6 Tage bei etwa 20 Grad warten, bis die Hefe den Zucker in Alkohol umgewandelt hat. Wenn keine Gärblasen mehr aufsteigen, wird abgefüllt….wir berichten weiter…Gärverschluss

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Samstag, 21. Januar 2017 und wurde abgelegt unter "Ale, Allgemeines, Bierbrauer, Biere, Bockbier, Deutschland, Franken, Hausbrauer, Regionen, tine, willi". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen. Pingen ist zur Zeit nicht erlaubt.

2 Kommentare

  1. willi sagt:

    Tag eins der Gärung: ordentlich Schaum auf dem Sud, der Gärverschluss blubbert alle 10 sec..Die Hefe arbeitet fleißig!

  2. Markus sagt:

    Liebe Braukollegen,

    es hat Spaß gemacht, mit euch diesen tollen Kurs zu machen! Auch bei mir zu Hause gärt es ordentlich, die ganze Wohnung ist mit einem „wohligen Duft“ erfüllt! 😉
    Gutes Gelingen wünsche ich euch noch!

    Beste Grüße,
    Markus

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